Frage von Privatier59, 3

Ewiges Leben dank Datenbank?

Eben kam Post für meinen Vater. Ihm wurden Kreuzfahrten angeboten mit dem Slogan: "Nehmen Sie Kurs auf ein echtes Abenteuer!" Irgendwie ist das schon zutreffend. Der Mann ist nämlich vor 25 Jahren verstorben.

Werden solche Datenbanken eigentlich nicht gepflegt? Das wird ja kein Einzelfall sein. Die Anbieter bezahlen offenbar Geld für Datenmüll und werfen weiteres Geld heraus für Werbung die ihren Empfänger nie erreichen kann.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von EnnoBecker, 1

Datenmüll ist in der heutigen Zeit ein sich ausweitendes Problem, deshalb gibt es bereits Vorträge und Wasweißichalles zum Thema Datenvermeidung.

Es funktioniert im Großen wie im Kleinen:

Du kaufst einen neuen Rechner und willst die Daten vom alten drauf haben. Was machst du? Du sicherst die Daten auf einer externen Festplatte und spielst sie am neuen Rechner ein. So bleibt der Zustand. Der alte Rechner ist noch zu schade zum Wegschmeißen und die Festplatte löschen wir vorsichtshalber auch noch nicht.

Die Daten auf dem neuen Rechner werden weiterentwickelt und auf dem alten Rechner verabschieden sich die Daten teilweise. Jetzt hast du drei Datenbestände, die sich jeweils voneinander unterscheiden.

Dann geht der neue Rechner kaputt und du freust dich, weil du ja zum Glück noch die auf der Festplatte hast.

Das ist dann der Zeitpunkt, wo der Brief an die falsche Adresse geht.

Erschwerend kommt bei Unternehmen noch hinzu, dass alles revisionssicher sein muss. Das heißt, dass Veränderungen im Bestand dokumentiert werden. Alte Daten werden nicht etwa gelöscht. Zieht einer dreimal um, so gibt es zur selben Person vier Adressen.

Und wenn dann mal eine alte Sicherung eingespielt wird oder der Sachbearbeiter zu doof ist, mit den Daten umzugehen...

Kommentar von Privatier59 ,

Dem Krawattenmann des Jahres den Stern.

Übrigens: Ich trage auch Krawatte. Nur sieht man die auf dem Pelz so schlecht. Hätte doch besser nicht die mit dem Leopardenmuster nehmen sollen.

Kommentar von EnnoBecker ,

So einen Halsabschnürer hab ich jetzt bestimmt schon zwei Jahre nicht mehr angehabt.

Antwort
von hildefeuer,

Na und mein Vater hat auch weitere 5 Jahre nach dem Tot noch Rechnungen der Telekom bekommen. Eine Bekannte musste für eine Versorgung mit DSL nachweisen das sie vor 19 Jahren geheiratet hat und nun einen anderen Nachnamen hat. Der Perso mit Mädchennamen drin hat der Telekom nicht gereicht. Sie muste nach Hause fahren und die Heiratsurkunde aus dem Schrank holen.....

Antwort
von wfwbinder,

Das ist eine Frage des Preises.

Man kann Datenbestände kaufen, die gepflegt sind, sehr viele Daten enthalten und mit denen gezielte Werbung möglich ist. Das ist teuer.

Und es gibt einfach Datensätze, die z. B. nicht gepflegt sind, und weniger Angaben enthalten und die sind dann entsprechend billiger.

Allerdings 25 Jahre, das war 9189, da wurden ja noch nicht so viele Daten erhoben wie heute. Man arbeitete noch mit Telefonbüchern.

Kommentar von EnnoBecker ,
Allerdings 25 Jahre, das war 9189

Kann ich mir deine Zeitmaschine ausleihen?

:-))))

Kommentar von blnsteglitz ,

die hätte ich auch gerne.......

;-)

Kommentar von wfwbinder ,

da war der Finger der rechten Hand mal wieder schneller als der der linken.

Gemeint war 1989. Aber man könnte sich ja einfrieren lassen, wie es mal in einem Witz über Ronald Reagan und Andropow hieß.

Nach 200 Jahren ließen sie sich auftauen und holten sich jeder eine Zeitung.

Andropow fing an zu lachen, Ronald, sieh hier, die USA sind sozialistisch. Ronald Reagan klopft sich vor lachen auf die Schenkel und sagt, "Hier Juri, es gab Ärger an der deutsch-chinesischen Grenze."

Aber Zeitmaschine ist problematisch.

Geht es in die Zukunft würden wir uns vermutlich nicht zurecht finden.

Ginge es in die Vergangenheit würde man uns, zumindest im Mittelalter, als Hexer verbrennen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Gemeint war 1989.

Sag bloß.

Ginge es in die Vergangenheit würde man uns, zumindest im Mittelalter, als Hexer verbrennen.

Darüber habe ich mir auch schon mal Gesanken gemacht. Was unterscheidet einen anerkannten Wissenschaftler oder Gelehrten des Mittelalters von einem Häretiker oder Hexenmeister? Doch nur der Zufall und/oder Denunziation, oder?

Kommentar von wfwbinder ,

vermutlich ja. Vorallem, weil man damals Leuten, die vom Stein der Weisen fabulierten glaubte, aber Leute, die einfach die Natur gut beobachtet hatten, dann vor die Inquisition schleppte.

Antwort
von freelance,

ich kenne viele Firmen, die genau dieses Thema nicht im Griff haben. Aber genau diese Firmen haben entweder zuviel Geld oder sie gibt es nicht mehr lange.

Oft werden bei solchen Aktionen Daten gekauft und damit ist die Qualität der Daten ein Problem des Datenlieferanten. Und der Versender geht in die Masse und prüft nicht weiter.

Solche Fehler jedoch wie in der Frage genannt halte ich doch für eine Ausnahme. Das ist schon eine ganz üble Datenqualität.

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