Frage von holger96,

Falsche Steuerangaben straffrei korrigieren ?

Mein Bekannter Heinz hat im Jahr 2005 bei der Angabe von Einkünften aus Vermietung und Verpachtung 3500€ Verlust durch veruntreute Verwaltergebühren eingetragen. Leider entspricht das nicht der Wahrheit, da nichts veruntreut wurde. Das Finanzamt hat seinen selbst erstellten Nachweis darüber aber geschluckt.

Nun zeigt Heinz Reue und möchte die 3500€ versteuern. Er erstellt wieder einen Beleg darüber, dass das Geld in 2009 zurückgezahlt wurde und gibt es in seiner Steuererklärung 2009 an. Damit wäre seine Steuerschuld ausgeglichen.

Wenn nun sein Schwindel auffliegt, muss er eine Strafe befürchten ? Er hat ja schlussendlich alle erschwindelten Steuern doch noch bezahlt.

Antwort von wfwbinder,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Wenn er dem Finanzamt schreibt, "ich habe 2005 einen falschen Beleg beigelegt und so mein Einkommen unberechtigt um 3.500,- vermindert. Dies korrigiere ich nun, anbei finden sie einen Schekc in Höhe von .....,- für die zuwenig bezahte Steuer," so bleibt er straffrei.

Macht er die von Dir geschilderte Methode, ändert es an der Steuerhinterziehung von 2005 nichts. die beibt damit jederzeit verfolgbar. Vermutlich würde er eine geringere Strafe wegen seiner Reue und des unzulänglichen Versuchs der Wiedergutmachung bekommen, aber strafbefreiend wäre es nicht.

Kommentar von mig112,

Falscher Beleg ==> Gut und Schön!

Aber GEFÄLSCHTER Beleg könnte neben den steuerrechtlichen Belangen auch den Tatbestand der Urkundenfälschung/Betrug erfüllen. Von der Vortäuschung einer Straftat u. ä. ganz zu schweigen!

Kommentar von wfwbinder,

schon richtig mit der Urkundenfälschung, aber wenn er 2005 korrigiert und zahlt wird man vermutlich nichts machen.

aber nochmal in 2009 was basteln, dann reißen sie ihm den A.... auf bis zum Hals.

Kommentar von holger96,

Was genau soll denn "korrigieren" bedeuten ? So wie oben geschildert einen Brief ans Finanzamt schicken mit einem Scheck ? Dann könnte das Finanzamt den Heinz doch sofort wegen Steuerhinterziehung anklagen, da er ja nun alle Informationen dem Finanzamt geschildert hat.

Wieso zeigen sich die Steuer-CD Sünder dann selbst an, anstatt auch zu sagen: Hoppla, ich habe doch noch Geld in der Schweiz, hier ist ein Scheck über die hinterzogenen Steuern.

Wäre da nicht eine Selbstanzeige von Heinz ebenfalls der bessere Weg ?

Kommentar von Mandrake,

So wie @wfwbinder es oben schilderte, wird es vom Finanzamt als Selbstanzeige gewertet!

Kommentar von wfwbinder,

Wie @Mandrake richtig schriebt, Selbstanzeige ist Selbstanzeige, das Wort braucht darin nciht vorzu kommen.

Das Bekenntnis allein eine Steuervermindernde Tatsache fälschlich behauptet zu haben, ist eine Selbstanzeige.

Antwort von mig112,

Natürlich bekommt er eine Strafe! Vermutlich wegen Urkundenfälschung. Und wenn er für 2009 wieder was "bastelt", dann ist das sogar strafverschärfend!

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