Frage von JimmyFaloon, 38

Eine Firma plant 50% unserer GmbH zu erwerben (Tourismusbranche). Nach wievielen Jahren sollte sich der Anteilskauf für den Käufer amortisiert haben?

Zu beachten ist, dass der Käufer sich in der gleichen Branche bewegt und daher strategische und infrastrukturelle Unterstützung bieten kann.

Antwort
von wfwbinder, 5

@EnnoWarMal hat Recht. GmbH Anteile sind keine Maschine, die nach ein paar Jahren nur noch Schrottwert hat. Die muss sich bis zum Ende der Betriebsdauer (zumindest) amortisiert haben.

Wenn man eine GmbH am laufen hält, verliert sie nicht an Wert, sondern der erhöht sich sogar.

Was hier zum tragen kommt ist eher die Frage der Opportunitätskosten.

Was könnte der Käufer mit dem eingesetzten Kaufpreis anderweitig für Erträge erzielen, gegen über den Gewinnausschüttungen der GmbH.

Ich habe vorletzte Woche eine GmbH für 1,- Euro übernommen, da ist die Klakulation relativ klar. Ich hätte mir am Bäckerstand stattdessen ein Franzbrötchen kaufen können.

Antwort
von EnnoWarMal, 19

Was ist mit "amortisiert" gemeint?

Das Geld für den Kauf der Anteile ist ja nicht weg. Dafür hat er doch die Anteile.

Kommentar von JimmyFaloon ,

Ich denke der Sachverhalt ist verständlich. Ab wann möchte ein Käufer von Anteilen das gegebene Geld in Form von Dividenden zurück bekommen, wenn 100% der Gewinne ausgeschüttet werden? 

Kommentar von EnnoWarMal ,

Also mit anderen Worten:

Wann hat der Investor soviele Dividenden verdient, wie er für seinen Vermögensgegenstand "Geschäftsanteile" ausgegeben hat?

Das ist aber nicht "amortisieren", denn wie gesagt - wenn ich 12.500 Euro auf der Bank oder in Form von Gesellschaftsrechten habe, habe ich in beiden Fällen ein Vermögen von 12.500 Euro.

Der Sinn der Frage bleibt daher weiterhin geheim. Denken hin oder her.

Beantworten kann man sie aber dennoch: Wenn die Gesellschaft ohne jegliche Gewinne oder Verluste das Stammkapital zurückgibt, dann hat der Investor sein eingesetztes Geld wieder auf dem Konto.

Kommentar von JimmyFaloon ,

Ihre erste Frage trifft es. Gibt es eine Faustregel nach welchem Jahr der Käufer die durch den Anteilskauf anfallenden Ausgaben durch Gewinnausschüttungen wieder refinanziert haben möchte?

Kommentar von EnnoWarMal ,

Wieso refinanziert? Dir Anteile sind doch noch da!

Wenn ich ein Festgeld anlege, frage ich doch auch nicht, wann die Zinsen so viel geworden sind, dass sie die Höhe meiner Anlage übersteigen.

Antwort
von NasiGoreng, 13

Eine (vermeintlich) sichere Kapitalanlage, z.B. in langfristige Bundesanleihen bringt eine Rendite von ca. 1%.

Eine Kapitalbeteiligung in einem Unternehmen ist mit einem hohen Unternehmensrisiko verbunden. Dies gilt in besonderem Maße für Beteiligungen in der Tourismusbranche. Dieses Risiko muss durch den Unternehmensgewinn mehr als ausgeglichen werden.

Kalkuliert man 1% für die risikolose Anlage + 10% für den Risikoausgleich + 5% für den Unternehmergewinn, so kommt man auf eine Gesamt-Sollrendite von 16% p.a.

Gewinn ist der Überschuss der Einnahmen über alle Kosten (also auch der Zinsen, Steuern und Abschreibungen). Nach 6 Jahren sollten also die Summe der ausgeschütteten oder einbehaltenen Gewinne mindestens die Höhe des Kaufpreises erreicht haben.     

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