Frage von alexbl3003,

Einfuhrumsatzsteuer auf einen Artikel, der ursprünglich aus Deutschland stammt?

Hallo,

kennt sich zufällig jemand mit Zoll und EUSt. aus? Ich habe bei einem großen Online-Internetauktionshaus einen alten 500 DM Schein ersteigert, und zwar für rund 377 US-Dollar. Der Verkäufer sitzt in Singapur. Leider hat der Knabe den Schein in einem kleinen Päckchen verschickt, sodass die Sendung vom Zoll geöffnet und EUSt. darauf erhoben wurde!

Nun meine Frage: Dieser Schein stammt doch ursprünglich aus Deutschland und wurde damals, als die DM noch Zahlungsmittel war, offensichtlich von einem Touristen aus Singapur mitgenommen und jetzt wieder verkauft. Darf denn auf einen Artikel, der ursprünglich schon mal in Deutschland war und ja auch ursächlich aus Deutschland stammt, als sogenannter "Re-Import" Einfuhrumsatzsteuer erhoben werden?

Spinnen wir die Sache mal weiter: Rein theoretisch könnte ich den Schein ja jetzt an jemanden in den USA verkaufen, der ihn möglicherweise später wieder an jemanden in Deutschland weiterverkauft. Wenn das mit der EUSt. so legitim wäre, dann müsste dieser ja noch einmal EUSt. bezahlen.

Antwort
von EnnoBecker,

Das ist eine recht merkwürdige Begründung. Die muss schon daran scheitern, dass dir nicht bekannt ist, woher die verwendeten Fasern und übrige Materialien stammen, aus denen der Schein hergestellt worden ist.

Und weil dies einfach zuviel wäre, hat der Gesetzgeber in § 1 (1) Nr. 4 UStG einfach nur bestimmt, dass die Einfuhr von Gegenständen im Inland oder in den österreichischen Gebieten Jungholz und Mittelberg der Umsatzsteuer unterliegt.

Daher ist nur zu prüfen: 1. Handelt es sich um einen Gegenstand? 2. Ist er im Inland eingeführt worden?

Beides kann man wohl mit JA beantworten, oder?

Deine Weiterspinnerei ist demnach völlig korrekt.

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