Frage von fenderbender, 1.857

Entfernungspauschale Familineheimfahrten

Hallo,

ich bin etwas verwirrt und bitte euch Licht ins Dunkel zu bringen ;)

Folgende Situation:

Ich arbeite in München und habe hier auch eine Wohnung. Wochenends fahre ich aber in der Regel zu meinen Eltern heim. Dabei kann ich mit jemanden mitfahren und beteilige mich (ohne Nachweis) an den Fahrkosten. Ich würde jetzt gerne 40 Fahrten im Jahr (einfache Strecke 60 km) in der Steuererklärung angeben. Diese Zahl ist wirklich die Wahrheit. Meine Frage ist, ob ich diese Fahrten in die Steuererklärung als Werbungskosten angeben kann und ob ich Nachweise bringen muss?

Danke und Grüße F.

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Antwort
von fenderbender, 1.857

Sorry, es geht nicht um doppelte Haushaltsführung. Nur um die Entfernungspauschale in der stehen dann 220 Fahrten von der Wohnung bis zur Arbeit (5 km) und zusätzlich die Heimfahrten (40Fahrtenx60km)

Kommentar von sum1sum ,

... .und genau die 40 Fahrten sind das Problem, denn die Familienheimfahrten gehen normalerweise einher mit der doppelten Haushaltsführung. Und die hast du wohl nicht. Und daher ist die Frage, wie du diese Fahrten steuerlich 'verpacken' willst. Ich sehe hier Fahrten zu den Eltern und die sind steuerlich nicht relevant.

http://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/entfernungspauschale-fuer-familienhei...

Kommentar von fenderbender ,

Hm... ok... Also bei einer Bekannten, die HIlfe vom Lohnsteuerhilfeverein hatte, wurde das eben so eingetragen, sie hat aber ein eigenes Auto. Es wurde auch anerkannt, allerdings gehts bei ihr um kleine Steuerrückzahlungen und bei mir um größere Beträge, so dass ich vermutlich genauer kontrolliert werde...

Die Frage ist, was kann passieren, wenn da mehr drin steht und ich das nicht belegen kann? Wenn das schlimmste, was mir Blühen kann, das nicht-Beachten des Eintrages ist, mach ich es trotzdem, aber wenn es richtig Ärger geben kann, lass ich es natürlich raus... Ich muss wohl doch noch mal bei der Steuerberaterin vorbeisehen.

Trotzdem vielen Dank für Eure Hilfe

Antwort
von sum1sum, 1.622

ich vermute eher, dass das Finanzamt diese Fahrten nicht als Familienheimfahrten akzeptieren wird, denn Fahrten zu den Eltern werden meist nicht als solche anerkannt. Familienheimfahrten sind eher die, die man zu SEINER Familie macht, also, wenn man verheiratet ist und Kinder hat.

Oder wie sieht deine Argumentation aus? Sind es nur die Fahrten oder geht es um doppelte Haushalsführung? Das wären dann deutlich mehr Kosten.

Kommentar von FREDL2 ,

@sum1sum

Familienheimfahrten sind eher die, die man zu SEINER Familie macht

Nein.

Antwort
von Snooopy155, 1.455

Den Nachweis mußt Du nicht erbringen, aber es wird schwieriger die doppelte Haushaltsführung zu begründen.

Kommentar von sum1sum ,

sehe ich auch so.

Antwort
von FREDL2, 1.348

Nenne es halt Fahrten zum Lebensmittelpunkt, das trifft es in Deinem Fall und ist auch steuerlich relevant.

"Familienheimfahrten" bei Arbeitnehmern ohne eigenen Hausstand als Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte setzen voraus, dass der Lebensmittelpunkt (Hauptwohnort, persönliche Bindungen wie Eltern, Verlobte, Lebenspartner, Freundeskreis, aber auch eine Vereinszugehörigkeit würde gelten) weiter am bisherigen Wohnort liegt und der Arbeitnehmer dorthin mindestens 6 mal im Jahr zurückkehrt.

Nachweise brauchst Du nicht, wenigstens keine Benzinquittungen. Den Lebensmittelpunkt musst Du glaubhaft machen, dann flutschts.

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