Frage von montana,

Fahrt mit dem PKW zur Arbeit, welche Strecke kann ich geltend machen?

Wenn ich mit dem Auto zur Arbeit fahre und den für mich schnellsten Weg (Autobahn) wähle, ist dieser kilometermäßig weiter als der normale. Kann ich in meiner Steuererklärung den weiteren Weg ansetzen (ich spare ca. 20 min.) oder nur den kürzeren, zeitlich für mich aber ungünstigeren?

Hilfreichste Antwort von phone,

bei steuertipps hab ich davon gelesen, daß hierzu noch ein Urteil aussteht, ich zitiere:

Nicht immer ist die kürzeste Strecke auch die schnellste. Grundsätzlich darf daher bei den Werbungskosten auch eine längere, aber verkehrsgünstigere Strecke angegeben werden. Aber darf auch eine fiktive Strecke berücksichtigt werden, wenn sie Zeit spart? Diese Frage soll der BFH beantworten.

Antwort von josefarmer,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Da diese Auskünfte ausschliesslich durch die steuerlich berateneden Berufe zu geben ist, gebe ich hier nur´meine persönlich Sichtweise zur Kenntnis!

Das sollte kein Problem sein, einfach die schnellste Strecke mit einem Routenplaner ausrechnen lassen und den Ausdruck sichern. Bei der Erklärung diese ausgewiesene Strecke =km?? angeben und mit der Kilometerpauschale berechnen. Sollte hier eine Nachfrage kommen, so ist dieses eben zu begründen .. wie z.bps. Stauumgehung, sicherer und schnellster Weg zur Arbeitsstelle, Kostenmehraufwand durch Staufahren ect.

So auch die Routenberechnungen als Nachweis beifügen.

Kommentar von Charli,

Du fährst zu deiner Arbeitsstelle und gibst die einfache Entfernung an, den Rest prüft das Finanzamt. Einfacher gehts nimmer.

Antwort von Charli,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Gib einfach den Wert der besten Erreichbarkeit zu deinem Arbeitgeber ein und notiere dir vorsichtshalber , warum du diese Strecke fährst. Bei der Steuererklärung gibst du dann die einfache Entfernung mit dem höheren KM-Wert an x Anzahl deiner Arbeitstage. Abwarten bis zum Erhalt des Jahressteuerausgleiches. Hat das FA dies so anerkannt, ist alles i.O. Wenn nicht, sofort Einspruch einlegen mit der entsprechenden Begründung. Hier gilt nämlich: Grundsätzlich ist der kürzeste Weg zu nutzen. Eine längere Strecke wird nur akzeptiert, wenn sie verkehrstechnisch günstiger ist wie zum Beispiel eine Umgehungsstraße, bei der man dem Stau im Zentrum entgeht.

Siehe Quelle: http://www.helpster.de/fahrtkostenpauschale-in-der-steuererklaerung-richtig-ange...

Antwort von obelix,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

der schnellere Weg ist auch dem Finanzamt bekannt. Diesen angeben und ggf. dem Finanzamt die Gründe bekannt geben.

Antwort von EnnoBecker,

Du kannst auch die Autobahn ansetzen. Grund ist nicht das Wohlwollen des Finanzamts, sondern die gesetzliche Bestimmung in § 9 (1) Nr 4 Satz EStG:

Für die Bestimmung der Entfernung ist die kürzeste Straßenverbindung zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte maßgebend; eine andere als die kürzeste Straßenverbindung kann zugrunde gelegt werden, wenn diese offensichtlich verkehrsgünstiger ist und vom Arbeitnehmer regelmäßig für die Wege zwischen Wohnung und regelmäßiger Arbeitsstätte benutzt wird.

Antwort von Rentenfrau,

Du kannst den kürzesten Weg zur Arbeit angeben, aber auch den längeren Weg, wenn dieser verkehrsgünstiger oder auch schnell ist, das Finanzamt ist hierbei nicht so kritisch, hab ich mir sagen lassen.

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