Frage von HilfeHilfe, 460

EU Rente und Riester

Hallo

Familienmitglied ist 59 und hat 50 % Eu-Rente bekommen.

Er hat auch privat vorgesorgt. Was passiert mit dem Riester, kann er in einem solchen Fall auch eher zur auszahlung kommen oder ist die Altersrente entscheident ?

Danke

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von hubkon, 288

Hallo HilfeHilfe,

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EU Rente und Riester<

Antwort:

Vorneweg:

In der gesetzlichen Rentenversicherung gibt es seit 1.1.2001 eine teilweise und eine volle Erwerbsminderungsrente!

Die teilweise Erwerbsminderungsrente entspricht der Hälfte der vollen Erwerbsminderungsrente!

Somit ist davon auszugehen, daß Sie mit 50 % Eu-Rente die teilweise Erwerbsminderungsrente meinen!

Siehe hierzu z.B. unter folgendem Link:

http://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente/rentner-pensionaere/riester-foerd...

Auszug:

Riester-Förderung auch bei Erwerbsminderung

08.10.2008 -

Knapp 1,6 Millionen Menschen erhalten eine Rente wegen voller Erwerbsminderung.

Die Betroffenen können nun erstmals eine staatlich geförderte Altersvorsorge à la Riester abschließen.

Wer wegen einer schweren Erkrankung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden muss, kann eine Erwerbsminderungsrente erhalten, die bis zum Beginn seiner Altersrente läuft. Die Erwerbsminderungsrenten sind allerdings recht niedrig: Männer in Westdeutschland bekommen derzeit im Schnitt 801 Euro und in Ostdeutschland 702 Euro. Erwerbsminderungsrentnerinnen im Westen beziehen durchschnittlich nur 659 Euro und im Osten mit 672 Euro ein wenig mehr.

Obwohl gerade die gesundheitlich Angeschlagenen auf eine zusätzliche private Altersvorsorge besonders angewiesen sind, konnten sie bislang aber keinen Riester-Vertrag abschließen. Hier hat der Gesetzgeber jetzt mit dem Eigenheimrentengesetz nachgebessert. Es ist am 1.8.2008 in Kraft getreten und gilt rückwirkend ab dem 1.1.2008 – und gibt den Betroffenen nun die Möglichkeit, einen bereits bestehenden Riester-Vertrag fortzuführen oder einen neuen Vertrag abzuschließen.

Anspruch nur bei Vollrente

Wichtig ist allerdings:

Die Möglichkeit der Riester-Förderung besteht nur für diejenigen, die eine Rente wegen voller Erwerbsminderung beziehen. Das betrifft Personen, die höchstens drei Stunden pro Tag erwerbstätig sein können. Voraussetzung ist weiter, dass die Betroffenen unmittelbar vor ihrem Rentenbezug zum Riester-berechtigten Personenkreis gehörten – also beispielsweise durch ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis, über den Bezug von Krankengeld oder Arbeitslosengeld I oder II pflichtversichert waren.

Wer eine Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung erhält (Restarbeitsfähigkeit drei bis sechs Stunden täglich),

hat allerdings nach wie vor keinen Anspruch auf die staatliche Vorsorgeförderung.

Ausnahme:

Wenn die Betroffenen – was im Grundsatz möglich ist – neben der Rente eine sozialversicherte Beschäftigung ausüben, sind sie über den Job Riester-berechtigt.

Vorsorgetipp

Genau wie alle anderen Riester-Sparer erhalten Erwerbsminderungsrentner die volle staatliche Förderung nur dann, wenn sie selbst einen Mindesteigenbeitrag auf ihren Riester-Vertrag einzahlen.

Eingezahlt werden müssen vier Prozent des rentenversicherungspflichtigen Einkommens aus dem Vorjahr abzüglich der staatlichen Zulagen.

Beispiel:

Hans Musterfall bezieht eine Rente wegen voller Erwerbsminderung und erhielt dafür im letzten Jahr insgesamt Bezüge in Höhe von 10.000 Euro. Vier Prozent hiervon sind 400 Euro. Hiervon werden die Grundzulage und mögliche Kinderzulagen (nur für diejenigen, die für ihren Nachwuchs noch Kindergeld beziehen) abgezogen. Herr Musterfall ist kinderlos, bei ihm wird deshalb nur die staatliche Grundzulage in Höhe von 154 Euro in Abzug gebracht. Damit bleibt für ihn ein Mindesteigenbeitrag von 246 Euro. So viel muss er selbst auf seinen Riester-Vertrag einzahlen, um die Zulage von 154 Euro jährlich zu erhalten. Bei denjenigen, die im letzten Jahr noch sozialversicherungspflichtig beschäftigt waren, werden auch die Einkünfte hieraus in die skizzierte Rechnung einbezogen.

Fazit:

Jeder Einzelfall ist anders!

Vereinbaren Sie am Besten mit Ihrer zuständigen Rentenanstalt vor Ort einen Beratungstermin und lassen Sie sich gründlich und verbindlich beraten!

Verbindlich heißt:

Das Ergebnis der Beratung in einem schriftlichen Bescheid bestätigen lassen, denn nur dann sind Sie auf der sicheren Seite!

Familienmitglied ist 59 und hat 50 % Eu-Rente bekommen. Er hat auch privat vorgesorgt. Was passiert mit dem Riester, kann er in einem solchen Fall auch eher zur auszahlung kommen oder ist die Altersrente entscheident ?<

Antwort:

Siehe hierzu z.B. unter folgedendem Link:

google>>riesterförderung.net/riester-auszahlung/

Auszug:

Grundsätzlich wird die Riester Rente mit Beginn der Rentenphase lebenslang in monatlichen Beträgen ausgezahlt. Optional haben Sie die Möglichkeit, sich mit dem Eintritt in das Rentenalter das angesparte Guthaben anteilig in einer Summe auszahlen zu lassen. Hier gelten maximal 30 Prozent, um den Anspruch auf die Riester Förderung nicht rückwirkend zu verlieren.

Bitte unter obigem Link weiterlesen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Antwort
von Kevin1905, 200

Ein Rentenbeginn eines Riestervertrages vor dem vollendeten 60. Lebensjahr (62. wenn Vertrag nach dem 31.12.2011 abgeschlossen) ist nicht möglich.

Wenn es keine Berufsunfähigkeitsbeitragsbefreiung als Zusatzversicherung bzw. eine Erwerbsminderungszusatzversicherung im Riester-Vertrag gibt, ist der Status-EM belanglos.

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