Frage von SohnR, 94

Eltern können Pflegekosten nicht zahlen, Wohnhaus vor 7 J. übergeben, zahlen gutverdienende Kinder?

Wir haben Problem mit den Pflegekosten unserer Eltern, sie haben kleine Renten (zusammen ca. 1300 Euro) und können nicht zahlen. Vermögen kaum da (nur ca. 5000 Euro auf dem Sparbuch), Pflegestufe wird erst beantragt. Wohnhaus wurde vor 7 Jahren an ein Kind übergeben, Wohnrecht ist eingetragen. Doch wer soll nun für die Kosten der Betreuung aufkommen. Die Mutter ist zunehmends verwirrt, kann den Haushalt nicht mehr schaffen, der Vater kann die Pflege keinesfalls übernehmen, kann grade sich selber einigermaßen helfen. Es wird bald eine Tagesbetreuung notwendig sein, eine Pflegerin muß eingestellt und bezahlt werden. Sind nun die gutverdienenden Kinder dran mit zahlen, obwohl anderes Kind das Haus bekam? Wer hat hier einen Tipp oder Rat, bevor wir uns zu sehr streiten. Wer soll den Eltern-Unterhalt leisten, der der das Wohnhaus bekam oder die anderen Geschwister?

Hilfreichste Antwort - ausgezeichnet vom Fragesteller
von RatsucherZYX,

Das Sozialamt wird alle Kinder heranziehen.

**Wohnhaus wurde vor 7 Jahren an ein Kind übergeben, Wohnrecht ist eingetragen. ** Notariell übertragen? Wessen Wohnrecht wurde eingetragen?

Bei Übergabe wird eigentlich das Wohnrecht der Eltern eingetragen! Denn der neue Eigentümer soll damit belastet sein und die Alten nicht rausschmeißen können.

Alles was innerhalb der letzten 10 Jahre geschehen ist, kann rückgängig gemacht werden, bevor das Sozialamt zahlt. Es bleibt sonst bei den Geschwistern hängen.

Kommentar von SohnR ,

Danke für die Antwort. Das Wohnhaus wurde vor dem Notar übergeben (an eines der vielen Kinder) . Aber der, der das Haus bekommen hat, meint, er könnte die Pflege nicht zahlen, es sollen die anderen gut verdienenden Geschwister zahlen, was mir nicht so gefällt.

Antwort
von guterwolf,

Zunächst einmal sollte man entsprechende Pflegestufen veranlassen. Dann wäre zu bedenken warum 1 Kind das Haus übertragen bekommen hat - haben die anderen Kinder keinen Ausgleich erhalten?

Zahlen kann nur der, der das nötige Geld hat.

Antwort
von Rentenfrau, 94

Wenn die Eltern sich finanziell nicht mehr selber unterhalten können, dann werden sie entweder mit Euch reden und um Geld bitten müssen oder aber einen Antrag auf Sozialhilfe stellen müssen. Die Eltern hätten die Pflege mit der Übergabe des Wohnhauses regeln sollen - nun haben sie wohl das Wohnhaus nur mit einem Wohnrecht übergeben, und das ist natürlich nicht genug, um eine kostspielige und zeitaufwändige Pflege abzusichern. Da habe die Eltern wohl einen großen großen Fehler begangen. So werden sich nun Geschwister einigen müssen und natürlich hätte das Kind, welches das Wohnhaus bekommen hat, die moralische Verpflichtung für die Pflege der Eltern zu sorgen, da es wohl das große Erbe bekommen hat, aber eine rechtliche Verpflichtung gibt es nicht, da im Übergabevertrag wohl nichts geregelt wurde. Oder Sozialhilfeantrag dann wird das Sozialamt - wenn die Hausübergabe noch keine 10 J her ist, die Rückabwicklung machen, damit das Haus für die Pflegekosten zur Verfügung steht. Sind schon 10 J. seit der Übergabe vorbei, dann werden alle Kinder zur Finanzierung der Pflege herangezogen, die Moral spielt bei der Sozialhilfe eben keine Rolle.

Antwort
von stella185,

Wenn die Eltern noch zuhause bleiben, kommt dann Ambulante Dienst, wird von Pflegeversicherung bezahlt. Vielleicht soll der Vater jetzt nocht eine private Pflegeversicherung abschliessen, dann ist alles ein wenig einfacher wen er auch ein Pflegefall wird.Alles Gute für die Eltern

Kommentar von blnsteglitz ,

jetzt nocht eine private Pflegeversicherung abschliessen,

absoluter Quatsch. Wer soll die Prämien denn zahlen? Mach dich mal schlau was das kostet im Alter.....

Kommentar von stella185 ,

Ja, die Prämien Kosten schon, gibs etwas was nichts kostet,hi, .aber trotzdem günstiger jetzt zu bezahlen, als im Pflegefall. Dann ist das alles unmöglich zu bezahlen! Ja und wer soll das bezahlen alles, bei dieser immer älternder Gesellschaft! Die Leute bezahlen oder sparen für soviele Sachen! Das Wichtigste ist aber zuerst sich fürs Alter absichern, da jeder alt und pflegebedürftig wird, dran denken die Leute nicht, oder schon denken, aber nach hinten verschieben diesen Gedanken. Und dann erst wenn etwas übrig bleibt, Kindern verschenken! Dann ist alles klar geregelt und dann gibs auch keine Probleme ,das geerbtes Haus nachher für die Elternpflege in Heim werwendet wird. Das ist dann schlimm..... aber gut wenn du meinst das das absoluter Quatsch ist...........die private Pflegeversicherung..., ach noch was, glaube bald gibs auch ein Zuschuss dazu, 5 Euro x Monat bei einem Vertrag. LG

Kommentar von SohnR ,

Danke, aber die Versorgung vom ambulanten Dient wird nicht reichen (Demenzerkrankung), Heim kommt nicht in Frage. Meinst wirklich, daß meine Eltern mit über 70 noch eine Pflegeversicherung bekommen? Sie sind nur gesetzlich pflegeversichert.

Kommentar von guterwolf ,

nein können sie nicht mehr abschließen, mit einer Demenz schon mal gar nicht.

Kommentar von stella185 ,

Der Vater ist aber noch nicht dement, oder?

Antwort
von Privatier59,

Das BGB ist da ziemlich gnadenlos. Bei Verarmung des Schenkers muß die Schenkung rückabgewickelt werden. Dafür, dass das geschieht, wird im Zweifel das Sozialamt sorgen.

http://www.gesetze-im-internet.de/bgb/__528.html

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