Frage von Yunamaus, 169

Erbe/Verjährung von Geld, welches sich meine Mutter vor ihrem Tod ausgeliehen hatte?

Meine Mutter verstarb 2004. Im Jahre 1995 hatte sie sich von ihrem Vater bzw. ihrer Stiefmutter ca. 10.000 DM geliehen. Auf dem Überweisungsschein stand "Teilauszahlung Erbe". Jetzt habe ich einen Mahnbescheid vom Amtsgericht erhalten, dass die Stiefmutter meiner Mutter 5.000 EUR von mir möchte, da ich ja die Schulden erbe. Die Frage ist nun ob dies nicht nach 18 Jahren längst verjährt ist, oder ob solche Ansprüche beim Tod meiner Mutter 2004 hätten geltend gemacht werden sollen. Vielen herzlichen Dank für die Hilfe.

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Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von mig112,

Leg Widerspruch gegen den MB ein; damit ist der Fall für dich erledigt! Mahnbescheide werden bei Gericht nicht auf sachliche Richtigkeit überprüft...

Bin zwar kein Jurist, wie diverse andere hier zahlreich Antwortenden, aber die Forderung erscheint mir vor Gericht unter gar keinen Umständen gegen dich durchsetzbar! Aber ich sehe hier schon die Superschlauen raten: Geh zum Anwalt / Verbraucherschutz / ADAC; ruf auf Google / Haus und Hund ... Schließ ab: Rechtsschutzversicherung :-))

Kommentar von Zitterbacke ,

Danke mig, hast uns den Sturm aus dem Lateinersegel genommen. ;-)))

Antwort
von Yunamaus,

Vielen Dank für die Antworten. Ich werde auf jeden Fall Widerspruch einlegen. Mein Opa verstarb letztes Jahr und ein Erbstreit bzgl. des Hauses ist in der Familie entstanden. Ich sitze ungewollt im selben Boot mit der restl. Famile. Aus diesem Grund versucht jetzt die Stiefmutter mit sämtlichen Möglichkeiten anzugreifen, die sie finden kann. Uns war diese Forderung aus 1995 nie bekannt. Unsere Mutter verstarb wie gesagt 2004, drum sind wir aus allen Wolken gefallen, als und der Mahnbescheid und dieser Überweisungsschein "Teilauszahlung Erbe" zugestellt wurde.

Antwort
von Franzl0503,

yunamaus: " Ein Nachlassgläubiger, der seine Forderung später als fünf Jahre nach dem Erbfall dem Erben gegenüber geltend macht, steht einem ausgeschlossenen Gläubiger gleich, es sei denn, dass die Forderung dem Erben vor Ablauf der fünf Jahre bekannt geworden oder im Aufgebotsverfahren angemeldet worden ist..." (§ 1974 BGB) Von Bekanntsein und Aufgebotsverfahren hast du nichts geschrieben.

Antwort
von Yunamaus, 169

Hallo Leute,

es geht weiter. Ich habe Widerspruch auf den MB eingelegt. Heute flatterte ein Wisch vom Rechtsanwalt der Stiefmutter ins Haus, in welchem steht, dass sie weitere Schritte einleiten müssen sofern ich nicht eine "Verzichtserklärung auf die Einrede der Verjährung" unterschreibe, Frist 02.07. Dass ich das nicht unterschreibe, ist klar... aber denkt ihr sie hätte echt eine Chance und zerrt uns vor Gericht wegen Geld, was sich meine Mama vor 18 Jahren geliehen hat? Meine Schwester ist sich sicher, dass meine Mutter das Geld zurücküberwiesen hatte... aber selbst die Bank hat keine Belege mehr :( Vielen Dank + Liebe Grüße

Antwort
von gandalf94305,

Ich nehme mal an, daß Opa und Mutter nicht mehr leben.

Gegen den Mahnbescheid legst Du fristgerecht Widerspruch ein. Dann muss die Steifoma erst mal vor Gericht ziehen, wenn sie etwas möchte.

Wenn die Zahlung eine "Teilauszahlung Erbe" war, dann handelte es sich in Abwesenheit anderer Belege nicht um ein Darlehen, sondern eine Vorauszahlung auf das Erbe. Es handelt sich daher meiner Meinung nach mitnichten um eine Forderung, die zurückzuzahlen ist, sondern eine Vorauszahlung, die im Todesfall des Vaters der Mutter (Deines Opas) bei der Nachlassauseinandersetzung berücksichtigt werden sollte.

Antwort
von Yunamaus, 152

Hallo Leute,

es geht weiter. Ich habe Widerspruch auf den MB eingelegt. Heute flatterte ein Wisch vom Rechtsanwalt der Stiefmutter ins Haus, in welchem steht, dass sie weitere Schritte einleiten müssen sofern ich nicht eine "Verzichtserklärung auf die Einrede der Verjährung" unterschreibe, Frist 02.07. Dass ich das nicht unterschreibe, ist klar... aber denkt ihr sie hätte echt eine Chance und zerrt uns vor Gericht wegen Geld, was sich meine Mama vor 18 Jahren geliehen hat? Meine Schwester ist sich sicher, dass meine Mutter das Geld zurücküberwiesen hatte... aber selbst die Bank hat keine Belege mehr :( Vielen Dank + Liebe Grüße

Antwort
von barmer,

Hallo,

für mich soll das eine Vorauszahlung auf das Erbe sein. Auf das Erbe von Vater und Stiefmutter ? (Wobei die Mutter gegenüber der Stiefmutter ja nicht direkt erbberechtigt war.) Oder gbt es weitere Unterlagen ? Eine solche Vorauszahlung ist ohne einen entsprechenden Vertrag über einen entprechenden späteren Verzicht nicht gut möglich.

Da die Stiefmutter noch lebt, wäre zu überprüfen, ob sie die Vorauszahlung zurückfordern kann. Ich denke nein, denn es nicht als Darlehen bezeichnet. Ich würde eher von einer Schenkung ausgehen.

Ob der Vater noch lebt und ob diese Vorauszahlung bei seinem Tod ggf.berücksichtigt wurde, erfahren wir nicht.

Dass alle Ansprüche von der Mutter auf die Fragerin übergehen, scheint mir allerdings klar.

Der erste Rat war jedenfalls richtig: Widerspruch einlegen.

Wenn die Forderung mit Begründung und Belegen vorgetragen wird, muss man weitersehen.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von imager761,

Grds. ging die Darlehensforderung der Darlehensgeber auf deren Rechtsnachfolger (Erben) als Nachlassforderung über.

Sofern die Stiefmutter diesen Anspruch hätte, begänne zwar die Verjährungsfrist bereits mit Erbfall, was aber voraussetzt, dass bereits in diesem Zeitpunkt Kenntnis des Anspruchs bzw. deiner ungerechtfertigten Bereicherung darin bestand.

Genau das ist der Fallschilderung nun nicht zu entnehmen.

G imager761

Antwort
von Knoepfle66,

Quatsch Widerspruch einlegen im Gesamten. Ein Versuch der nichts bringt. Nur Schuldscheine können vererbt werden und auch nur innerhalb einer gesetzlichen Frist. Dann verjähren diese. Notfalls ein Rechtsanwalt fragen und vorher die Beratungsgebühr festlegen.

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