Frage von mandyven, 54

Es wird ein Darlehen bei einer Bank beantragt. Sie zahlt das Darlehen nicht aus. Ist das okay?

Der Darlehensnehmer hat Gebühren bezahlt. Das Darlehen wird nicht ausgezahlt mit der Begründung, der Darlehensnehmer sei bei der Schufa eingetragen. Die Bank zahlt die Gebühren nicht zurück Ist das in Ordnung?

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Antwort
von Sammy760, 54

Ich vermute mal, Du bist mit einem Serviceanbieter im Gespräch, der Dir die Vermittlung eines Darlehen "versprochen" hat und für seine Tätigkeit eine Gebühr verlangt und nicht mit einer Bank.

Wer ist den Dein Vertragspartner?

Dazu gibt es sicherlich einen Vertrag. Schau doch mal rein, ob da etwas von Vermittlungsunabhängiger Vergütung drin steht. 

Prüfe auch ob Du ordnungsgemäß über Dein Widerspruchsrecht aufgeklärt wurdest.

Prüfe aus ob die Frist schon abgelaufen ist. Falls "Nein" Vertrag widerrufen und Geld zurück fordern. Dabei schätze ich mal wirst Du um einen Anwalt nicht rumkommen. Kostet auch wieder Geld, und ist trotzdem kein 100%iger Garant für Erfolg.

Grundsätzlich finde ich es ok, wenn sich ein Berater die Arbeit zur Prüfung der Konditionen/Machbarkeit eines Darlehen Honorieren lässt. Entweder nach Stundensatz oder Darlehensvolumen. Wenn der Erfolg, wegen Schufa Einträgen, ausbleibt liegt das ja nicht an dem Berater. Die Arbeit wurde dennoch geleistet. Wehalb soll das nicht vergütet werden.

Jetzt das "aber"! Die Erfolgsunabhängige Vergütung sollte klar und transparent kommuniziert sein. Da es hier in das Segment Honorarberatung geht, dürften im Erfolgsfall keine Provision von der vermittelten Bank vereinnahmt werden.

Wenn bereits im Vorfeld klar war, dass wegen Schufaeinträge ein Darlehen eher NICHT darstellbar ist, dann finde ich es grenzwertig Dir eine Vermittlung gegen Servicegebühr vorzuschlagen.

Du kannst ja mit dem Fall zum Verbraucherschutz gehen. Die arbeiten jedoch nicht umsonst. Und ob die Dir Deine Servicegebühr zurückholen können bezweifle ich.

Für ähnlich gelagerte Fälle kann ich eines empfehlen. Besorgt euch zuvor von der Schufa Eure Datenübersicht nach § 34 BDSG (kostenfrei) inkl. Wahrscheinlichkeitswerte. Da könnt Ihr selber / der Dienstleister im Vorfeld sehen wie hoch der Ausfall des Kapitaldienstes bei Euch eingeschätzt wird.

Antwort
von Finanzschlumpf, 41

Ich denke, Gebühren die im direkten Zusammenhang mit dem Darlehen stehen, müssen beim nicht Zustandekommen des Vertrages auch logischer Weise wieder erstattet werden.

Gebühren für andere Dienstleistungen, die nur indirekt mit dem Darlehen in Verbindung stehen ( z.B. für Wertermittlung einer Immobilie o.Ä. ) sind ziemlich sicher nicht durch die Bank zurückzuzahlen.

Die entscheidende Frage ist also, für was genau die Bank - unüblicher Weise im Voraus - Gebühren verlangt hat.

Antwort
von Hillermann, 6

Leider gibt es immer noch durch diverse Vermittler eine Abzockermasche.
Vorkasse leisten und Kredit wird geprüft.
Diese gehören alle an einen großen Pranger, Blacklist.

Generell gibt es eindeutige Rechtsprechungen dass bei einem Darlehen keinerlei Vorkasse oder Gebühren im Vorraus zu zahlen sind.

Um was geht es denn konkret?
Was steht in der Schufa?
Gerne helfe ich weiter, auch bei negativer Schufa.

Antwort
von LittleArrow, 41

Was Du schreibst, ist für mich mangels Namensnennung nicht (ganz) nachvollziehbar.

Ich muss daher vermuten, dass der potentielle "Darlehnsnehmer" (Anmerkung: in der Situation gibt es ja keinen Darlehnsnehmer!) nicht bei einem Kreditinstitut angefragt hast, sondern bei einem Kreditvermittlungsservice, der für seine eigene Tätigkeit eine Gebühr ("erfolgsunabhängiges Honorar") berechnet hat. Siehe hierzu die Antwort von Sammy760.

Vielleicht stelltst Deine nächste Frage mit einem genaueren Sachverhalt.

Antwort
von wfwbinder, 35

Ertmal ist es schon etwas seltsam, dass die Bank gebühren vorab nimmt.

Die Begründung "steht in der Schufa" ist nur stichhaltig, wenn vorher in der Selbstauskunft etwas anderes geschrieben war und man es demnach als Betrugsversuch benennen könnte.

Sonst ist eine negative Schufa einfach nur ein Ablehnungsgrund, aber nicht um Gebühren zu kassieren.

Kommentar von Sammy760 ,

Eine Bank darf laut Rechtsprechung keine Gebühren nehmen. Kosten fallen natürlich an, sind jedoch in den Zinsen enthalten.

Kommentar von wfwbinder ,

Die Rechtsprechung zu dem Thema ist mir bekannt.

Aber wir haben die Ausage des Fragers, dass ihm Gebühren berechnet wurden. Durch eine Bank kaum vorstellbar, aber schließlich könnte es sein, dass es eine Bank aus einem Nicht-EU-Land ist, oder die Gebühren nicht von der Bank, sondern von einem Vermittler berechnet wurden.

Ebenso könnte die Gebühren, z. B. für eine Schätzung entstanden sein.

Kommentar von Sammy760 ,

Ich vermute der Fragesteller "glaubt" mit einer Bank in Kontakt zu stehen. Der Beitrag von baufinord trifft das ganze vermutlich am Besten.

Kommentar von LittleArrow ,

Leider fehlt hierzu ein Kommentar von mandyven.

Antwort
von baufinord, 20

Das klingt nach der Abzockermasche "Schweizer Kredit". Deutsche Banken haben es nach entsprechenden Urteilen aufgegeben, Kunden Gebühren zu berechnen. Da es sich um Gebühren handelt, die vor Zustandekommen eines Darlehensvertrages gezahlt wurden, wird hier ein "Vermittler" zwischengeschaltet sein, der es wahrscheinlich nur auf die Gebühren abgesehen hat. Diese werden gerne für die Zusendung der Antragsunterlagen oder ein Infopaket in Rechnung gestellt (der Versand der Unterlagen erfolgt per Nachnahme). Dem Verbraucher wird gerne erzählt, dass der Kreditantrag schon genehmigt ist und man nur noch die Unterlagen benötigt. Das ist die "beliebteste" Abzockermethode bei Verbrauchern, die nach "Krediten ohne Schufa" suchen...

Antwort
von MarcelDierk1978, 9

Komische Sache denn die Bank klärt doch vorab bei der Schufa alles. Also ich würde um die Erstattung des Betrages kämpfen.

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