Frage von Aftapa,

Erwerbsminderungsrente und 400€ Job

Ich beziehe seit 2005 eine volle Erwergsminderungsrente und darf, ohne diese Rente zu gefährden 400€ im Monat hinzuverdienen. Jetzt habe ich im letzten Jahr als Honorarkraft ( freiberuflich) ca 260 € pro Monat dazuverdient. Wohl irrtümlich,ging ich davon aus damit unter der Minijobgrenze zu liegen und habe meien Krankenkasse davon nicht verständigt ( bin durch meine Rente pflichtversichert, habve also eine Krankenversicherung). Jetzt sagt meine Krankenkasse, dass ich ja slbstständig tätig war und ich freiwillig Beträge bezahlen muss. Stimmt das? Und wenn ja muss ich für das vergangene Jahr die Beiträge NACHZAHLEN? Das wäre für mich sehr heftig. Vielen Dank für mögliche Hilfe.

Antwort von hubkon,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Hallo Aftapa,

Sie schreiben:

Ich beziehe seit 2005 eine volle Erwergsminderungsrente und darf, ohne diese Rente zu gefährden 400€ im Monat hinzuverdienen. Jetzt habe ich im letzten Jahr als Honorarkraft ( freiberuflich) ca 260 € pro Monat dazuverdient. Wohl irrtümlich,ging ich davon aus damit unter der Minijobgrenze zu liegen und habe meien Krankenkasse davon nicht verständigt ( bin durch meine Rente pflichtversichert, habve also eine Krankenversicherung). Jetzt sagt meine Krankenkasse, dass ich ja slbstständig tätig war und ich freiwillig Beträge bezahlen muss. Stimmt das? Und wenn ja muss ich für das vergangene Jahr die Beiträge NACHZAHLEN? Das wäre für mich sehr heftig. Vielen Dank für mögliche Hilfe.<

Das ist in der Tat eine knifflige Angelegenheit, denn wenn Sie in Ihren Rentenbescheid schauen werden Sie dort einen Passus vorfinden, wonach Änderungen in Ihren persönlichen, finanziellen Einkommensverhältnissen unverzüglich zu melden sind.

Hätten Sie also dieses Ihr Zusatzeinkommen zeitnah bei Ihrer Rentenversicherung angezeigt, wäre diese sicherlich auf Sie zugekommen bzw. hätte die Krankenversicherung von dem Vorgang informiert.

Die Sache mit der Krankenversicherung und das Handling im Zusammenhang mit der Erwerbsminderungsrente ist natürlich für Laien schwer durchschaubar, außerdem finden sich in der allgemeinen Literatur hierzu relativ wenig Anhaltspunkte.

Der richtige Weg dürfte nun wohl der sein, daß Sie mit Ihrer zuständigen Rentenversicherung einen Gesprächstermin vereinbaren, Ihr Zusatzeinkommen dort anzeigen und sich richtig beraten lassen.

Leider ist die Sozialversicherung/Krankenversicherung sehr restriktiv, wenn es um deratige Dinge geht.

Die Zeiten, in denen seitens der Sozialversicherung bei Nachforderungen/Rückforderungen den Betroffenen zinslose Raten für den Zahlungsausgleich eingeräumt wurden, sind leider vorbei.

Bei festgestellter Zahlungsverpflichtung werden heutzutage Zahlungsfristen mit Verzugszinsberechnung angewendet.

Sie haben auch die Möglichkeit, sich von einem kostenfreien Rentenberater der Rentenversicherung beraten zu lassen.

Sie sollten sich auch bei dem Beratungsgespräch danach erkundigen, ob Ihnen ggf. ein Zuschuß seitens der Rentenversicherung zu der eventuellen freiwilligen Krankenzusatzversicherung zusteht!!

Meist werden aber derartige Leistungen nur ab Antrag gewährt und vermutlich nicht Rückwirkend!

Weitere Hinweise finden Sie auch in der Broschüre der deutschen Rentenversicherung unter folgendem Link:

http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de/cae/servlet/contentblob/44526/pub...

Es wäre sehr nett von Ihnen, wenn Sie dann Ihre Erfahrungen und Erkenntnisse nach erfolgtem Beratungsgespräch hier mitteilen!

Beste Grüße, viel Erfolg und bestmögliche Gesundheit

Konrad

Kommentar von Aftapa,

Lieber Konrad ich habe meine Rentenversicherung sofort über mein zusätzliches Einkommen informiert. Es gab damit keine Problem. Es war nur offensichtlich dumm von mir zu glauben, dass meine KV-Pflichtversicherung als Renter ausreichen würde, solange ich nicht mehr als 400 € dazuverdiene. Das stimmt leider nur, wenn es sich um einen Minijob handelt. Da ich auf Honorarbasis gearbeitet habe , sagt man mir nun, dass ich damit selbsständig bin und mich dem entsprechend zusätzlich krankenversicherrn muss....... Shit happens

Antwort von Rentenfrau,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Bei der Rentenversicherung dürfte es keine große Rolle spielen, ob die 400 Euro in einer geringfügigen Beschäftigung oder freiberuflich verdient werden, es gilt bei der Hinzuverdienstgrenze nur die Grenze von 400 Euro. Wenn Du bei der Krankenversicherung der Rentner (KVdR) pflichtversichert bist, meine ich, daß Du auf die 260 Euro freiberuflichen Verdienst keine Krankenkassenbeiträge zahlen müßtest, denn ich nehme doch an, daß Deine pflichtversicherten Renteneinkünfte diesen Betrag weit übersteigen. Anders wäre es, wenn Du nur freiwillig in der Krankenversicherung versichert wärst.

Antwort von hubkon,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Hallo Aftapa,

Sie schreiben nun:

Lieber Konrad ich habe meine Rentenversicherung sofort über mein zusätzliches Einkommen informiert. Es gab damit keine Problem. Es war nur offensichtlich dumm von mir zu glauben, dass meine KV-Pflichtversicherung als Renter ausreichen würde, solange ich nicht mehr als 400 € dazuverdiene. Das stimmt leider nur, wenn es sich um einen Minijob handelt. Da ich auf Honorarbasis gearbeitet habe , sagt man mir nun, dass ich damit selbsständig bin und mich dem entsprechend zusätzlich krankenversicherrn muss....... Shit happens<

Wenn Sie der Rentenversicherung Meldung gemacht haben, kann man Ihnen nicht seitens der Krankenversicherung nun nicht einfach sagen, daß Sie sich hätten zusätzlich krankenversichern müßen!

Ich würde an Ihrer Stelle von der Krankenversicherung auf jeden Fall eine schriftliche Auskunft über die dazugehörende Rechtsgrundlage anfordern!

Es kann nicht sein, daß man Sie da einfach mündlich vor vollendete Tatsachen stellt!

Es wäre in diesem Zusammenhang sehr interessant, auf welcher Rechtsgrundlage diese mündliche Aussage beruht und ob es da nicht auch Freibeträge gibt!

Es wäre schön von Ihnen, wenn Sie den weiteren Verlauf hier schildern, der Mensch lernt ja bekanntlich nie aus!

Beste Grüße

Konrad

Antwort von billy,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Da ist die Krankenversicherung wohl im Recht, aber man kann sicherlich eine Ratenzahlung vereinbaren.

Kommentar von Aftapa,

Vielen Dank für die schnelle Antwort!

Antwort von Freddie,

Hallo allerseits!

Beim Lesen Ihrer Beiträge muss ich an meinen Fall denken und würde sehr gerne auch von den Experten eine Meinung hören:

Ich bekomme seit 2007 eine Rente wegen voller Erwerbsminderung, Habe mich Ende 2009 selbständig gemacht mit Tätigkeiten wie Dolmetschen etc. Habe dies der Krankenkasse damals auch sofort mitgeteilt. Da gab man mir einen Fragebogen zur Selbstauskunft über Einkommen und Arbeitszeiten. Das Einkommen betrug damals quasi null und die Stunden waren auch sehr gering. Also teilte man mir offiziell mit, dass ich weiterhin als Rentnerin krankenversichert wäre.

Bis letzem Jahr war alles noch sehr mühsam und ich konnte mich mit der (Minini)Rente und dem was ich so an Miniumsätzen gemacht habe, gerade so übers Wasser halten. Dieses Jahr, d.h. seit paar Monaten, erhöht sich das Einkommen, auf der einen Seite. Auf der anderen Seite weiß ich aber trotzdem nicht, wie das Jahr ausgehen wird.

Überhaupt ist das alles ja sehr "tricky": Man möchte mehr verdienen, hat aber gleichzeitig Angst, "zu viel" zu verdienen, weil man z.B. entweder die Rente verlieren könnte oder auch, dass man als Selbständige eine horrende Summe KVsBetrag zahlen muss und nachher aber wieder eine schlechte Phase kommt, wo man kaum was verdient.

Was würden Sie generell sagen, wie ich mich verhalten soll, ohne dass ich irgendwelche Regelungen verletze, aber auch, ohne mich in eine schwierge Lage zu bringen?

Vielen Dank im Voraus für jede Antwort!

Hamburgerin

Keine passende Antwort gefunden?

Verwandte Fragen

Fragen Sie die Community