Frage von Wioletta, 62

Nach Erhalt einer Schätzung für 2011 im Jahre 2013: müssen Erklärungen für 2010, 2011 und 2012 ebenso abgegeben werden?

Ein Mann aus Polen hat 2010 ein Gewerbe als Kleinunternehmer in Deutschland eröffnet. Am 31.05.2012 wieder abgemeldet.

Im Jahre 2013 hat er eine Schätzung für 2011 erhalten. Das hat er auch bezahlt aber keine Steuererklärung abgegeben. Der ist ab 06. 2012 wieder in Polen. Frage:

Muss er die Steuererklärungen 2010 2011 und 2012 noch abgeben. Ist es nicht verjährt? Komisch dass er nur für 2011 geschätzt wurde.Auch zu hoch. Wenn er theoretisch jetzt noch Die Steuererklärung für 2011 abgibt bekommt er sein Geld für die Schätzung zurück? Schätzung ca. 1000 Euro mit Zuschlägen. Gewinn 2011 : 8700,00 Er wohnt wieder in Polen . Was muss er tun?

Antwort
von wfwbinder, 44

Na ja, wer ein Gewerbe angemeldet hat muss Steuererklärungen abgeben, das sollte bekannt sein.

Wer die Aufforderungen dieses nachzuholen, wird geschätzt, das ist normal. Das die Schätzungen nicht sehr gering gehalten werden ist auch klar. 

Wer das dann klaglos zahlt, steht im Verdacht, das die Schätzung zu gering war.

Was muss er tun? Natürlich die Steuererklärungen abgeben. Wenn der Gewinn 2011 8700,- war, wäre keine Steuer rausgekommen. Also hätte er auch abgeben können. 

Ob er das Geld zurück bekommt, hängt davon ab, ob die Bescheide rechtskräftig sind. Steht auf denen drau, ob die unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergangen sind.

Verjährt ist das ganze nicht, für den Fall, das er zahlen müsste, denn es wäre ja versuchte Steuerhinterziehung.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community