Frage von Jessica88, 55

Welche Einkommensteuer für Ehepaare (Frau: Angestellt / Mann: Selbstständig)?

Hallo Community,

Ich bin Arbeitnehmerin und verdiene ca. 30.000€ brutto jährlich (Steuerklasse 3). Mein Ehemann ist selbständig und verdient ebenfalls ca. 30.000€ im Jahr. Wir haben keine Kinder. Wie wird die Einkommensteuer für uns berechnet und wie viel würde es ca. betragen? Wäre hier die gemeinsame oder getrennte Veranlagung besser? Würde gern planen was auf uns an steuern zukommt, damit wir das Geld zurücklegen können...

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Expertenantwort
von wfwbinder, Community-Experte für einkommensteuer, 35

Ihr habt beide etw das gleiche pro Jahr, damit wäre es egal, ob zusammenveranlagung, oder getrennt.

Ein Vorteil ist getrennte Veranlagung aber sehr selten.

Auch schwanken die Ergebnisse bei Selbständigen häufiger, was bei Angestellten selten vorkommt.

Aber es ist ja kein Problem. Die Entscheidung kann man von Jahr zu Jahr ändern udn jeweils für jedes Jahr kurz errechnen, was günstiger ist.

Bei Deinen 2.500,- mtl. hast Du ca. 100,- Euro Steuerabzug.

Wenn ihr auf zusammen 60.000,- kommt, ist die gesamte Steuer ca. 8.520,- Euro.

Also für das Gesamteinkommen zahlt ihr 7.320,- nach.

Kommentar von wfwbinder ,

Übrigens, wenn Du getrennte Veranlagung wählst zahlst Du ca. 2.720,- nur für Dich nach.

Antwort
von betroffen, 18

Solange bei Euch das Bruttoeinkommen beinahe gleich bleibt, würde ich Euch die Steuerklassen IV / IV empfehlen. Sonst gibt es regelmäßig böse Überraschungen nach der Einkommensteuererklärung. (Nachzahlungen)

Kommentar von RichardSharpe ,

Steuerklassen gibt es nur bei nichtselbständig Beschäftigten.

Kommentar von betroffen ,

Wenn das so ist, Richard... wusste ich nicht und hab' auch nicht darauf geachtet.

Dann gib' doch Jessica mal eine brauchbare Antwort !

Antwort
von LittleArrow, 29

Würde gern planen was auf uns an steuern zukommt, damit wir das Geld zurücklegen können

Eine gute Idee! Was immer da bis zum Jahresende als Einkünfte zusammenkommen und wofür im nächsten Jahr der Steuerbescheid eingeht, er wird sicherlich von einem Vorauszahlungsbescheid begleitet sein.

Demzufolge darf Dein Mann (oder Ihr) künftig vierteljährliche Vorauszahlungen leisten. Das Zurücklegen wird also nur für kurze Zeit dauern. Nimmt man noch schwankende Monatseinkünfte aus der Selbständigkeit hinzu, dann sollten anfangs auch genug Vorauszahlungsmittel für die schlecht(er) laufenden Monate zurückgelegt werden.

Antwort
von Brigi123, 30

wfb binder, wieso nur 100,- Euro Steuerabzug bei 2500,- bruttoeinkommen? Tippfehler? Als Kommentar ging es leider nicht.

Kommentar von wfwbinder ,

Na dann überprüfe es doch mal:

http://www.n-heydorn.de/gehaltsrechner.html

Steuern 99,50 Euro bei Steuerklasse 3.

Sozialversicherung: 516,88 Euro

Warum? Weil bei Steuerklasse III beide Grundfreibeträge eingerechnet werden.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Der Weg aus dem Dilemma kann § 38b (3) Satz 1 EStG bieten:

Auf Antrag des Arbeitnehmers kann abweichend von Absatz 1 oder 2 eine für ihn ungünstigere Steuerklasse oder geringere Zahl der Kinderfreibeträge als Lohnsteuerabzugsmerkmal gebildet werden.

Also die IV, damit der Grundfreibetrag "beim Mann" bleibt. Bleibt sich dann am Ende aber wohl auch hleich - im Verhältnis zu den vierteljährlichen Einkommensteuervorauszahlungen.

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