Frage von DerCAM, 18

Erbschaftssteuer - Wertpapierdepot Inlandsvermoegen?

Wenn sowohl der Erblasser wie auch der Erbe bei Eintritt des Erbfalls seit mehr als 5 Jahren im Ausland leben (ausserhalb der EU) und in Deutschland nicht der unbeschraenkten Steuerpflicht unterliegen, entfallen beim Inlandsvermoegen ja die Freigrenzen bei der Erbschaftssteuer und der Erbe muss die Erbschaft von Inlandsvermoegen bereits ab dem 1. Euro versteuern.

Was zaehlt aber nun zum Inlandsvermoegen und was nicht? Bei Immobilien erscheint es mir voellig klar. Wie sieht es aber bei in Deutschland unterhaltenen Wertpapierdepots aus? Werden ggf. Aktien anders bewertet als Rentenpapiere? Spielt es eine Rolle, ob es sich um Aktiengesellschaften mit Sitz in Deutschland oder im Ausland handelt bzw. ob die Rentenpapiere von deutschen oder auslaendischen Unternehmen ausgegeben wurden?

Wenn solche in Deutschland unterhaltenen Wertpapierdepots ganz oder teilweise dem Inlandsvermoegen zuzurechnen sind, wuerde es bezueglich der Erbschaftssteuer etwas aendern, wenn die Depots vor dem Eintritt des Erbfalls in das betreffende Ausland transferiert wuerden? Gibt es hierfuer ggf. Mindestfristen?

Erblasser waere deutscher Staatsangehoeriger, einige Erben waeren ebenfalls Deutsche (schon immer im Ausland lebend und ohne Wohnsitz in D), einer aber nicht.

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Antwort
von Rat2010, 9

Das regelt § 121 BewG

http://www.gesetze-im-internet.de/bewg/__121.html

Ein normales Wertpapierdepot unterliegt erbschaftsteuerlich dem Gesetz, in dem der Erbe steuerpflichtig ist.

Jeder Erbe des Wertpapierdepots wird also danach zu beurteilen sien, wo er wohnt/steuerpflichtig ist. Ausnahmen siehe bei dem Link.

Kommentar von DerCAM ,

Ich bedanke mich fuer die Antworten. Da mir beide Antworten absolut gleichwertig erscheinen, bitte ich um Verstaendnis dafuer, dass ich keine davon als hilfreichste Antwort auszeichnen kann. Ich wuesste einfach nicht, welche ich hier bevorzugen sollte und auswuerfeln moechte ich das auch nicht.

Antwort
von nixwissen13, 10

ein Depot gehört nicht zum Inlandsvermögen. Die Besteuerung erfolgt im Ausland, dort wo der Wohnsitz ist (Ausnahme US-Bürger).

Ein Depot hat also bei einem Todesfalle im o.g. Sinne keine steuerliche Auswirkung in D.

Kommentar von DerCAM ,

Ich bedanke mich fuer die Antworten. Da mir beide Antworten absolut gleichwertig erscheinen, bitte ich um Verstaendnis dafuer, dass ich keine davon als hilfreichste Antwort auszeichnen kann. Ich wuesste einfach nicht, welche ich hier bevorzugen sollte und auswuerfeln moechte ich das auch nicht.

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