Frage von gunnag, 257

Erstwohnsitz + Zweitwohnsitz in gleicher Stadt + Zweitwohnsitz Wg

Hallo,

ich wohne 25km von meiner Arbeit entfernt in Wohnung A und könnte bei meinem Bruder Wohnung B unter der Woche übernachten da Wohnung B nur 1km von meiner Arbeit entfernt ist. Wäre es möglich Erstwohnsitz in Wohnung A zu haben und Zweitwohnsitz in Wohnung B und Wohnung B als doppelten Haushalt anzugeben (wenn ich ab jetzt die Miete für Wohnung B übernehme) ?

Oder sehe ich da etwas falsch? Zästzlich sind meine Eltern noch in Wohnung B gemeldet, wohnen aber im Ausland.

Käme es zu problemen oder wäre das völlig legal für mich Wohnung B als Zweitwohnsitz anzugeben?

Danke Euch

Antwort
von wfwbinder, 247

So wie Du es schilderst, wäre die Angabe als doppelte Haushaltsführung einfach unwahr.

Diese ganzen Strategien mit der Meldeadresse nimm einfach mal raus, denn das Steuerrecht folgt den Lebensverhältnissen und nicht den Angaben bei der Meldebehörde. Schließlich heißt es im Einkommensteuergesetz, "unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, wer im Inland einen Wohnsitz hat" und nicht, "unbeschränkt einkommensteuerpflichtig ist, wer im Inland polizeilich gemeldet ist."

Du wohnst in A. Wenn Du, damit Du weniger fahren musst, in B bei Deinem Bruder schläfst, dann ist das so. Wenn Du von ihm ein Zimmer anmietest, dann ist das OK udn die Kosten für dieses Zimmer sind dann im Zuge der doppelten Haushaltsführung abzugsfähig.

Als Zweitwohnung am Arbeitsort gilt z. B. eine gemietete Wohnung oder ein möbliertes Zimmer. Dafür akzeptiert das Finanzamt prinzipiell Wohnungskosten, die notwendig und angemessen sind.

Wenn Du aber die Kosten für die gesamte Wohnung ansetzen willst, obwohl sie auch von Deinem Bruder bewohnt wird, dann entspricht es eben nicht den Tatsachen udn ist damit nicht in Ordnung.

Kommentar von Mikkey ,
Wenn Du aber die Kosten für die gesamte Wohnung ansetzen willst, obwohl sie auch von Deinem Bruder bewohnt wird, dann entspricht es eben nicht den Tatsachen udn ist damit nicht in Ordnung

Es wäre in Ordnung, wenn gunnag den Anteil des Bruders an den Kosten abzieht - kommt aber aus dasselbe raus. Letztenendes ist es eine WG, die Hälfte der Kosten wäre angemessen.

Kommentar von vulkanismus ,

Liegt doppelte Haushaltsführung vor? Nein.

Steuerlich daher -0-

Und angemessen sowieso nicht - wenn, dann tatsächliche Kosten, und auch die sind in dem Fall -0-

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