Frage von Stabser,

Erbfall - Eintragung Erbfolge im Grundbuch?

Der Vater meiner Freundin Ann ist gestorben. Aufgrund ges. Güterstand erbt die Mutter 50% die Kinder auch 50%. Ann hat noch einen Bruder. Die beiden Kinder des Erblasser wurden vom Nachlassgericht angeschrieben, ob die Berichtigung des Grundbuches durch Eintragung der Erbfolge unter Bezugnahme auf die Nachlassakten beantragt wird. Anna und ihr Bruder wollen der Mutter sowohl Vermögen als auch Immobilieneigentum lassen. Was hätte dieser Grundbucheintrag für eine Folge und sollte man den machen?

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Stabser,

Schau mal bitte hier:
Grundbuch Erbfolge

Antwort
von barmer,

Hallo,

was Du eingangs beschreibst, ist die gesetzliche Erbfolge.

Das Grundbuchamt fragt an, ob die Eintragung entsprechend geändert werden soll. Eine Änderung der Eintragung aufgrund des Todes muss natürlich gemacht werden.

Wollen Ann und ihr Bruder komplett auf das Erbe verzichten ? Das können sie tun, dann erbt die Mutter alles. Das müssen sie gegenüber dem Amtsgericht erklären. Ich denke aber, dafür ist es zu spät, denn das Grundbuchamt ist doch sicher aufgrund des Erbscheins tätig geworden. Im Zuge der Erbauseinandersetzung können sie immer noch alles der Mutter geben, aber dafür müssen sie dann zum Notar.

Oder ist etwas anderes gemeint ? So eine Art Nacherbfolge ? Das hätte der Verstorbene anordnen können, kann aber auch noch in der Erbauseinandersetzung geregelt werden.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von Franzl0503,

Stabser:

Das Grundbuch ist durch Erbgang unrichtig geworden. Es besteht ein allgemeines Interesse an der fortlaufenden Übereinstimmung der Eigentümereintragung im Grundbuch, insbesondere im Hinblick auf die den Eigentümer treffenden Pflichten des öffentlichen Rechts. Dem trägt der Grundbuch-Berichtigungs-Zwang des § 82 Grundbuchordnung Rechnung.

Wenn nun deine Freundin Anne und ihr Bruder zu Gunsten der Mutter verzichten, bedarf es der Übertragung ihrer geerbten Miteigentumsanteile an die Mutter. Der Voreintragung der beiden Erben bedarf es nicht, wodurch unnötige Kosten vermieden werden.

Empfehlung:

  1. Notar aufsuchen und eine Erbauseinandersetzung protokollieren lassen mit dem Ziel, dass die Mutter alleinige Grundstückseigentümerin wird.

  2. Dem Nachlassgericht eine kurze Sachstands-Nachricht geben.

Kommentar von Franzl0503 ,

Stabser: Ich darf noch nachtragen:

Soll allein das lebenslange Wohnrecht der Mutter sicher zu stellen sein, genügte m. E. ein im Grundbuch an einwandfrei erster Rangstelle einzutragendes Wohnrecht für die Mutter oder ein Nießbrauch (stärkere Wirkung). Dadurch wäre ein Vermögensschutz erreicht; das Hausgrundstück könnte ohne Zustimmung der Kinder weder veräußert noch belastet werden.

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