Frage von plastikman,

Einkommensteuer zu hoch?

Servus. Ich hoffe ich drücke mich einigermaßen verständlich aus. In meiner Steuererklärung wurde zum einen ein Freibetrag aufgrund außergewöhnlicher Belastung von 4x667=2668 Euro genehmigt, sowie Werbekosten von 1060 Euro. Wenn ich dies als Freibetrag in einen Jahresgehaltsrechner mit meinem Jahresgehalt von 44500 Euro eingebe, komme ich auf eine Steuerlast von ca. 6800 + Solidaritätszuschlag. Allerdings kommt die Steuererklärung auf eine Steuerlast von 7100 Euro. Das sind ganze 300 Euro weniger Steuerrückzahlung!? Insgesamt hatte ich anstatt von 1300 Euro Steuererleichterung nur eine von 1000 Euro.

Man könnte es auch anders ausdrücken. Für die letzten 4 Monate wurde meine außergewöhnliche Belastung annerkannt, also 667 Euro pro Monat. Dadurch habe ich 230 Euro im Monat mehr rausgekommen. Was Im Endeffekt 920 Euro an weniger gezahlten Steuern sind. Die Werbekosten von 1060 Euro bewirken also irgendwie nur noch eine weitere Steuererleichterung von 80 Euro.

Irgendwie kann das meiner Meinung nach nicht stimmen..

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Antwort
von Rat2010,

Wenn ich auf dein zu versteuerndes Einkommen vin vielleicht 40.000 € (abzüglich Krankenversicheurng den Grenzsteuersatz berechne (36,8 %) und wenn ich dann die 2.688 und die 60 € (wahrscheinlich hast du den Werbungskostenpauschbetrag von 1.000 € irgendwie falsch drin), ergibt sich für die Erstattung ein Näherungswert von:

2.748 * 36,5 % = 1.003,02 €

Der Bescheid passt also. Zu überlegen ist, was du im Jahresgehaltsrechner falsch eingegeben hast. Ich habe meinen Verdacht schon geäußert. Wahrscheinlich liegt es an den Werbungskosten.

Kommentar von plastikman ,

Servus, Nein ich habe wirklich 1060€ 941€ Entfernungspauschale 119 € für Weiterbildungskosten = 1060€

Ich habe in den Jahresrechner eben mein Gehalt von 44500 eingegeben und die Werbungskosten und die außergewöhnliche Belastung addiert und als Freibetrag eingegeben.

Vermutlich ist da der Fehler?

Kommentar von Rat2010 ,

Genau da ist der Fehler. Von den 1.060 € musst du - wenn du es so eingibst - die 1.000 € Werbungskostenpauschbetrag, die schon bei der monatlichen Berechnung der Lohnsteuer berücksichtgt werden, abziehen.

Kommentar von plastikman ,

ahhh. Du hast mir einen plamablen Anruf beim Steueramt erspart. Ich danke Dir dafür :)

Kommentar von EnnoBecker ,

blamablen Anruf beim Finanzamt erspart [Fehler repariert]

Was hättest du denn da fragen wollen? Und wen?

Kommentar von EnnoBecker ,

Richtig. Den doppelten WK-Betrag von 1.000 hatte ich bei 300 Euro Steuern (=30%) sofort vermutet.

Antwort
von jowaku,

So eine Frage bekommt man in einem höflichen Anruf beim Finanzamt i. d. Regel gut beantwortet und erklärt.


Wenn nicht, dann mit dem nächsthöheren Vorgesetzten dort sprechen.

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