Frage von faironika, 43

Erststudiumskosten in der 1. Steuerklärung nach Arbeitsbeginn wie / wie umfangreich absetzbar?

Mein Neffe hat im vergangenen Sommer sein Erststudium mit dem Masterabschluß beendet und hat sofort sein erstes Arbeitsverhältnis begonnen. Wie kann er die Kosten seines Studiums in der Steuererklärung für das Jahr 2013 geltend machen? Werden die gesamten Kosten anerkannt oder welche genau? Für welche Jahre rückwirkend werden Kosten anerkannt?

Antwort
von LittleArrow, 40

Vielleicht gar nicht:-((

Deine Fallschilderung ist etwas "dünn". Wie komplex dieses Thema steuerlich ist, kannst Du bzw. Dein Neffe gerne hier nachlesen:

https://www.smartsteuer.de/portal/lexikon/A/Ausbildungskosten.html

Kommentar von faironika ,

Der Link ist super und hat sehr weitergeholfen! Das Thema ist wirklich nicht einfach, und z.B. in Bezug auf Anerkennung von Mietkosten sollten Steuerbescheide sogar offengehalten werden. Die Website berät sehr gut über Anerkennung der Kosten für ein Erststudium (z.B.Bachelorstudium) als SONDERAUSGABEN in der späteren Steuererklärung und der Kosten für eine berufsvorbereitende Weiterbildung (Masterausbildung) als WERBUNGSKOSTEN.

Kommentar von LittleArrow ,

Ja, dann viel Erfolg für den jungen Mann!

Antwort
von EnnoBecker, 30
Wie kann er die Kosten seines Studiums in der Steuererklärung für das Jahr 2013 geltend machen?

Indem er sie in seiner Steuererklärung angibt.

Werden die gesamten Kosten anerkannt oder welche genau?

Nein, nur die abzugsfähigen. Das sind die, die auch Werbungskosten wären, wenn es welche wären.

Für welche Jahre rückwirkend werden Kosten anerkannt?

Für keins.

Kommentar von faironika ,

Ich habe mich nun selbst schlau gemacht: Kosten fürs Erststudium (Bachelorstudium) sind als SONDERAUSGABEN bis zu einer Höhe von 4200 € (bis 2011) bzw 6000 € (ab2012) pro Kalenderjahr absetzbar. Ein darauffolgendes Masterstudium gilt als Fortbildung (in Vorbereitung auf den Beruf) und die Kosten können in der ersten Steuererklärung ab Arbeitsbeginn dann auch als WERBUNGSKOSTEN abgesetzt werden.

Kommentar von EnnoBecker ,

War hier aber nicht das Thema.

Der hier ggeschilderte Sachverhalt ist ein anderer. Hier hat ein Neffe nach dem Erststudium angefangen zu arbeiten.

Kommentar von faironika ,

nein, er hat gleich weiterstudiert. Was macht denn da den Unterschied?

Kommentar von EnnoBecker ,

Dann tut es mir leid, dass ich auf die gestellte Frage geantwortet habe und nicht auf die gemeinte.

Kommentar von faironika ,

vielen Dank für Ihre Mühe; es stimmt ja auch alles,was Sie geschrieben haben.

Trotzdem sehe ich noch nicht viel klarer. Mein Neffe hat durchgängig studiert, erst Bachelor, dann Master. Und ist dann vergangenen Sommer sofort in den ersten Job gekommen. Nun wird er Steuererklärungen ab 2010 einreichen mit Verlustvortrag seiner Werbungskosten aus dem Masterstudium ins Jahr 2011, dann nach 2012, dann nach 2013, um sie dort steuersenkend wirksam werden zu lassen. So weit, so gut. Was aber ist mit seinen Sonderausgaben (Haftpflichtversicherungen etc.) aus diesen Studienjahren? Kann man Sonderausgaben genau wie Werbungskosten in einen Verlustvortrag tun?

Kommentar von EnnoBecker ,

So ganz schlau bin ich hier noch nicht geworden.

Kann man Sonderausgaben genau wie Werbungskosten in einen Verlustvortrag tun?

Nein. Vorgetragen wird nur der negative Gesamtbetrag der Einkünfte. Könnte man SA vortragen, hätte sich der Gesetzgeber den ganzen Hickhack mit der Unterscheidung Erststudium/Nichterststudium sparen können.

Das bedeutet aber leider auch, das ein negatives zu versteuerndes Einkommen, welches durch SA entstanden ist, fürn Schornstein ist.

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