Frage von McJoey, 23

Einnahmen ohne Rechnung: steuerliche Einordnung

Hallo,

Als Kleinunternehmer mit EÜR braucht man ja keine Bilanzbuchhaltung. Dementsprechend war es bisher auch kein Thema, Zahlungen auch ohne Rechnung den Einkünften zuzuordnen und zu versteuern.

Zum Beispiel handelt es sich aus Dank für Know-How und Unterstützung um freiwillige Zahlungen/Umsatzbeteiligungen, denen jedoch keine Vertragsvereinbarung zugrunde liegt, und für die es auch keine Berechnungsgrundlage gibt. Daher gibt es auch keine Rechnungen.

Wie sind solche Umsätze buchhalterisch, steurrechtlich und Umsatzssteuerrechtlich einzustufen?

Antwort
von Frei123, 17

zwischen Pflicht zur Buchhaltung sehe ich keinen Zusammenhang zur Rechnungstellung. Von Gefälligkeitszahlungen und fehlender vertraglicher Basis sehe ich auch keinen Zusammenhang, warum keine Rechnungen geschrieben werden.

Man kann viele Dinge machen ohne Vertrag und bekommt dann x Euro dafür. Wenn man sich auf eine Zusammenarbeit einlässt ohne vertragliche Basis, die auch mündlich erfolgen kann, dann ist das das eine. Wenn nun eine Firma Zahlungen durchführt ohne Rechnung oder Gutschrift, dann ist das das andere.

Irgendeinen Beweis wird es geben und sei es nur eine Überweisung oder ein Zettel, auf dem steht, dass Person xy einen Betrag von z Euro erhalten hat.


Ich kenne nun nicht die Beträge, von denen du sprichst. Damit ist nicht klar, ob du einen einmaligen Betrag von 100 Euro bekommen hast oder einen, der über der Grenze der Kleinunternehmerregelung liegt. Damit kann man keine Aussage treffen in Bezug auf die Umsatzsteuer.

Gib den Betrag bei der Einkommensteuer an und ordne diesen der Einkommensart zu. Das ist vermutlich eine selbständige Tätigkeit.

Generell würde ich bei so einer Vorgehensweise wie beschrieben, von einer doch unklaren und unsauberen Vorgehensweise sprechen. Es gibt keine Steuernummer, keine Anmeldung einer selbständigen Tätigkeit, keine Rechnungen.

Kommentar von McJoey ,

Zunächst danke für Deine Antwort!

Ich hatte mich leider etwas missverständlich ausgedrückt, bitte entschuldige. Ich bin natürlich ordentlich beim FA gemeldet habe einen Gewerbeschein und versuche alles so korrekt wie möglich zu handhaben. Daher ist auch jede dieser Einnahmen angegeben. :-) Nur auf der Seite des Senders ist die Vorgehensweise etwas unsauber.

Für einen Kunden war ich vor etlichen Jahren mal als Dienstleister tätig, mit Vertrag und auf Rechnung. Da das Projekt dieses Kunden aufgrund meiner Arbeit jedoch hervorragend lief, erhalte ich seitdem regelmäßig "Bonuszahlungen", denen keine Leistung entgegen steht. Dass diese zu den Einnahmen zählen, ist mir klar. Was ich nicht weiß ist, ob ich dafür z.B. Umsatzsteuer abführen muss (bin ab nächsten Jahr USt-pflichtig), oder Schenkungssteuer, oder was auch immer.... Daher die Frage nach der steuerlichen Einordnung.

Es sind weder Einnahmen aus einem Werk- oder Dienstvertrag, noch sind es echte Umsatzbeteiligungen. Eigentlich ist es eine Schenkung. Vielleicht hätte ich es noch nicht einmal den betrieblichen Einnahmen zurechnen müssen sondern nur meiner Einkommensteuer. Da die Zahlungen aber teilweise immhin mehr als die Hälfte meines Kleinunternehmer-Umsatzes ausmachten hätte mir das Finanzamt dies sicherlich nicht abgenommen.

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