Frage von Rat2010,

Erziehungsgeld bei ausländischer Mutter

Hallo,

die besten Fragen stellt noch immer das Leben. Ein Freund, britischer Statsbürger, der seit Jahrzehnten hier in D lebt und für ein Amerikanisches Unternehmen mit Europaniederlassung in der Schweiz arbeitet und seine schweizer Verlobte planen Kinder.

Die Schweizerin hat eine höchst interessante Ausbildung und ein für hiesige Verhältnisse gutes Einkmmen in der Schweiz.

Sie führen bisher eine Wochenendbeziehung. Wenn ein Kind kommt, soll sich das ändern. Weil die Schweizerin dann in der Schweiz sowieso kündigen müsste will man sich etwas in D suchen.

Nur fehlt dann vorübergehend ein volles Gehalt. Würde die Schweizerin, wenn das Kind in D oder wenn es in der Schweiz zur Welt kommt oder würde ihr dauerhaft in D lebender Freund Erziehungsgeld bekommen? Kann sich das nach einem der Schweiz erzielten Einkommen richten?

Ich vermute mal, dass es nicht anders wäre, als wenn die schwangere Frau aus Thailand oder der Türkei nach D zieht.

Antwort von meisi,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Rat2010,

folgendes habe ich für Dich gefunden. Wie legst Du das aus? Bekommt sie nur die 300 Euro oder wird das Gehalt voll angerechnet? Ich würde sagen - ihr Einkommen ist dem in Deutschland versteuerten Einkommen gleichgestellt. (gefunden unter: http://www.familien-wegweiser.de/wegweiser/stichwortverzeichnis,did=165674.html ) ** Elterngeld: Elterngeld für Eltern mit ausländischem Einkommen**

Bei der Berechnung von Elterngeld wird auch Einkommen berücksichtigt, das in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union, in einem der Vertragsstaaten des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR - Island, Liechtenstein und Norwegen) oder in der Schweiz versteuert wird. Dieses Einkommen ist dem im Inland, also in Deutschland, versteuerten Einkommen gleichgestellt.

Elterngeldberechnung

Einnahmen, die nicht im Inland, also nicht in Deutschland, versteuert werden oder die den inländischen Einnahmen nicht gleichgestellt sind, werden hingegen nicht als Einkommen bei der Elterngeldberechnung berücksichtigt.

Eltern, die nur ausländische Einkünfte hatten, welche nicht als Einkommen für das Elterngeld berücksichtigt werden, die aber trotzdem die allgemeinen Anspruchsvoraussetzungen erfüllen, erhalten den Mindestbetrag des Elterngeldes in Höhe von 300 Euro.

Kommentar von Rat2010,

Vielen Dank!

Ich lese das so, dass es auf die Versteuerung des Geldes ankommt. Wird es in den angegebenen Ländern versteuert (und kann dadurch zweifelsfrei nachgewiesen werden), wird es auch dann für die Elterngeldberechnung berücksichtigt, wenn es nicht in Deutschland erzielt wude.

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