Frage von laraaa, 1.201

Elterngeld und betriebliche Altersvorsorge

Hallo ihr Lieben, Ich habe schon wirklich viel zu diesem Thema gegoogelt, finde aber keinen "aktuellen" Fall:

Wir planen ein Baby, wenn alles läuft wie gewünscht, würde es nächstes Jahr im Sommer auf die Welt kommen. Dass man vorzeitig in Stkl. 3 wechseln sollte, um das Elterngeld zu erhöhen, habe ich schon rausgefunden :-)

Aber wie ist das mit der betrieblichen Altersvorsorge? Seit 2014 oder 15(?) Wird das Elterngeld ja anscheinend nicht mehr nach dem Netto, sondern nach dem Bruttolohn berechnet, oder? Mein Arbeitgeber gibt nichts zur betr. AV hinzu.

Meine Gehaltsabrechnung sieht ungefähr wie folgt aus (Beispielszahlen):

Brutto 3000 + 250 AV - 250 Av Abzüglich Steuern Netto 2000 -250 AV Auszahlungsbetrag 1750

Habe ich jetzt aufgrund meine betr. AV weniger Elterngeld zu erwarten? Ich verstehe es so, dass nicht. Aber ich lese überall dass die betr. AV das EGeld schmälert, bin mir jetzt nur unsicher ob das veraltet ist und sich noch auf die berechnungsgrundlage Nettolohn bezieht..

Ich hoffe ihr konntet mir einigermaßen folgen und versteht meine Frage :-)

Lieben Dank auf jeden Fall schon mal! Lara

Antwort
von billy, 1.201

Die Berechnung des Elterngeldes kann im Einzelfall sehr kompliziert werden. Hier ist es ausführlich beschrieben oder Sie geben die Einkommenszahlen im Elterngeldrechner ein. http://www.elterngeld.net/elterngeld-berechnung.html

Antwort
von Kevin1905, 1.090

Wenn das Elterngeld vom Brutto abhinge, warum zum Teufel sollte dann ein Wechsel der Steuerklasse sinnvoll sein?

Habe ich jetzt aufgrund meine betr. AV weniger Elterngeld zu erwarten?

Nein.

Kommentar von laraaa ,

Das Elterngeld wird vom Bruttogehalt berechnet, davon wird ein pauschalbetrag für krankenvers. Sozial und Rentenvers. Abgezogen UND die durchschnittliche Lohnsteuer des letzten jahres.

Wechselt man also rechtzeitig in Lstkl 3 hat man geringere Abzüge der Lohnsteuer und somit mehr Elterngeld.

Kommentar von Kevin1905 ,
Das Elterngeld wird vom Bruttogehalt berechnet, davon wird ein pauschalbetrag für krankenvers. Sozial und Rentenvers. Abgezogen UND die durchschnittliche Lohnsteuer des letzten jahres.

Das ist so nicht korrekt.

Es wird aus dem laufenden Steuer-Brutto ein fiktives Netto gebildet, welches die Grundlage für das Elterngeld bildet.

Wechselt man also rechtzeitig in Lstkl 3 hat man geringere Abzüge der Lohnsteuer und somit mehr Elterngeld.

Das ist zwar richtig, wenn man entsprechend 7 Monate vorher wechselt, jedoch darf man nicht vergessen, dass das Elterngeld selbst dem Progressionsvorbehalt unterliegt.

Antwort
von Underfrange, 984

Wenn meine alte Schule noch stimmt, dann ist es so geregelt, dass durch eine Barlohnumwandlung, also eine baV der Arbeitnehmer nicht schlechter gestellt werden darf. Als Experte für Personenversicherung und eben auch betriebliche Altersvorsorge kenne ich zwar die Umwandlung sehr genau, die Frage nach der Eltergeldregelung aber ungterliegt auch ständiger Änderungen. Ganz genau erklärt das z.B. http://www.elterngeld-aktuell.de/ Für weitere Fragen stehe ich gerne zur Verfügung. Vielelicht sind ja Krankenversicherung und/oder andere Themen rund ums Kind von Interesse..

Kommentar von laraaa ,

Hallo, Vielen Dank für deine schnelle Antwort. :-)

Auf der Seite die du verlinkt hast, wird das Elterngeld aber wieder auf Grundlage des Nettogehalts berechnet, deshalb bin ich irritiert.. Keine Frage nach dem Bruttogehalt, der Steuerklasse oder einer betrieblichen Altersvorsorge.. :-(

VG

Kommentar von Underfrange ,

Die Seite stammt nicht von mir. Ich habe sie auch nur gefunden. Konkrete und zuverlässige Auskunft bekommst du vielleicht bei deinem Landratsamt oder deiner Stadtverwaltung wo das Elterngeld beantragt wird. Die sollten das konkret wissen.

Kommentar von Tina34 ,

Weil durch Entgeltumwandlung eingezahltes Entgelt (bis zu einer gewissen Höhe) steuerfrei bleibt, darf es nicht als maßgebliches Einkommen bei der Bemessung des Elterngelds berücksichtigt werden (so v. BSG mit Urt. v. 25.6.2009 – B 10 EG 9/08 R entschieden).

Was meint ihr den dann zu dem Urteil?

Kommentar von laraaa ,

Mittlerweile bin ich etwas schlauer,

Es ist tatsächlich so, dass die Berechnungsgrundlage ausschließlich das Steuerbrutto ist. Da eine betr. AV aber nicht steuerpflichtig ist, ist das Bruttogehalt das zur Berechnung genommen wird tatsächlich niedriger als das "eigentliche" Brutto.

In meinem Beispielfall sind das knapp 200 Euro, was beim Elterngeld im Monat eine Differenz von ca. 70 Euro ausmacht..

Haben oder nicht haben...

Kommentar von Hanseat ,

Erlauben Sie mir den Hinweis dass Sie als "Experte für bAV" das dann eigentlich wissen müssten, "ständige Änderungen" hin oder her. Die gestellte Frage ist ziemlich konkret und signalisiert kein Interesse an KV oder anderen Bereichen, Werbung für Ihre anderen Beratungsleistungen (siehe auch Ihre Antwort zur KV-Frage der studentischen Aushilfe) gehört hier m.E. nicht hin. Das machen die anderen hier "tätigen" Berater auch nicht.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community