Hallo leute,
ich möchte einen eigentumswohnung finanzieren. kaufpreis 200.000€. habe bereits 20% vom kaufpreis angespart und wollte eine traditionelle finanzierung bei der bank mit einem abzahlungsbetrag von 1200 € im monat machen.
heute hatte ich einen termin bei einem finanzberater der mir einen ganz neuen finanzierungplan darlegte und zwar:
komplette 200.000€ bei der bank aufnehmen und zinsbindung auf 15 jahre festlegen für ca 3,5 bis 4%. das ganze OHNE tilgungsrate an die bank sondern nur die zinsen bezahlen. die raten + anzahlung komplett in den fond "Templeton Growth Fund, Inc." investieren. das heißt jeden monat von meinen 1200 raten ca. 500 € nur für zinsen an die bank zu bezahlen und den rest also die tilgung komplett in den fond zu bezahlen.
am ende der laufzeit den fond auflösen und den kredit komplett bezahlen oder weiterlaufen lassen und weiterhin nur zinsen bezahlen oder ein größeres objekt kaufen und fond als sicherheit bei der bank vorlegen und wieder nur die zinsen an bank zahlen.
kennt jemand diese finanzierungsvariante? ist sie empfehlenswert? ist der fond dafür geeignet?
was meinst ihr?
danke im vorraus
der finanzberater meinte ich solle den fond gleichzeitig auch als altersvorsorge nutzen also ihn laufen zu lassen bis ich 65 bin und solange immer nur die zinsen von dem einen oder mehr objekten zahlen. also das bankdarlehen nie zu tilgen.
so wäre das risiko eines verlusts so gut wie ausgeschlossen da ich insgesamt 40 jahre in den fond einbezahle bis ich dann in rente gehen.
die hälfte der monatlichen zahlung soll in den Templeton Growth Fund, Inc. investiert werden und um das risiko zu minimieren soll die andere hälfte in zwei weiter fonds einbezahlt werden.
Und Du meinst also, daß Instrumente, die in einem Jahr mal 30% und mehr Verluste einfahren können, geeignet sind, dieses Modell umzusetzen? Auf 40 Jahre ist zwar anzunehmen, daß ein Aktienfonds sich gut verhält und im Mittel eine gewisse Rendite abwirft, aber gerade der Templeton Growth hatte in den letzten jahren einen Durchhängephase, d.h. nur sehr kleine oder negative Renditen produziert.
Aus Sicht der Bank ist natürlich ein ständig bestehendes Darlehen, auf das ein Kunde Zinsen zahlt, wirklich eine perfekte Einnahmequelle. Zusätzlich verdient man noch an den Ausgabeaufschlägen der Fondskäufe.
Was passiert denn, wenn Du arbeitslos wirst? Dann läßt die Bank garantiert das Darlehen nicht mehr einfach so stehen und selbst die Zahlung der Zinsen wird schwierig bis unmöglich. Es lauern bei diesem vorgeschlagenen Modell der Bank einige Risiken, die Du sicher nicht eingehen möchtest.
Mein Vorschlag wäre: zahle das Darlehen ordentlich mit niedrigen Zinsen und leistbaren Tilgungsraten klassisch ab. Hast Du noch Geld übrig, steckst Du das in vernünftige Fonds für die Altersvorsorge... oder mit Zulage und Steuervorteil in einen Riester-Vertrag... oder... oder... oder...
alles klar danke für die antwort
der "berater" ist übrigens ein freier finanzberater.
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der "berater" ist übrigens ein freier finanzberater.