Frage von Lucie1998,

Energieausweis bei Hausverkauf 2013

Hallo!

Wir wollen in Kürze unser Haus verkaufen. Soweit ich bis jetzt rausfinden konnte hätten wir den Käufern den Ausweis direkt vorlegen müssen. Unsere Maklerin möchte dies vermeiden, da er nicht sooo gut ist. Jetzt soll uns ein entsprechender Passus im Kaufvertrag von der Vorlagepflicht entbinden. "In beiderseitigem Einverständnis wird auf Vorlage des Energieausweises verzichtet".

Entbindet uns dieser Passus wirklich von der Vorlage? Ich will keinen Ärger haben.

Muss aber auch dazu sagen, dass die Käufer sowieso sämtliche im Energieausweis vorgeschlagenen Modernisierungsmaßnahmen vornehmen.

Vielen Dank für Eure Hilfe

Antwort
von Lucie1998,

Also, das stimmt so nicht. Wir HABEN einen Energieausweis, der Pflicht sind wir bereits nachgekommen. UND dass es sich um strafrechtliche Konsequenzen handelt ist ja wohl einfach nicht wahr, man bekommt bei Nichtvorlage im Schlimmsten Fall ein Bussgeld / Ordnungswidrigkeit. Desweitern beurkundet der Notar es genau so, denn ER hat den Passus so im Entwurf eingetragen und er hat wohl in diesem Jahr schon mehrfach so beurkundet.

Das alles hilft mir nicht weiter, meine Frage war ob dieser Passus uns tatsächlich von der Pflicht befreit den Energieausweis vorzulegen, da seit 2013 hier eine aktive Pflicht des Verkäufers vorgeschrieben ist (was ich durch Zufall herausgefunden habe gestern)? Ich habe keinen Lust auf eventuellen Ärger im Nachhinein, kenne bis jetzt aber auch die Käufer noch nicht.

Also bitte keine Vorwürfe oder sonstiges. Ich möchte wirklich nur diese Frage beantwortet haben, denn befreit es uns nicht von der Pflicht nehme ich das Ding auch mit zum Notar und lege es vor.( Ich meine wir werden ihn eh mit den Hausunterlagen bei Übergabe weiterreichen, denn er gehört ja zum Haus.)

Antwort
von billy,

Wie der user gtbasket in seiner Antwort auch schon erwähnte ist die Erstellung des Energieausweis beim Verkauf einer Immobilie verpflichtend gesetzlich vorgeschrieben damit der Käufer sich ein Bild vom energetischen zustand der Immobilie machen kann. Ich rate ebenfalls von Mauscheleien im Kaufvertrag wie von der Maklerin vorgeschlagen und selbst wenn die Käufer keinen Wert darauf legen sollten ab, weil ungesetzlich und ich nicht glaube das ein Notar den Eigentumsübergang so beurkunden wird.

Antwort
von barmer,

Hallo,

ich hatte beim Verkauf einen Energieausweis. Der hat niemanden interessiert.

Mit dieser Passage stößt man den Käufer doch darauf und öffnet das Tor für Preisnachverhandlungen. Und es ist wahrscheinlich erst recht ungesetzlich.

Viel Glück

Barmer

Antwort
von qtbasket,

Die Vorlage des Energieausweises an den Verkäufer ist gesetzlich vorgeschrieben !!!

Was du bzw. deine Maklerin beabsichtigen, ist meiner Meinung nach sogar eine arglistige Täuschung !!!


Ob ein Notar das beurkunden möchte, wage ich anzuzweifeln.

Außerdem kommt der Käufer dahinter, wird die sofortige Rückabwicklung fällig und der Staatsanwalt wird ermitteln, denn es handelt sich um eine Straftat.

Ich kann nur dringend vor der Absicht warnen, im Gegenteil : die Methoden dieser Maklerin sind unseriös, man kann nur dazu raten, sich sofort !!! zu trennen. Denn schon die Beratung dieser Dame ist meiner Meinung nach strafrechtlich zu würdigen: Sie stiftet dich immerhin zu strafbarem Handeln an !!!

Kommentar von LittleArrow ,

Energieausweises an den Verkäufer

---> Käufer natürlich.

es handelt sich um eine Straftat.

---> ...um eine Ordnungswidrigkeit;-)

Kommentar von qtbasket ,

Falsch !!!

Arglistige Täuschung wird als Betrug bestraft !!!

Eine Täuschung ist gegeben, wenn eine falsche Erklärung über Tatsachen stattgefunden hat. Arglistig ist die Täuschung nach herrschender Meinung dann, wenn sie vorsätzlich erfolgte.

Wer einen anderen durch Täuschung und eine damit verbundenen Irrtumserregung um einen Vermögensvorteil bringt oder ihm einen Vermögensnachteil zufügt macht sich nach § 263 Strafgesetzbuch strafbar wegen Betrug strafbar.

Antwort
von Lucie1998,

So, ich habe soeben einen Newsletter einer AnwaltsundNotariatskammer gefunden vom 22.1.13

Da steht dass die Bundesregierung mit dem Gesetzentwurf hinterher hängt und deshalb noch keine Besonderheiten zu beachten sind.

Also dürfte ja alles im grünen Bereich sein für uns.

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