Frage von Jocasso, 7

Erbrecht: Mutter und Stiefvater kaufen Wohnung. Mutter bezahlt alles.Er stibt und hat einen Sohn

Mutter kauft mit Stiefvater eine Wohnung. Mutter bekommt anschließend eine Lebensversicherung raus. Sie bezahlt die Wohnung komplett damit. Nun Stirbt der Stiefvater. Er hat einen Sohn. Der erbt in der regel, ich glaube 25%. Gibt es da besondere Regelungen? Oder kann mann dagegen vor gehen, wenn doch die Mutter nachweislich mit Ihrere Altervorsorge alles bezahlt hat?

Antwort
von imager761, 5

Der Erbanspruch des Sohnes richtet sich ausschließlich an den Reinnachlass seines Vaters am Sterbetag. War der Miteigentümer der gemeinsamen Wohnung zu 1/2, wäre dem Sohn hälftig dieses Miteigentum der Wohnung automatisch zugefallen - er wäre also jetzt mit 1/4 Miteigentumsrecht im Grundbuch einzutragen - völlig unabhängig davon, wer die Wohnung bezahlt hat :-)

Hätte deine Mutter das anders gewollt, hätte sie sich eben mit einem ihrer Finanzierung entsprechenden Eigentumsanteil im Grundbuch eintragen lassen müssen :-O

Hierbei unterstelle ich die gesetzliche Erbfolge, also keine anderslautenden Verfügung durch Erbvertrages oder Testamentes, er wäre einziges Kind des Erblassers und die Eheleute waren im Güterstand der Zugewinngemeinschaft, der Regelfall, verheiratet.

G imager761

Antwort
von Privatier59, 4

Der erbt in der regel

Sprechen wir über das deutsche Erbrecht? Sprechen wir vom Güterstand der Zugewinngemeinschaft? Dann weiß ich nicht, wo Du das mit den 25% her nimmst. Ich komme auf 50%:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesetzliche_Erbfolge#Ehegattenerbrecht

Gibt es da besondere Regelungen?

Ist Dir der Begriff "Testament" geläufig?

Oder kann mann dagegen vor gehen, wenn doch die Mutter nachweislich mit Ihrere Altervorsorge alles bezahlt hat?

"Geschenkt ist geschenkt, wiederholen ist gestohlen" Wenn man die gute Gabe als Schenkung unter Ehegatten ansieht, dann allerdings ist das Geld zur Hälfte weg. Man könnte sich aber auch über andere Konstruktionen Gedanken machen, Darlehen beispielsweise. Diese Gedanken hätte man sich aber besser gemacht, bevor man so dusseliges Zeug anstellt.

Kommentar von EnnoBecker ,

bevor man so dusseliges Zeug anstellt.

Rettungsberatung ist stets teurer als Gestaltungsberatung. Und besonders schmerzvoll, wenn man erkennen muss, dass eine Beratung sehr viel weniger Geld gekostet hätte als die nun eingetretene Situation.

Antwort
von SquadStein, 4

Schwierig. Die Frage ist, was jetzt passiert. Der Sohn erbt 1/2 vom Miteigentumsanteil des Erblassers (wirtschaftlich gesehen also 1/4 vom Haus) Damit könnte er Nutzungsentschädigung verlangen oder die Teilungsversteigerung beantragen. Dann stellt sich die Frage, ob die Ehefrau nicht einen Anspruch aus Zweckverfehlungskondiktion oder Gesellschaftsrecht hat.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten