Frage von blackbird, 6

Erbe anlegen zur Immobilienfinanzierung + notwendige Versicherungen

Hallo zusammen,

bei der Recherche auf der Suche nach einem Tipp für nachfolgende Situation bin ich auf dieses Forum gestoßen.

Ausgangssituation:

  • unverheiratetes Paar (Heirat nicht ausgeschlossen)
  • Frau A: 30 Jahre
  • Mann B: 29 Jahre
  • Beide voll berufstätig (unbefristet)
  • keine Kinder
  • Versicherungen: nur Privathaftpflicht vorhanden
  • Altersvorsorge: aktuell nur Riestervertrag
  • Eigenheimwunsch: ja
  • Realisierungskosten für angepeiltes Eigenheim: ca. 410.000 €

Aus einem Erbe bekam Frau A nach Abzug der Steuern 130.000 €, die aktuell unverzinst auf ihrem Girokonto liegen.

Zusätzlich sind noch 2 alte Bausparverträge vorhanden, die mittlerweile zuteilungsfähig sind (Bausparsumme jeweils 30.000 €). Die Verträge sind aber noch von einer Zeit, zu der der Guthabenzins gut und der Darlehenszins schlecht war (aus heutiger Sicht). Daher würde es hier vermutlich Sinn machen die Verträge ruhen zu lassen, oder?

Was wäre denn euer Rat an die Menschen aus dieser fiktiven Darstellung?

Einen neuen Bausparvertrag abschließen oder lieber direkt einen Baukredit aufnehmen? Müssen weitere Versicherungen abgeschlossen werden?

Bevor es eine Lösung für die sinnvollste Anlage des Erbes gibt, wäre vermutlich erstmal die Verteilung auf 2 - 3 Tagesgeldkonten sinnvoll, oder?

Vielen Dank für euer Interesse.

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für Erbe & erbrecht, 3
  1. Warum 2-3 Tagesgeldkonten. Eher als guter Kunde gelten und mit einer hohen Summe bei der Bank sein.

  2. 130.000,- + Bausparguthaben sind ca. 160.000,- (auszahlungsreif verstehe ich ca. 50 % angespart). ca. 40 % EK

  3. Kann sich das Paar 250.000,- Kredit leisten?

  4. Billiger als jetzt werden die Kredite nicht mehr, man könnte einen hohen Tilgungsteil realisieren = Laufzeitverkürzung.

  5. Wichtig klare Vereinbarung, wer wieviel an Beitrag leistet. Eventuell mit Regelung wer im Trennungsfall das Haus übernimmt und was der andere zu bekommen hat.

Kommentar von blackbird ,

Auch hier nochmals vielen Dank. Ich habe mal auf den zweiten Beitrag allgemein geantwortet und etwas zur Einkommenssituation geschrieben.

Antwort
von LittleArrow, 3

Zunächst ist die unverzinsliche Anlage in eine verzinsliche Anlage zu überführen. Wegen der Höhe der Summe und der Einlagensicherung würde ich 2-3 Banken nehmen (normalerweise würden ja 2 ausreichen). Dort dann im Hinblick auf den geplanten Realisierungszeitraum entsprechend Festgeld (und etwas in Tagesgeld) anlegen.

Bei den BSVs die Guthabenverzinsung überprüfen (höher als auf Festgeldkonto oder niedriger? Bei Letzterem BSV auflösen, denn die momentanen Bank-/Versicherungszinsen für Baudarlehn dürften niedriger sein als beim BSV die Darlehnszinsen + Agio).

Bis hierher ist alles noch klar und günstig, da Frau A ein hohes Eigenkapital vorzeigen kann.

  1. Völlig unklar ist die Einkommenssituation (nebst finanzieller Verpflichtungen) von je A und B.

  2. Im Falle der Finanzierung ist auch unklar, wer denn nun als Kreditnehmer auftreten sollte.

  3. Und für den (theoretischen) Fall der Trennung müssen belastbare schriftliche Vereinbarungen getroffen werden.

Die Punkte 1 - 3 sind zu klären, haben aber tendenziell mit der Geldanlage-Phase bis zur Hauskaufentscheidung wenig zu tun.

Kommentar von blackbird ,

Vielen Dank an euch beide für eure wertvollen Hinweise und Anmerkungen und entschuldigt meine verspätete Antwort.

Nehmen wir an, monatlich stehen insgesamt 3000 (netto) zur Verfügung. Frau A verdient hiervon ca. 200€ mehr als Herr B.

Wäre hier eine so hohe Kreditsumme realisierbar/realistisch?

Wie könnte hier eine faire Regelung/Vereinbarung aussehen, dass keiner im Falle einer Trennung benachteiligt ist?

Würde eine Heirat das begünstigen?

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