Frage von irsbmp, 167

Erst 5 Monate verheirate, besteht Anspruch auf Wittwenrente?

Meine Mutti hat Mitte Dezember ihren Mann verloren. Sie lebten seit 1980 in einer eheähnlichen Gemeinschaft zusammen. Geheiratet haben sie allerdings erst im August diesen Jahres. Hat sie Anspruch auf eine Wittwenrente? Muss sie irgendwie nachweisen, dass die beiden bereits seit 34 Jahren zusammen lebten? Wenn ja, gibt es dazu zum Beispiel Mustervorlagen?

Antwort
von Primus, 167

Normalerweise besteht bei einer so kurzen Ehe kein Anspruch auf Witwenrente.

Es sei denn, dass nach den besonderen Umständen eines Falles die Annahme nicht gerechtfertigt ist, dass es der alleinige oder überwiegende Zweck der Heirat war, einen Anspruch auf Hinterbliebenenversorgung zu begründen.

Lies mal den ganzen Artikel:

http://www.etl-rechtsanwaelte.de/aktuelles/witwenrente-auch-bei-kurzer-ehedauer-...

Da wir die nähren Umstände nicht kennen, können wir nur darauf hinweisen, dass es in bestimmten Situationen durchaus zur Zahlung der Witwenrente kommen kann.

Antwort
von muellerina, 138

Die DRV sagt dazu folgendes:

Bei Eheschließungen ab dem 1. Januar 2002 wird eine Witwen- oder Witwerrente nur noch gezahlt, wenn die Ehe mindestens ein Jahr bestanden hat. Dabei gibt es Ausnahmen: Zum Beispiel besteht bei Unfalltod des Ehepartners auch bei kürzerer Ehedauer ein Rentenanspruch.
Antwort
von Tina34, 138

... wenn deine Mutti wußte das der Mann sterben würde (z.b. Krankheitheit) und deswegen geheiratet hat,dann wird sie nichts bekommen weil das unter "Versorgungsehe" läuft, da ist es auch dann egal wie lange sie mit dem Mann zusammen war.

War es Unfall dann stehen die Chancen gut.

Antwort
von hildefeuer, 119

Deine Mutter muss die eheähnliche Gemeinschaft nachweisen. Ein Indiz ist, wenn man nur ein gemeinsames Bankkonto hatte bzw. andere Nachweise erbracht werden, das gemeinsam gewirtschaftet wurde. Eine gemeinsame Wohnung ist kein Nachweis, es kann ja auch eine WG sein.

Kommentar von Primus ,

Nein!

Nichteheliche Lebenspartner haben keine Ansprüche aus der Sozialversicherung (z.B. Hinterbliebenenrentenanspruch beim Tod eines Partners) des anderen Partners.

Der überlebende Partner aus einer eheähnlichen Lebensgemeinschaft ist in keiner Weise mit der Rechtsstellung des überlebenden Ehegatten gleichzusetzen.

Antwort
von billy, 101

Zunächst Herzliches Beileid. Wenn die Ehe nicht mindestens ein Jahr bestanden hat, besteht kein Anspruch auf Witwenrente.

Kommentar von gammoncrack ,

Zu pauschal:

http://www.haufe.de/recht/arbeits-sozialrecht/keine-witwenrente-nach-kurzer-ehe-...

Ein wesentlicher Punkt bei der Entscheidung, ob eine Versorgungsehe vorliegt oder nicht, ist der Gesundheitszustand des Versicherten zum Zeitpunkt der Eheschließung.

Gegen eine Versorgungsehe spricht beispielsweise, wenn

  • der Tod des Versicherten plötzlich und unerwartet eingetreten ist
  • kein gesundheitliches Risiko eines bevorstehenden Ablebens bekannt war
Kommentar von billy ,

Danke für die Ergänzung.

Kommentar von gammoncrack ,

Gerne doch.

Antwort
von mig112, 98

Die 34 Jahre nutzen rein gar NICHTS!

Das entspricht übrigens auch der Witwen-Rentenhöhe.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community