Frage von guerrilla, 24

Ein Schuldner von mir hat Geld beim Notar für Verbindlichkeiten liegen, dort möchte ich einen Titel gegen ihn vollstrecken lassen - wie muss ich vorgehen?

Ich habe einen titel gegen einen schuldner. Dieser hat jetzt etwas geerbt und es liegt geld beim Notar für Verbindlichkeiten. Jetzt habe ich den Titel mit Kontodaten an den Notar geschickt. Der Vater des schuldners hat dem notar bestätigt, dass der Titel noch nicht bezahlt wurde. Der Schuldner hat noch Schulden bei Amtsgericht usw. Jetzt habe ich Angst dass wen der Schuldner informiert wird, er das Geld erst an andere stellen verteilt damit ich nichts bekomme. Ist das möglich? Ich war der erste der jetzt an den Notar herangetreten sind. Was soll ich weiter machen und wie kann ich meine chancen erhöhen mein geld zu bekommen?

Antwort
von wfwbinder, 24

Was Du beschreibst klingt weniger nach Erbschaft, sondern eher danach, als hätte der Vater des Schuldners diesem Geld geschenkt und beim Notar hinterlegt, um eventuell die vergleichsweise Regelung der Schulden zu erreichen.

Wenn man erbt ist es nämlich nicht üblich, dass die Erbschaft beim Notar hinterlegt ist.

Wenn Geld bei einem Notar hinterlegt ist, gibt es praktisch immer Bedingungen die erfüllt sein müssen, damit das Geld, an wen auch immer ausgezahlt wird. 

Wie Du schreibst ist das Geld beim Notar für die Begleichung von Verbindlichkeiten. Du hast Deine Forderungen dem Notar mitgeteilt. Mehr kannst Du für den Moment nicht tun.

Kommentar von guerrilla ,

Vielen Dank schon mal. Kann gut sein dass das Geld vom Vater kommt. Das mit dem Erbe war eher geraten. Wenn das Geld für den schuldenausgleich gedacht ist, dürfte es hier ja eigentlich keine Probleme geben, oder? Wenn sich der Notar weigert zu zahlen, würde dann ein Gerichtsvollzieher der beim Notar vorspricht Sinn machen?

Kommentar von vulkanismus ,

Ein Vorsprechen würde mit Sicherheit keinen Sinn machen, weswegen der GV das auch nicht tun würde.

Du solltest die GV-Stelle dementsprechend schriftlich informieren (wobei ich das Schreiben dem GV persönlich überbringen würde).

Dabei kannst Du eine Kontopfändung (ob die was bringst ist aber fraglich) anregen.

Kommentar von wfwbinder ,

Du übersiehst eins, bei der Auskunft, die Du vom Notar bekommen hast:

      jedoch sagt mir der Notar, dass er erst eventuelle andere Gläubiger kontaktieren müsse und das Geld dann aufgeteilt wird wenn es nicht genug ist. 

Der Vater hat das Geld beim Notar hinterlegt, mit der Auflage es auszuzahlen, wenn damit alle Schulden des Sohnes erledigt werden. Stimmen die Gläubiger nicht zu, ist die Bedingung für die Schenkung nicht erfüllt udn das Geld fällt an den Vater zurück. Folge, keiner der Gläubiger bekommt Geld.

Kommentar von guerrilla ,

Ah jetzt verstehe ich, vielen Dank.

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