Frage von hausfrau70, 24

ETF gegen aktive Fonds ?!? - Welche Variante ist langfristig besser geeignet?

Aufgrund des folgenden Tipps aus einer heutigen Frage habe ich mir die Arbeit gemacht das Verfahren bzw. die Strategie des Tipps mit einer eigenen Fondsauswahl in den Vergleich zum ETF Portfolio zu setzen.

Hier der Tipp auf welchen sich diese Frage bezieht: https://www.finanzfrage.net/tipp/was-aktien-investments-im-1-halbjahr-2014-erbra...

Hier meine Variante:

Ich habe das ganze jetzt auch mal durchgespielt:

Angenommene Portfolio-Aufteilung:

a) 40% Globale Aktien

b) 20% Deutschland

c) 20% Europa

d) 20% Emerging Markets

Instant XRay laut Morningstar: Ergebnis mit ETF:**

3 Monate 1,59

6 Monate 7,32

1 Jahr 9,41

3 Jahre p.a. 15,43

5 Jahre p.a. 11,83

lfdJ. 8,96

Ergebnis mit ausgewählten Fonds:**

a.) 40% Robeco BP Global Premium Eqs 1

b.) 20% DWS Deutschland

c.) 20% Invesco Pan Eurp Structured Eq A

d.) 20% Comgest Growth Emerging Mkts EUR Dist

3 Monate 4,23

6 Monate 9,47

1 Jahr 13,45

3 Jahre p.a. 17,46

5 Jahre p.a. 14,66

lfdJ. 10,10

Der Sieger des jeweiligen Zeitraumes ist FETT dargestellt. Ich würde also behaupten, dass wenn man die richtige Fondsauswahl trifft und dann noch etwas Kosten sparen kann mit aktiven Fonds die deutlicheren Vorteile genießt. Zusätzlich können Fonds bei Abwärtsbewegungen noch gegensteuern. Ein ETF ist dem freien Fall chancenlos ausgesetzt.

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von gandalf94305, Community-Experte für Fonds, 24

Gute Fondsmanager können Risiken begrenzen und an Aufwärtsbewegungen partizipieren. Sie können insbesondere problematische Bereiche aus dem Portfolio entfernen, untergewichten oder umschichten. ETFs dürfen das nicht, da sie sich an eine klare Strategie halten müssen. Natürlich haben die auf Basis einer Marktkapitalisierung oder modifizierten Kriterien auch einen langfristigen Aufwärtstrend und die ETFs kosten letztendlich nicht viel, aber die Vorteile aktiv verwalteter Fonds überwiegen vor allem dann, wenn Anleger nicht ihre Portfolios ständig beobachten und auf Marktturbulenzen kurzfristig reagieren können.

Ich selbst verwende ETFs für Segmente, mit denen ich mich momentan nicht intensiv befassen kann oder für die einfach eine Basis-Indexperformance als Beimischung sinnvoll ist. Alle meine ETF-Positionen sind jedoch nach unten abgesichert und damit ist das Risiko gering gehalten. ETFs erfordern ein sehr aktives Management eines Portfolios.

Antwort
von LittleArrow, 19
Ein ETF ist dem freien Fall chancenlos ausgesetzt.

Es sei denn, man schaltet sein Hirn ein.

Niemand verlangt von Dir, dass Du ETFs kaufst und deren weitere Entwicklung unbeobachtet läßt.

Ein ETF ist übrigens keine "binäre Option", die verfallen kann, und daher gibt es keinen freien Fall, sondern die Abbildung des zugrunde liegendes Index (meistens 1:1).

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