Frage von Rentenfrau,

Evtl. muß ich f. Mutter Unterhalt zahlen , sie braucht Pflege, Rente reicht nicht, spar ich Steuern?

Es könnte sein, daß ich bald für meine Mutter Unterhalt zahlen muß, sie braucht immer mehr Pflege und ihre Rente (sie hat mit Witwenrente ca. 800 Euro) reicht für ihre Pflegekosten nicht. Nun frag ich mich, ob ich durch die Unterhaltszahlung zumindest Steuern sparen könnte? Wer hat hier Ahnung. Und wie muß das laufen, ist es ist Ordnung, wenn ich die Zahlung direkt an meine Mutter zahle? Freu mich auf Rat auf Euch, Danke.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von aschinger,

Das hab ich für Dich gefunden:

Sobald Angehörige jedoch einen finanziellen Zuschuss zu Pflegeaufwendungen leisten, sieht die Sache anders aus. Grund: Solche Pflegeleistungen sind nach § 33 EStG begünstigt, für die es nicht auf die eigenen Einkünfte und Bezüge des Pflegebedürftigen ankommt. Wichtig ist also, dass Sie für solche Unterstützungszahlungen für Pflegekosten von Angehörigen nicht die Steuervergünstigung nach § 33a EStG, sondern die nach § 33 Abs.1 EStG beantragen

Mehr hierzu bei: http://www.finanztip.de/recht/steuerrecht/f9913.htm#ixzz2O9atAHyL

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtige Begründung.

Kommentar von meyerhofer ,

bis zur Anwendung dierser beiden §§ ist es noch weit hin und sie muß dann, wenn es soweit ist, bei den Behörden und beim Finanzamt jede Menge Fragen beantworten und Unterlagen beibringen.

Vorher muss die Fragestellerin erstmal hier genaue Angaben machen damit man ihr helfen kann. Mit dem was sie bisher geschildert hat, kann sie gar nichts absetzen.

Antwort
von meyerhofer,

du musst festellen, was die Pflege kostet (zuhause oder im Heim) - mit Pflegestufe oder ohne - vieleicht kannst du nähere Angaben nachliefern - Gehen wir mal von Heimkosten von 2700,-- aus. Dann muss die komplette Rente und das Pflegegeld herangezogen werden. Zusätzlich ist aber das gesamte Vermögen Deiner Mutter (Sparkonten, Immobilien usw. ) aufzubrauchen .(Schonvermögen 2700.--) Dann ist Antrag beim Sozialamt zu stellen, welches die Restkosten übernimmt, wenn Du nicht in der Lage bist, beizusteuern. Du selbst hast einen großen Selbstbehalt , bevor du zahlen mußt.Der Elternunterhalt ist großzügig bemessen, du brauchst dich nicht krummzulegen. (Freigrenze für Dich inzwischen netto 1600,- lt neuestem Urteil. Falls du verheiratet bis ca. 2800,--)

Bleibst du darunter, zahlt das Sozialamt, vorausgesetzt dass Pflegebedürftigkeit festgestellt ist. Wenn du dann vom Sozialamt herangezogen wirst auch zu zahlen, ist das steuerlich nach bestimmten Zumutsbargrenzen absetzbar.

Kommentar von Rentenfrau ,

Danke für den Ausblick, noch ist es nicht so weit, Pflegestufeantrag läuft. Und es sind mehrere Kinder, Immobilien wurden vor 8 Jahren überschrieben, ich denke es ist dann kompliziert, ich melde mich wieder, wenn ich mehr weiß.

Antwort
von wolfi0410,

Erstmal muß die Pflegebedürftigkeit Deiner Mutter festgestellt werden. Dazu stellt sie (ihr) bei der Krankenkasse einen Antrag auf Einstufung in die Pflegeversicherung. Dieser Antrag wird erfahrungsgemäss beim ersten Mal abgelehnt, also Widerspruch erheben (Werdegang wird im Ablehnungsbescheid erklärt), evtl. Klage vor dem Sozialgericht.

Reicht dieses Geld nicht aus oder der Antrag wird entgültig abgelehnt brauchst Du von anderer Stelle, evtl. auch Hausarzt eine Bestätigung.

Und nun zum Kern der Sache: Ja Deine Kosten in jeder Form zur Unterstützung/Pflege machst Du auf Seite 3 des Hauptvordrucks der Steuererklärung geltend

Kommentar von Rentenfrau ,

Danke wolfi0410, der Antrag auf Pflegestufe ist gestellt, noch nicht entschieden.

Antwort
von imager761,

Natürlich mindern deine nachweislichen Unterhaltszahlungen an bedürftige Personen (Überweisungsbelege "Elternunterhalt Mia Müller") deine Steuerlast: S. 3 Hauptvordruck, Anlage Unterhalt: https://www.formulare-bfinv.de/ffw/form/display.do?%24context=0

G imager761

Kommentar von EnnoBecker ,

So natürlich ist das gar nicht. Weitere Voraussetzung ist nämlich, dass die unterhaltene Person höchstens geringe Einkommen oder Bezüge hat, und mit gering sind hier 624 Euro gemeint. Im Jahr.

Und bereits daran dürfte es hier wohl scheitern: "sie hat mit Witwenrente ca. 800 Euro" Das wird wohl monatlich gemeint sein.

Kommentar von Finanzwirt ,

Stimme ich zu, wollte ungefähr so antworten.

Kommentar von meyerhofer ,

@ Enno

624 im Jahr ???? -das wären 52,-- im Monat !!! Hast du dich vertippt ?

Kommentar von EnnoBecker ,

§ 33a (1) Satz 5: "Hat die unterhaltene Person andere Einkünfte oder Bezüge, so vermindert sich die Summe der nach Satz 1 und Satz 2 ermittelten Beträge um den Betrag, um den diese Einkünfte und Bezüge den Betrag von 624 Euro im Kalenderjahr übersteigen"

Im Klartext bedeutet das aber dennoch etwas anderes, denn ich hab beim Schreiben geschludert.

Meine abzugsfähigen Bezüge (maximal 8.004 Euro) muss ich um den Betrag kürzen, den die unterhaltene Person mehr hat als 624 Euro im Jahr.

Beispiel:
Ich wende 10.000 auf, der Höchstbetrag ist aber 8.004.

Die unterhaltene Person hat 2.000 im Jahr. Das sind 1.376 mehr als 624.

Diese 1.376 muss ich jetzt von meinen 8.004 abziehen. Ich kann also 6.628 abziehen.

Kommentar von meyerhofer ,

na also- bezogen auf die Fragestellerin, deren Mutter in Jahr 9600,- Rente hat -da bleibt so gut wie nichts übrig zum abziehen, also muss sie warten, ob sie später Elternunterhalt leisten muss und kann dann wieder in die Überlegungen der Steuerersparnis eintreten.

Kommentar von EnnoBecker ,

Wie passt das jetzt zu deiner obigen Antwort

bis zur Anwendung dierser beiden §§ ist es noch weit hin

...wo ich noch immer am Überlegen bin, ob das eine kompetente Antwort ist oder nicht?

Kommentar von meyerhofer ,

Na Enno , es ist sogar noch weiter bis dahin als ich dachte !! Das Finanzamt ist in weiter Ferne-

Ergänzungstexte der Fragestellerin: Hallo meyerhofer, es ist eben so, daß noch alles in der Schwebe ist, tut mir leid, die Pflegestufe ist beantragt, noch nicht entschieden. Und noch kann sich meine Mutter einigermaßen allein versorgen, mit Hilfe der Kinder, die nebenan wohnen, aber es wird schwieriger, daher wollte ich einfach vorab wissen, wie das mit Unterhalt und Steuern läuft Danke für den Ausblick, noch ist es nicht so weit, Pflegestufeantrag läuft. Und es sind mehrere Kinder, Immobilien wurden vor 8 Jahren überschrieben, ich denke es ist dann kompliziert, ich melde mich wieder, wenn ich mehr weiß.

Kommentar von Rentenfrau ,

Danke EnnoBecker, das schein recht kompliziert zu sein...sie hat ca. 800 Euro im Monat mit eigener Rente und Witwenrente, dann ist schon Schluß mit "was absetzen"? Auch wenn sie eine Pflegestufe bekäme? Sorry, ich kapier das nicht so recht, bin keine Steuerprofi, aber Du...

Antwort
von meyerhofer,

**EnnoBeckerEnnoBecker|23.03.2013 - 8:56

Wie passt das jetzt zu deiner obigen Antwort “

bis zur Anwendung dierser beiden §§ ist es noch weit hin ” ...wo ich noch immer am Überlegen bin, ob das eine kompetente Antwort ist oder nicht? [ Kommentar hinzufügen ] [ Kommentar beanstanden ] [ 0 ] .

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Kommentar von meyerhofer|vor einer Minute

****Na Enno , es ist sogar noch weiter bis dahin als ich dachte !! Das Finanzamt ist in weiter Ferne-

Ergänzungstexte der Fragestellerin: Hallo meyerhofer, es ist eben so, daß noch alles in der Schwebe ist, tut mir leid, die Pflegestufe ist beantragt, noch nicht entschieden. Und noch kann sich meine Mutter einigermaßen allein versorgen, mit Hilfe der Kinder, die nebenan wohnen, aber es wird schwieriger, daher wollte ich einfach vorab wissen, wie das mit Unterhalt und Steuern läuft Danke für den Ausblick, noch ist es nicht so weit, Pflegestufeantrag läuft. Und es sind mehrere Kinder, Immobilien wurden vor 8 Jahren überschrieben, ich denke es ist dann kompliziert, ich melde mich wieder, wenn ich mehr weiß.

Antwort
von meyerhofer,

die Fragestellerin könnte sich auch ruhig mal wieder melden und ein paar Einzelheiten preisgeben

es ist nicht hilfreich **.....es könnte sein .. * ***** und und und ...

Kommentar von Rentenfrau ,

Hallo meyerhofer, es ist eben so, daß noch alles in der Schwebe ist, tut mir leid, die Pflegestufe ist beantragt, noch nicht entschieden. Und noch kann sich meine Mutter einigermaßen allein versorgen, mit Hilfe der Kinder, die nebenan wohnen, aber es wird schwieriger, daher wollte ich einfach vorab wissen, wie das mit Unterhalt und Steuern läuft.

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