Frage von Newport1, 11

Er scheidet in 18 Monaten aus der Armee aus

Er verlässte die Armee in 18 Monaten und ist dann 55 Jahre alt. Er bekommt dann eine Teilzeitrente und seine Abfindung. Die Ehefrau ist deutsch. Und gesetzlich versichert. Haben hier in Deutschland Haus gekauft. Wenn er hierbleiben möchte, braucht er eine deutsche Krankenkasse die ihn versichert. Privat ist das aber zu teuer.

Antwort
von wfwbinder, 7

Freiwillig versichert in der GKV dürfte die günstigste Lösung sein, die möglich ist.

Wenn er es schafft noch eine Anstellung anzunehmen, die über der jetzigen Minijobgrenze von 450,- liegt, sammelt er Rentenanwartschaften und kann später auf jeden Fall in die Krankenkasse der Rentner kommen (natürlich mit Zusatzbeitrag wegen der Rente aus GB). Dazu hätte er mit so einem Job natürlich die eigene Krankenversicherung.

Kommentar von Newport1 ,

Freiwillig versichern in der GVK ist nicht möglich, da er ja schon 55 Jahre ist. Was aber, wenn er keinen Job über 450€ findet, kann er dann Arbeitslosengeld beantragen und ist somit Krankenversichert, durch die Armee ist er natürlich über das NHS in England versichert, aber das kann er hier in Deutschland nicht in Anspruch nehmen, Ich habe gehört, das man eine Bescheinigung der Armee braucht, mit der man dann zum Arbeitsamt geht und für ein Jahr Arbeitslosengeld bekommt, und somit auch in einer gesetzlichen Deutschen Krankenkasse ist. Kann mir da jemand weiterhelfen?

Kommentar von wfwbinder ,

Wenn das mit der Bescheinigung aus GB klappt mit dem ALG I, dann ist er im System.

Aber auch sonst. Es wird doch schon möglich sein, einen Sozialversicherungsfähigen Job , zumindest für einen begrenzten Zeitraum zu bekommen, um in das System zu kommen.

Ausserdem denke ich, dass die Vorschriften hier etwas anders liegen. es ist ja kein Wechsel von der PKV in die GKV, sondern eine völlig neue Versicherung, weil er bisher im Ausland versichert war. Nochmal genau erkundigen.

Kommentar von Newport1 ,

Danke schön, das war sehr hilfreich, ich werde mich erkundigen ob es möglich ist als freiwilliges Mitglied in eine gesetzliche Kasse zu kommen. Ansonsten muss eben ein Job her

Antwort
von barmer, 6

Hallo,

in Deutschland herrscht KV-Pflicht, d.h. irgendein System muss ihn nehmen. Für eine PKV spricht hier nichts.

Wenn die KV-Versorgung in der Army zum NHS zählt, gilt das als Vorversicherungszeit für die GKV. Der freiwilligen Versicherung steht dann nichts in Wege.

Wenn nicht: Auch über 55 wird man als Arbeitnehmer pflichtversichert, wenn man nicht vorher 5 Jahre durchgehend privat versichert war. Der Tipp von wfwbinder klappt also auch.

Und wenn das alles nicht klappt: Nach §5,1,13 SGB V ist er als vorher nirgendwo Versicherter in der GKV pflichtversichert. Das kann allerdings ein Kampf mit der Kasse werden.

Viel Glück

Barmer

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