Frage von molli80,

Energiekonzern zahlt nach Jahresabrechnung zu hohen Betrag zurück

Hallo,

mein Gas Anbieter hat mir heute meine Jahresabrechnung geschickt und dort einen viel zu hohen Betrag gutgeschrieben. Im letzten Jahr war es schon das Selbe. Damals haben wir zweimal auf den Fehler aufmerksam gemacht und wir haben die falsche Rechnung erneut zugeschickt bekommen und natürlich wurde auch das Geld erneut gutgeschrieben.

In der Rechnung von heute ist die Gutschrift vom letzten Jahr als geleisteter Abschlag erneut zu finden. Wir sind es nun leid, die fehlerhafte Rechnung erneut zu melden. Die Zählerstände in den Rechnungen stimmen.

Nun meine eigentliche Frage. Kann der Anbieter seine falsche Rechnung korrigieren und wenn ja, wie lange?

Antwort
von Gaenseliesel,

Hallo, ich denke auch hier gilt eine Drei Jahre Verjährungsfrist

Rückforderungsansprüche verjähren genau wie Nachforderungen des Energieversorgers binnen drei Jahren zum Jahresende. Das bedeutet, dass ein Verbraucher einen etwaigen Rückforderungsanspruch aufgrund einer Jahresrechnung von 2010 nach dem 31. Dezember 2013 nicht mehr erfolgreich gerichtlich geltend machen kann. Dies dürfte im umgekehrten Fall nicht anders sein !

Ich würde dafür den Schriftverkehr zu evtl. Beweiszwecken aufbewahren ! K.

Antwort
von gandalf94305,

Die Jahresabrechnungen weisen doch normalerweise Verbrauchszahlen und die Parameter aus dem Vertrag aus, d.h. welche Art von Fehler hast Du denn dort festgestellt? Wurde ein Bonus verrechnet? Wurde etwas arithmetisch falsch ausgewiesen?

Es gibt meiner Erfahrung nach (und ich wechsle Strom- und Gasanbieter des öfteren) drei wesentliche Fehlerquellen:

  • Man hat den falschen Tarif verwendet: damit werden Verbrauchs- und Grundkosten des Vertrags falsch zugrundegelegt. Gibt es mehrere Tarife, so kann man ggf. noch wechseln, um eine bessere Einstufung aufgrund des verbrauchten Volumens zu erhalten.

  • Man hat Abgrenzungszeitpunkte falsch bewertet: ändert sich etwas z.B. zum 31.03. eines Jahres, sollte man hier ablesen und den Zählerstand übermitteln. Ansonsten wird geschätzt, d.h. es verteilt sich ggf. die höhere Winterlast auf die nun teurer gewordenen Sommermonate. Das ist zu Ungunsten des Kunden.

  • Bonusverrechnungen: diese erfolgen falsch oder nicht. Manche Verträge lohnen sich nur, wenn man die Bonuszahlungen einrechnet, diese gibt es aber ggf. nur, wenn der Vertrag weiterläuft und nicht nach 12 Monaten endet. Hier muß man aufpassen.

Für Rechnungen gilt die Verjährung von drei Jahren ab dem Jahresende, das auf das Entstehen des Anspruchs folgt, d.h. für Lieferungen in 2012 würde die Verjährung erst am 01.01.2016 eintreten.

Kommentar von molli80 ,

Hallo,

erst mal danke für die Antwort. Die angegebenen Konditionen sind OK und auch die aufgelisteten Zählerstände sowie die verbrauchten kWh passen. In der detaillierten Ansicht stimmt also alles. In der Rechnung selber wird uns allerdings ein Verbrauch von 0 kWh berechnet.

Nun wissen wir halt nicht wie wir uns verhalten sollen. Wenn es zurückgefordert wird und die wollen das Geld auf einmal haben ist das schon ne Menge.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community

Weitere Fragen mit Antworten