Frage von elli57b, 97

Ist der Erwerb einer Eigentumswohnung trotz Arbeitslosigkeit möglich?

Hallo, auch auf die Gefahr hin, dass ich nerve, muss ich noch eine weitere Frage stellen. Wie sieht es aus, wenn wir eine Eigentumswohnung in angemessener Größe kaufen und später wieder beim Jobcenter vorstellig werden müssen? Kann das Jobcenter darauf bestehen, dass wir die Wohnung dann wieder verkaufen? Wie stehen die Chancen, wenn mein Vater die Wohnung auf seinen Namen kauft und uns diese vermietet? Kennt sich jemand fundiert mit Sozialrecht aus? Das wäre sehr hilfreich.

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Antwort
von Primus, 78
Nicht bei der Bestimmung des zu berücksichtigenden Vermögens zu erfassen ist darüber hinaus gemäß § 12 Abs. 3 Satz 1 Nr.4 SGB II ein selbst genutztes Hausgrundstück (Eigenheim) von angemessener Größe oder eine entsprechende Eigentumswohnung.

Quelle:http://www.sozialleistungen.info/hartz-iv-4-alg-ii-2/vermoegen.htmll
Antwort
von wfwbinder, 97

Eine Wohnung bis höchstens 120 qm müsstet Ihr nicht verkaufen, wenn ihr zum Jobcenter müsst. Das bei den Finanzierungskosten aber nur die Zinsen anerkannt werden müsste es auf jeden Fall eine Wohnung sein, die ihr (inkl. Erwerbsnebenkosten) für Euer Eigenkapital kaufen könnt.

Beim Kauf durch den Vater (vermutlich mit Eurem Geld) gebe ich erhebliche Verwicklungen zu bedenken.

Gibst Du dem Vater das Geld als Darlehen, damit er kaufen kann, musst Du die Forderung natürlich beim Jobcenter angeben.

Schenkst Du ihm das Geld, scheitert wir daran, das ihr Euch durch die Schenkung "entreichert." Ausserdem könnte je nach Konstellation Schenkungssteuer entstehen.

Ich rate sehr von diesen Konstruktionen ab. Das beste wäre einfach ihr kauf eine Wohnung für die das Geld reicht und fertig.

Kommentar von elli57b ,

Nein, die Wohnung wäre gewissermaßen eine Schenkung meines Vaters. Sie würde mit seinem Geld bezahlt.

Wir haben momentan keinerlei Einkommen.

Kommentar von wfwbinder ,

Bei Deiner ersten Frage klang es so, als hättet ihr 175.000,-, vonm Vermögen des Vaters stand da nichts.

Gut, das ändert die Situation. Dann kann der Vater eine Wohnung kaufen und an Euch zu üblichen Bedingungen vermieten.

Kommentar von elli57b ,

Mein Vater ist aber schon hochbetagt und lebt in einem Pflegeheim. Sollte er in eine höhere Pflegestufe kommen, reicht seine normale Rente nicht mehr aus und er müsste sich den Rest vom Sozialamt holen. In diesem Fall würde doch bestimmt verlangt werden, dass er "seine" Wohnung verkauft, um davon das Heim zu bezahlen.

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