Frage von Tommy1990,

Einkommenssteuererklärung 2012

Liebe Community,

wollte euch ein paar Fragen stellen bevor ich meine Steuererklärung morgen/übermorgen beim Finanzamt vorbeibringe.

Und zwar bin ich im Juli 2012 mit meiner Lehre fertig geworden, dannach 400€ Basis gearbeitet und nachdem ich einen Vollzeitjob gefunden habe, diesen angenommen und 400€ Basis aufgehört zu arbeiten. Zusätzlich war ich dauerhaft seit Jan. 2012 selbständig auf Kleinunternehmerbasis gemeldet. Hier mal die Gesamtwerte: Bruttolohn Lehre: 4515,15€ Bruttolohn 400€ Basis: 533,34€ Bruttolohn Vollzeit: 3770€ Umsatz Kleinunternehmer: 3000€ Gewinn Kleinunternehmer: 1700€

Habe vom Finanzamt folgendes zugeschickt bekommen was nun "vollständig" ausgefüllt hab. - Einkommenssteuererklärung - Anlage N (Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit) - Anlage KAP (Einkünfte aus Kaptialvermögen) - Anlage Vorsorgeaufwand - Anlage G (Einkünfte aus Gewerbebetrieb)

Meine Fragen: 1. Mich verwundert, dass ich von der Firma wo ich Vollzeit beschäftigt bin einen "Ausdruck der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung" bekommen habe (wissen dass ich nebenbei Kleinunternehmer bin). Soll ich Anlage N (Ist ja im Endeffekt des selbe) dann überhaupt abgeben? 2. Bin ich noch im Freibetrag oder muss ich schon Steuern nachzahlen und wenn wie viel ca?! 3. Muss in Anlage N bei Bruttoarbeitslohn auch der 400€ Job oder die Lehre angegeben werden oder nur Vollzeit? (400€ Basis Job hat mir auch eine Meldebescheinigung für Sozialversicherung ausgestellt) 4. Diese Bescheinigungen muss ich schon alle als Kleinunternehmer ausfüllen oder?

Vielen herzlichen Dank schon mal in Voraus, finde über google leider keinen vergleichbaren Fall

Schöne Grüße

Peter

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Tommy1990,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Antwort
von Kevin1905,
  1. Interessiert die nicht, was du nebenbei machst. Ja sollst du, die Lohnsteuerbescheinigung ist für deine Unterlagen bestimmt, nicht fürs Finanzamt.
  2. Kann dir Elster sagen - www.elster.de
  3. Der Minijob gehört nicht in die Steuererklärung, wenn dieser pauschal abgrechnet wurde. Die Ausbildung muss aber rein mit separater Lohnsteuerbescheinigung.
  4. Der Gewinn der selbständigen Tätigkeit wird mit dem Bruttoverdienst der Lehre und der Vollzeitanstellung abzgl. Werbkungskosten zur Summe der Einkünfte addiert. Kannst du keinen Kinderfreibetrag etc geltend machen ist dies auch der Gesamtbetrag der Einkünfte.

Vom Gesamtbetrag der Einkünfte sind Sonderausgaben abzugsfähig (Anlage Vorsorgeaufwand, Anlage AV wenn Riester-Vertrag vorhanden) sowie evtl. außergewöhnliche Belastungen. Danach steht das zu versteuernde Einkommen.

Ist dieses kleiner als 8.004,- € so fällt keine Einkommensteuer an. Zu viel gezahlte Lohnsteuer wird erstattet. Eine Vorauszahlung für das nächste Jahr auf die Einkommensteuer über den Lohnsteuerabzug hinaus ist unwahrscheinlich.

Antwort
von Mikkey,
  1. Ja, Anlage N gehört zur Erklärung, die Bescheinigung ist halt eine solche.
  2. Überschlagen ergeben sich ca. 10.000 steuerrelevante Gesamteinkünfte. Nachzahlen ist nicht erforderlich, aber Du wirst vielleicht nicht alle gezahlten Lohnsteuern zurückbekommen.
  3. Den Minijob brauchst Du nirgends angeben, die Lehre schon
  4. Für das Gewerbe musst Du eine EÜR anfertigen und dazu eine Anlage G (oder heißt die noch GSE?) ausfüllen.

Und ein Hinweis: Aufzählungen werden hier mit einer Leerzeile eingeleitet und beendet.

Antwort
von MadRampage,
  1. das bekommt jeder Arbeitnehmer und sollte geprüft werden. Die Daten werden automatisch ans Finanzamt übermittelt, sind aber trotzdem in der Steuererklärung einzutragen

  2. Also 4515€ (Ausbilungdsvergütung) plus 3770€ (Lohn/Gehalt) ergibt 8285 Bruttoeinkommen minus Sonderausgaben/Vorsorgeaufwendungen (20%) ca. 1600 minus Werbungskosten (pauschal) 1000€ = 6585 Euro plus Nebeneinkünfte (Gewerbe) 1700€ = 8285€ und damit knapp über dem Grundfreibetrag von 8001€ => geringe Steuerfestsetzung von ca. 15% x 284€ = 42,60 euro

  3. Wenn der Mini-job pauschal vm Arbeitgeber versteuert wurde, so ist dieser in Deiner Steuererklärung nicht mit anzugegen. Wenn Du also keine Steuerkarte beim Arbeitgeber des Minijobs abgegeben hast, so wurde dieser höchstwahrscheinlich pauschal vom Arbeitgeber versteuert

  4. Welche Bescheinigung meinst Du hier?

Antwort
von HilfeHilfe,

1- dazu ist der AG verpflichtet udn macht es in der Regel automatisch ! 2- kA ! Frag Wiso Steuerprogramm 3- 400 war der minijob auf St.6 ? Dann nicht angeben

Kommentar von MadRampage ,

war der minijob auf St.6 ? Dann nicht angeben

Was meinst Du mit St6? Steuerklasse 6? Dann wäre der Minijob doch anzugeben:

  • Wenn der Minijob "auf Lohnsteuerkarte" ausgeübt wurde, so zählt dieser zum zu versteuerndem Einkommen und muss mit angegeben werden

  • Wenn der Minijob vom Arbeitgeber pauschal versteuert, also ohne Lohnsteuerkarte, so zählt EIN Minijob nicht zum zu versteuerndem Einkommen und sollte nicht mit angegeben werden

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