Frage von AllesWuschelt77, 40

Eu Rente und Grundsicherungserhalt in einer Beziehung?

Hallo !! Ich bin alleinerziehende Mutter einer 14 jährigen Tochter und bin vor kurzem umgezogen.Da ich seit 2014 unbefristet EU Rente beziehe und mein Lebensgefährte nun nzum 1.3.17 auch mit einziehen möchte in meine neue Wohnung,haben wir dahingehend eine Frage,und hoffen das uns hier wer helfen kann. Da ich EU Rente beziehe und mein Lebensgefährte Grundsicherung vom Sozialamt bezieht,haben wir uns gestern auf dem hießigen So.Amt ausrechnen lassen,was uns dann ab dem 1.3.17 an Leistungen zusteht,leider handelt es sich bei mir auch noch um eine Halbwaisenrente und einer Witwenrente meines verstorbenen Ehemannes anbei sodass nur ein Differenzbetrag von 0,50 Cent besteht,und wir dann Wohngeld beantragen sollten ,wenn mein Partner zu mir zieht von NRW nach Hessen. Heisst das im Umkehrschluss nun,das mein Partner dann auch keine Grundsicherung mehr erhält,und Ich für Ihn mit aufkommen muss,und was ist dann mit seiner Krankenversicherung?

Antwort
von cyracus, 9

Wie hier schon andere schreiben: Deine Angaben sind zu mager. - Hier hast Du einen

Sozialhilfe Rechner
http://www.geldsparen.de/sozialhilfe-rechner/

sowie einen

Wohngeld Rechner
http://www.geldsparen.de/wohngeld-rechner/

Vielfach wird empfohlen, in solch Fällen ein Untermietverhältnis zu vereinbaren (dazu muss der Vermieter zustimmen). - Weil Ihr aber nun schon beim Sozialamt ward und kundgetan hattet, dass Ihr als Paar zusammenziehen wollt, würde es unglaubwürdig rüberkommen, würdet Ihr nun behaupten, kein Paar zu sein, sondern Freunde, die nur zusammen in einer Wohnung wohnen wollen.

.

Bei weiterem Beratungsbedarf empfehle ich eine Sozialberatung. Google dazu mit
sozialberatung
und füge Deinen Wohnort hinzu (oder den nächstgrößeren, falls er klein ist).
Dir werden so (behördenunabhängige) Beratungsstellen gezeigt wie die
Diakonie / Diakonisches Werk, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
oder die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Vereinbare dort einen Beratungstermin.

.

Vorsorglich diese Hinweise von mir, die ich Arbeitslosen und anderen
Grundsicherungsbeziehern reingebe - Du wirst leicht erkennen, was auf
Deine Situation zutrifft:

Umgang mit Sozialbehörden

Mit dem Amt nichts telefonisch klären (das kann man später nie beweisen).
Alles schriftlich machen. Am besten Schreiben, Belege und Anträge
persönlich abgeben. - Den Erhalt des Schreibens lässt man sich auf
einem mitgebrachten Doppel mit Stempel, Datum und Unterschrift
bestätigen. (Dies verlangt man mit ruhigem, freundlichem Ton und reicht
das Schreiben rüber, „und hier brauche ich noch Stempel mit Datum
und Unterschrift“
).

Wenn man nur etwas abgeben will, dann wie üblich ein Schreiben
aufsetzen, in dem erklärt wird, was "als Anlage" überreicht wird (sind es
mehrere Anlagen, diese mit Nummern versehen aufzählen). - Wiederum
dieses Anschreiben auf einem mitgebrachten Doppel mit Stempel und
Unterschrift bestätigen lassen.

Diese Bestätigungen sind Gold wert, sie sind mehr wert als ein
Einschreibebeleg (mit dem ja nur der Eingang eines Umschlags bestätigt
wird).

Mit einer solchen Bestätigung kann von Seiten der Behörde nicht
behauptet werden, Schreiben und Belege seien nicht eingegangen. Und
wenn doch, eine Fotokopie von deren Bestätigung vorlegen (das Original
unbedingt wie eine Kostbarkeit hüten)
. - Nicht (oder angeblich nicht)
abgegebene Unterlagen kann als Verstoß gegen die Mitwirkungspflicht
gedeutet werden, was zu Sanktionen führen kann = Kürzung von Geld. -
Und: Werden so die Unterlagen / Belege abgegeben, wird erfahrungsgemäß
allgemein die Sache zügiger bearbeitet.

Falls Du meinst, ich würde übertreiben, google mit
jobcenter unterlagen verloren
und lies auch dies:
Hartz IV: Verschwundene Unterlagen mit System?
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-verschwundene-unterla...

.

Im Gespräch mit den Mitarbeitern immer korrekt und konzentriert sein.
Wenn die Mitarbeiter freundlich und zugewandt sind: Auch Infos im
Vertrauen
landen in der Akte und können später gegen den „Kunden“
(wie es vollmundig bei Sozialbehörden heißt) verwendet werden.

.

Oft ist es ratsam, zum Amt einen Beistand als Begleitung mitzunehmen.
Dieser muss nur zuhören und kann dabei Protokoll führen, oder hinterher
macht man gemeinsam ein Erinnerungsprotokoll. Der Beistand kann aber
auch für Dich Erklärungen abgeben, dazu § 13, Absatz 4 SGB X (google
mit 13 sgb 10):

     (4) Ein Beteiligter kann zu Verhandlungen und Besprechungen mit
           einem Beistand erscheinen. Das von dem Beistand Vorgetragene
           gilt als von dem Beteiligten vorgebracht, soweit dieser nicht
           unverzüglich widerspricht.

Für einen ehrenamtlichen Behördenbegleiter = Beistand google jeweils mit
Deinem Wohnort (oder dem nächstgrößeren, wenn Deiner klein ist) mit

     Ämterlotsen
     Behördenlotsen
     Behördenbegleiter
     Wir gehen mit org

Diese Ämterbegleiter sind wertvolle Hilfen und notfalls auch Zeugen, und
(die meisten? alle?) haben für diesen ehrenamtlichen Dienst eine kleine
Ausbildung genossen und kennen sich bestenfalls mit den Gesetzen aus.
(Sag beim Amt niemals, Du hättest einen Zeugen dabei! Zeugen dürfen
des Raumes verwiesen werden - Beistände dagegen nicht, auf die hast
Du ein Recht.)

Lebst Du in einer Bedarfsgemeinschaft (oder Haushaltsgemeinschaft):
Andere Mitglieder solch einer Gemeinschaft können für Dich kein Beistand
sein, denn sie sind nicht neutral, sondern automatisch selbst Betroffene.

Google mit

legitimation eines beistands pdf (die Wörter genau so)

und lade Dir die Datei vom elo-forum runter. Darin erfährst Du die
gesetzliche Grundlage für Beistände und dass jeder Bürger ein Recht
darauf hat, sich bei Behördengängen von einem Beistand begleiten zu
lassen.

In der Info erfährst Du unter anderem, dass wenn Dein Beistand für Dich
etwas sagt, und Du widersprichst nicht, gilt es so, als hättest Du selbst es
gesagt.

Wenn Ihr bei einer Sozialberatung seid, fragt dort, ob dort Beistände /
Ämterlotsen / Behördenbegleiter ehrenamtlich Dienst machen. In Hamburg
z.B. bietet die Diakonie Begleitung durch Ämterlotsen an.

Antwort
von wfwbinder, 20

Das kann man als Aussenstehender mit den Angaben nicht sagen. 

Zum Überprüfen fehlen alle Angaben, von der Miete, der Höhe der Renten usw.

Ein Jahr lang seid ihr ggf. keine Bedarfsgemeinschaft, sondern teilt Euch nur die Miete.

Antwort
von Gaenseliesel, 18

Hallo,

ohne die konkreten Einkommen ( deine) zu kennen , würde ich behaupten, durch getrennte Haushalte würdet ihr euch finanziell ( nach dem einen Jahr zusammen leben  auf Probe ) allemal besser stehen. 

Kommentar von cyracus ,

Richtig - zwei Wohnungen in der Nähe, bestenfalls sogar im selben Mietshaus. Sich gegenseitig besuchen ist ja kein Problem, und auch wer mit wem wann das Bett teilt, geht niemanden etwas an. - Hier dazu ein Bericht von gegen-hartz.de mit Urteil:

Hartz IV: Nicht eheähnlich bei zwei Wohnungen
http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/hartz-iv-nicht-eheaehnlich-bei...

@AllesWuschelt77, hier geht es zwar um Sozialhilfe gemäß SGB II (= Arbeitslosengeld II / Hartz IV), das ist aber auf Sozialtransfer gemäß SGB XII (wie in Eurem Fall) übertragbar.

Kommentar von Gaenseliesel ,

grins... diese Gedanken im ersten Absatz hatte ich auch !!!  ;-)))

Kommentar von cyracus ,

... für unsere Sammlung und auch für @AllesWuschelt77 hier eine zweite Entscheidung dazu:

Bedarfsgemeinschaft nur bei gemeinsamem Haushalt

http://www.gegen-hartz.de/nachrichtenueberhartziv/bedarfsgemeinschaft-nur-bei-ge...

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