Frage von althaus, 3

Ein- und Ausgabenrechnung bei Darlehensaufnahme! Zählen Sparpläne auch zu den Ausgaben?

Will eine Darlehensanfrage starten und muss die Ein- und Ausgaben auflisten. Habe etliche Sparpläne und Bausparverträge die ich anspare. Sind die auch aufzulisten? Die Sparbeiträge werden ja dem Eigenkapital zugeführt. Sind die auch unter den Ausgaben aufzulisten oder kann man die Beiträge einfach bei der Berechnung weglassen, da Eigenkapital?

Antwort
von Rat2010, 2

Fondssparpläne sind definitiv keine bei einer Darlehensanfrage aufzuführenden Ausgaben. Sie belasten die Liquidität ja nicht und können ohne irgendwelche Konsequenzen von einen Tag auf den anderen gestoppt werden. Das Geld kann jederzeit vollständig in die Annuität umgeleitet werden und dass es dafür zur Verfügung steht, würde dem Darlehensgeber gegenüber zwar zu den eigenen Ungunsten aber jedenfalls auch falsch dargestellt, wenn man es unter den regelmäßigen Ausgaben aufführt. 

Du rechnest dich sonst unnötig arm und die finanzierende Bank kann zu einem falschen Ergebnis kommen, wenn du Fondssparpläne als regelmäßige Ausgaben angibst.

Gestoppt werden kann eine Versicherung oder ein Bausparvertrag auch, nur verliert man dann den Versicherungsschutz und/oder zumindest die Abschlusskosten. 

Das Fondssparpläne im Gegensatz zu Versicherungen die Bonität erhöhen, kann je nachdem wichtig sein.

Kommentar von Niklaus ,

Fondssparpläne erhöhen das Eigenkapital und die Bonität, belasten aber auch die Liquidität. Denn das Geld ist definitiv nicht in der Geldbörse und steht somit für den täglichen Verbrauch zur Verfügung.

Kommentar von Rat2010 ,

Schon wieder ein falsches DH. Irgendwie kommt ich mit der Technik nicht zurecht. 

>Denn das Geld ist definitiv nicht in der Geldbörse und steht somit für den täglichen Verbrauch zur Verfügung.

Es ist aber wenn man will oder es erforderlich ist ab morgen statt im Fonds auf dem Konto und steht zur Darlehenstilgung zur Verfügung. 


Ich schreibe aus der Praxis. Was Kunden regelmäßig in Fonds einzahlen steht beim Immobilienerwerb natürlich zur Disposition. Idealerweise zahlt man alles, was regelmäßig oder unregelmäßig übrig bleibt in Fonds ein. Wenn diese Einzahlungen die Liquidität mindern würde, würde zur Darlehenstilgung logischerweise nichts übrig bleiben.

Antwort
von LittleArrow, 3

Sind die angesammelten Sparguthaben denn auch wirklich innerhalb kurzer Zeit - sagen wir 3-6 Monate - frei verfügbar? Ja, dann wären sie dem verfügbaren Eigenkapital zuzurechnen. Wenn die Einlagen (z. B. Genossenschaftsanteile) erst später verfügbar wären, dann sind sie zwar Vermögen, aber auch nicht verfügbares Eigenkapital.   

Sparpläne ohne rechtliche Einzahlungsverpflichtung sind guthabenmäßig also verfügbares Eigenkapital.

Soweit bei den Sparplänen eine rechtliche Verpflichtung besteht, würde ich sie gesondert unter den Ausgaben aufführen. Dies wäre der Fall bei einem Bausparplan mit dem Ziel der Wohnungsbauprämie oder bei einer Kapitallebensversicherung.

Einen Fondssparplan würde ich nicht unter Ausgaben aufführen, auch wenn er zwecks gebührenfreier Depotführung angelegt wurde.

Antwort
von Apolon, 2

Wäre es nicht sinnvoll, den Darlehensgeber über alle mtl. Ausgaben zu informieren ?

Daraus kann dieser dann ja auch erkennen, dass mit diesen Zahlungen Kapital angesammelt wird, das er dann wieder als Eigenkapital in der Finanzierung berücksichtigen kann.

Kommentar von althaus ,

Danke. Habe der Bank die Kontoauszüge der letzten 3 Monate gegeben. Die werden alles nachvollziehen können.

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