Frage von whateverX, 12

Falschberatung Makler, Geldanalge

Hallo zusammen,

ich habe letztes Jahr über meine Maklerin Geld anlegen lassen. Die Geldanalge erfolgte mittels einer Orderschuldverschreibung. Nach einigen Tagen erhielt ich eine Info von meiner Maklerin, der Vertrag müsste nochmals unterzeichnet werden da sich an den Dokumenten etwas geändert habe. Laut meiner Maklerin habe sich nichts wichtiges geändert. Ich habe meiner Maklerin natürlich vertraut und habe unterzeichnet. Im Endeffekt stellte sich raus, dass sich die Art der Geldanlage komplett verändert hatte. Es handelte sich nicht mehr um eine Orderschuldverschreibung sondern um ein Nachrangdarlehen (was natürlich das Risiko bei Verlust deutlich erhöhte). Es kam wie es kommen musste, das Unternehmen, über das mein Nachdrangdarlehen läuft ging pleite. Kann ich gegen meine Maklerin Schadensersatz wegen Falschberatung geltend machen ? Sie hätte mich doch über den Wechsel der Orderschuldverschreibung in ein Nachrangdarlehen informieren müssen. Vor dem Abschluss des Vertrags zur Orderschuldverschreibung habe ich darüber natürlich Unterlagen erhalten, allerdings nicht nach dem Wechsel zum Nachrangdarlehen.

Danke im Vorraus.

Antwort
von Norchen, 10

Ich denke, Sie haben bei diesem Sachverhalt gute Chancen, dass Ihr Makler wegen Falschberatung haften muss. Vielleicht hilft Ihnen diese Quelle als erste Information weiter: http://ratgeber.immowelt.de/wohnen/recht/tipps-fuer-immobilienmakler/artikel/art...

Antwort
von gandalf94305, 6

Das klingt für mich in der Tat nach einer Falschberatung, denn die Risikoklassifizierung des Instruments hat sich geändert. Insbesondere ist das Problem der Maklerin, daß sie kein Beratungsprotokoll zum neuen Produkt vorweisen kann, in dem klar gesagt wird, daß Dir die relevanten Verlaufsunterlagen für das Nachrangdarlehen vorlagen.

Das wäre ein Gang zu einem Anwalt wert, um in einer Erstberatung die Lage klären zu lassen.

PS: Es heißt "voraus", nicht "vorraus".

Antwort
von cashbrain, 7

Grundsätzlich können Sie den Makler in die Haftung nehmen, wenn dieser Sie über die Risiken des Vertragswechsels sowie den neu abgeschlossenen Vertrag nicht ausreichend aufgeklärt hat. Hinzu kommt, dass es sich bei den beiden Anlageformen um unterschiedliche Risikoklassen handelt. Bei Vertragsabschluss lassen sich Makler normalerweise eine Beratungsbescheinigung ausstellen, daher rate ich Ihnen zunächst mal zu prüfem, ob sich einse solche Bescheinigung in Ihren Unterlagen befindet und was dort konkret festgehalten ist. Weiterhin sollten Sie noch einmal Ihren jetzigen Vertrag und die Informationen dazu prüfen, da Sie sich daraus die Informationen zurechnen lassen müssen, die dort enthalten sind. Wenn sich nach Prüfen aller Unterlagen ergibt, dass Ihnen wesentlich Informationen fehlen oder falsch gegeben wurden, dann sollten Sie erwägen gegen den Makler vorzugehen. In der Regel besitzen Makler eine Berufshaftpflichtversicherung, so dass Sie diesen auf die Falschberatung hinweisen können und um Mitteilung der Haftpflichtversicherung bitten, um mit dieser Ihren Schaden zu regulieren. Vermutlich werden Sie jedoch dann anwaltliche Hilfe benötigen. Ich würde allerdings zunächst einmal eine Erstberatung bei einem Anwalt in Anspruch nehmen um mit diesem den oben geschilderten Sachverhalt mal durchzusprechen.

Antwort
von Amicus, 6

Die Beweislast einer unzureichenden Beratung liegt (leider!) bei Ihnen. Sie sollten in der Tat einen Rechtsanwalt konsultieren, der Ihre Prozeßchancen beurteilen kann. Aber auch dort Vorsicht: Es gibt Anwälte, die raten immer zu einem Gerichtsverfahren, da sie in jedem Falle, egal, ob Sie gewinnen oder verlieren, ihr Honorar verdienen. Das Risiko, das Sie bei (fast jedem) Prozess haben, tragen Sie ganz alleine. Lassen Sie sich die ungefähren Prozeßkosten (Gerichts- und Anwaltskosten) nennen, damit Sie wissen, welches Risiko Sie eingehen. Sonst laufen Sie Gefahr, dem schlechten Geld möglicherweise noch Ihr gutes hinterherzuwerfen.

Wenn Sie den Prozeß gewinnen, trägt die Beraterin die gesamten Kosten. Wenn Sie verlieren, dann Sie. Bei einem Vergleich werden die Kosten anteilig aufgeteilt Wenn die Beraterin zahlungsunfähig (z.B. eidesstattliche Versicherung) ist, müssen Sie auch dann die Kosten tragen, wenn Sie den Prozeß gewonnen haben. Sie können dann zwar späterhin, sollte die Beraterin jemals wieder zu Geld kommen, die Prozeßkosten zurückfordern, aber das ist sehr ungewiß. Ihr Rechtsanwalt wird Ihnen auch diese Problematik erklären und weiß ohnehin viel besser als ich, wie es sich mit den Prozeßkosten verhält. Dies also nur als Hinweis, damit Sie wissen, welche Fragen sie beim Anwalt stellen müssen.

Kommentar von Primus ,

Wie muss man das denn jetzt verstehen?

Du stellst die Frage neu ein um sie selbst zu beantworten?

Erklär mal bitte!!

Kommentar von Amicus ,

Ups! Das habe ich jetzt nicht verstanden. Ich bin ganz neu hier, da muss ich etwas falsch gemacht haben. So war das nicht gedacht. Sorry! :-)

Kommentar von gammoncrack ,

Hier ist alles möglich

Kommentar von Amicus ,

Nein, ich sieze mich (noch) nicht selbst (haha). Ich hoffe, die Unterstellung war scherzhaft gemeint. Ich war mir nicht bewußt, dass ich eine neue Frage gestellt habe. Ich wollte eine schon etwas ältere Frage kommentieren. Kann einem nicht 'mal ein Fehler unterlaufen, wenn man neu ist? Warum ist das so abwegig?

Kommentar von Primus ,

Ist doch kein Problem ;-)) Mich hat halt nur interessiert, warum das Ganze!

Kommentar von Amicus ,

OK. Peace und einen schönen Abend. Ich bin jetzt offline. Man liest sich. :-)

Kommentar von gammoncrack ,

Alles gut!

Kommentar von Primus ,

Gleichfalls!

Antwort
von Niklaus, 3

Ich sehe hier Ansätze der Falschberatung. Gehe zu einem speziellen Anwalt der auf Kapitalanlagerecht spezialisiert ist.

Abgesehen davon kann ich auch nicht verstehen, wie man Orderschuldverschreibungen zeichnen en kann.

Antwort
von Primus, 3

Hast Du die gleichen Probleme wie watheverX, dann halte Dich doch an die gegebenen, noch aktuellen Antworten.

Beantworten sie Dein Problem nicht, stell besser eine neue Frage ein.

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