Frage von wertze85, 37

Eigene Immobilie in jungen Alter

iebe Immobilieneigentümer, ich bin neu im Forum allso HALLO an alle.

vorab, ich möchte nicht bauen, sondern mir einen Rat von euch holen zum Thema Immobilie allgemein. ich befinde mich in einer komplizierten Lage und habe im engen Familienkreis niemanden, mit den ich das Thema ansprechen könnte. Mit diesem Beitrag hoffe ich auf wertvolle Erfahrungsberichte und vor allem Ratschläge und Tipps.

Meine Situation: Ich (26) lebe mit meiner Freundin(29) in einer !kleinen! Studentenbude wo wir sehr günstig Miete zahlen. Seit Jan.2014 arbeite ich (Berufseinsteiger). Meine Freundin hat ihr Studium vor 3 Jahren abgeschlossen. Wir beide (keine Kinder aktuell) haben ein Nettoeinkommen von monatl. 4400 EUR. Aktuell sind wir in der Lage monatl. 2000 EUR zu sparen. Allerdings haben wir schon die Schnauze voll von der kleinne Mietwohnung (ca.45qm).

Sie will unbedingt eine Immobilie kaufen. Ich bin mir verunsichert, weil mir der ganze Spaß etwas zu teuer ist mit wenig Eigenkapital (aktuell ca. 15.000 EUR) Ein Traum wäre ein Einfamilienhaus mit einem Garten, alternativ auch der Kauf einer Eigentumswohnung. Miete ist zwar rausgeworfenes Geld aber hier hat man ganz klar die Flexibilität und wenn nicht sogar mehr Sicherheit als bei einer Immobilie oder? Bei der Anschaffung einer Immobilie von ca. 150.000 EUR habe ich Nebenkosten in Höhe von 15.000 EUR. Dazu kommen noch die Kosten der Inneneinrichtung, ggf. kleiner Sanierung usw.? Eine monatl. Tilgung von ca. 1000 EUR würde bedeuten, dass wir das Haus nach 18,4 Jahren abbezahlt hätten. Das bedeutet lange Bindung an einem Ort. Zu den 1000 EUR monatl. Tilgung kommen sicherlich weitere monatliche Fixkosten (Müll, Abwasser, Schornsteinweger, Gebäudeversicherung, Grundsteuer etc.???? sowie Rücklage/Hausgeld) von ca. 300-400 EUR?

Demzufolge wären die monatl. Fixkosten bei ca. 1400 EUR. Ich finde den Betrag schon extrem hoch trotz des grundsätzlich guten Nettoeinkommen von uns beiden. Für 150.000 EUR bekommt man im Umkreis (20km) um Düsseldorf herum nicht wirklich was tolles. Schöne Einfamilienhäuser kosten hier ab 220.000 EUR aufwärts.

Hinzu kommt, dass ich mir ein Auto kaufen möchte im Wert von ca.25.000 EUR und zwar möglichst bald. Ich will mich endlich mal belohnen für das lange Studium und den Verzicht auf materielle Sachen innerhalb dieser Zeit. Das Auto wollte ich im nächsten Jahr kaufen und ich könnte es, sofern mein EK nicht aufs Haus geht, zu 50% aus eigener Tasche finanzieren.

Meine Fragen an euch: macht es Sinn, in solch einem jungen Alter bereits sich so eine große Last auf die Schulter zu setzen? Es ist ja sogut wie eine Vollfinanzierung. Klar, die Zinsen sind gering aber trotzdessen ist es eine sehr große Summe. Wir wollen den Wohnort nicht wechseln aber trotzdem ist das ne dicke Last.

Wie ist es, wenn man eine eigene Immobilie hat? Muss man dann jeden EUR 2x umdrehen??? Stichwort Urlaub fahren vs. Sondertilgung

Ich weiß ehrlich gesagt nicht, was ich machen soll. Ich träume von meinen Traumauto , sie w

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo wertze85,

Schau mal bitte hier:
Immobilien Finanzierung

Antwort
von Interhyp, Business Partner, 30

Hallo Wertze85,

ob der Kauf einer Immobilie für Dich und Deine Freundin der richtige Weg ist, lässt sich so pauschal leider nicht beantworten.

Grundsätzlich solltet Ihr Euch nur dann eine Immobilie kaufen, wenn Ihr beide den Wunsch nach einem Eigenheim habt. Ihr bindet Euch finanziell für eine lange Zeit, so dass Ihr auch voll und ganz hinter dieser Entscheidung stehen solltet.

Aufgrund des derzeit sehr günstigen Zinsniveaus ist eine Finanzierung für viele Menschen auch mit geringem Eigenkapitaleinsatz realisierbar. Ihr solltet allerdings beachten, dass die meisten Banken wünschen, dass zumindest die bei einem Immobilienkauf anfallenden Erwerbsnebenkosten aus Eigenkapital bezahlt werden sollten. Hierzu zählen die Grunderwerbsteuer (in NRW 5%), die Notar- und Grundbuchkosten (2%) sowie ggf. Gebühren für einen Makler.

Ich empfehle Euch ein Beratungsgespräch bei Eurer Hausbank oder einem unabhängigen Finanzierungsvermittler wahrzunehmen. So könnt Ihr zunächst einmal Euren Finanzierungsspielraum ermitteln und Euch berechnen lassen, ob sich der Immobilienkauf im Vergleich zur Mietzahlung für Euch lohnt.

Alles Gute und viele Grüße

Melissa, Interhy AG

Antwort
von starkea, 25

Ich rechne etwas anders, als viele, die hier geantwortet haben.

Die wirklich entscheidende Frage ist, ob Ihr die Kosten (das sind die Zinsen ohne Tilgung und die Bewirtschaftungskosten, die sog. Nettobelastung) auf Dauer aus Euren Einkommen decken könnt. Der Maßstab sollte sein die Miete, die Ihr für ein vergleichbares Haus zur Miete zahlen müsstet und auch würdet, die "Vergleichsmiete". Dabei darf die Nettobelastung (siehe oben) schon 10 oder 20 Prozent höher sein als die Vergleichsmiete. Es ist nämlich ein völlig anderes Lebensgefühl, wenn man in seinen eigenen 4 Wänden und auf dem eigenen Grundstück wohnt, als wenn man in einem Mietobjekt wohnt.

Ich habe die Tilgung herausgelassen, weil das ja Geld ist, dass man "in die eigene Tasche spart". Die Tilgung greift nur die Liquidität an, nicht die Solvenz (d.h. den Zustand des "nicht pleite Seins"). Die muss allerdings stets gegeben sein, sonst gibt's Ärger mit den Banken! Viele Finanzierungen scheitern daran, dass die Eigentümer sich übernehmen. Die Frage, in welcher kurzen Zeit die Immobilie bezahlt ist, ist vollkommen unwichtig. Wichtig ist die langfristige (siehe oben: "auf Dauer") Tragbarkeit der Belastung. Bei den gegenwärtigen Zinsen sollte die längstmögliche Zinsfestschreibung und die geringstmögliche Tilgungssatz (Tilgungsfreiheit über 10 Jahre sind üblich) gewählt werden.

Zum Objekt: Ich kenne Hamburg besser als Düsseldorf und in Hamburg gibt es für 220.000 Euro nichts, was man auch nur "als Eigenheim" in Betracht ziehen sollte. Unter 300.000 oder besser 350.000 Euro wird es hier nichts. Und die märchenhaften "Schnäppchen" mag es geben (Tipp: runtergekommene Häuser auf guten Grundstücken von Erbengemeinschaften), aber nur für Leute, die viel Zeit in die Recherche stecken. Mir ist das vor 24 Jahren gelungen und damals waren die Zinsen viel viel höher als heute. Aber, wichtig, alle Familienmitglieder wollten es und waren bereit, durch eigene Arbeit mitzuhelfen, wenn's eng wird, was dann nicht notwendig war. Jetzt sind wir heilfroh, dass wir es gemacht haben. Das Haus ist doppelt so viel wert als wir investiert haben. Die immer noch hohe Restschuld ist langfristig finanziert und kostet nur noch 3 Prozent. Damit sit die Belastung nur noch rund die Hälfte von dem, was wir, vorsichtig gerechnet, an Miete für solch ein Haus zahlen müssten.

Und das Zusammenhalten und der gemeinsame Wille ist wichtig. Wie stabil ist denn die Beziehung? Und warum heiratet Ihr nicht. Zu meiner Zeit war das noch ganz normal: Studium abschließen, erster gut bezahlter Job und Heirat, Kinder bringt der Weihnachtsmann. Heute geht es um Selbstfindung, Alles-offen-Halten und Klagen über die mangelhaften finanziellen Aussichten im Alter.

Als ich las, dass Du Dir als Alternative sozusagen überlegst, ein Auto zu kaufen, das mehr kostet als ein "fahrbarer Untersatz, habe ich einen richtigen Schrecken bekommen. Hallo? Das geht nun gar nicht. Wenn Du mit einem Hauskauf "ins Risiko" gehst und das solltest Du nur tun, wenn die Gesamtrechnung auch unter ungüstigen Annahmen einigermaßen aufgeht, sollte alles nicht Notwendige "nice to have" ganz aus dem Etat gestrichen werden. In Hamburg braucht man wegen der guten öffentlichen Verkehrsmittel kein Auto. Der Zugang zu diesen ist natürlich ein erstrangiges Auswahlkriterium!

Und übrigens, eine Eigentumswohnung zum selbst Bewohnen käme für mich nicht in Frage. Damit nimmt man die Nachteile eines Immobilienbesitzes in Kauf (finanzielle Verantwortung, Bindung) ohne die Vorteile (eigenes Schalten und Walten) dafür zu bekommen. Die Abhängigkeit von der Eigentümergemeinschaft und dem Verwalter kann einem die Freude schon verderben.

Antwort
von Franzl0503, 22

Wertze:

Im Grunde weiß du selbst, dass euer Vorhaben zur Zeit nicht realisierbar ist. Dennoch der Versuch einer Orientierungshilfe:

Köln 120 qm Wohnfläche x 4000 € = 480.000, Nebenkosten 15 % 72 000, Umzug und Möblierung 30 000, Rücklagen für Unvorhergesehenes 6 Monatsnettogehälter 26.400, EK 15 000 für Pkw-Anzahlung. Kapitalbedarf 606.000 €.

Eine junge Frau, deren Hausgrundstück zwangsversteigert wurde, auf die Frage nach dem Termin, wie es dazu kommen konnte: „Wir haben jahrelang sehr eng in 38 qm gewohnt, während unsere Ausbildung auf vieles verzichtet und wollten uns nach alledem belohnen.“

Du wirst kein seriöses Realkreditinstitut finden, dass euch beiden ein Darlehen in der erforderlichen Größenordnung ohne zusätzliche Sicherheiten gewährt. Das Ausfallrisiko ist zu hoch (480.000 x 0,9 = 432.000 Beleihungswert + 176 000 Ausfall = 608.000 €).

Kommentar von Privatier59 ,

Wobei man sagen muß, dass 480.000 Euro in Köln sicherlich nicht der Kaufpreis für das sind, was dem Fragesteller unter "schön" vorschwebt. Jedenfalls in den als attraktiv geltenden Stadtteilen dürfte es sich um ein Reihenhaus älteren Baujahrs handeln an dem noch viel zu tun ist. Düsseldorf ist da eher noch ein wenig teurer.

Antwort
von althaus, 19

In jungen Jahren sich binden ohne die Zukunft zu kennen? Ich weiss es nicht, ob das das richtige ist. Wer schon verheiratet ist und schon weit über 10 Jahre zusammen wohnt und schon 150.000 Euro als Eigenkapital hat, dem würde ich eine Wohnung oder sogar ein Haus zutrauen, da das Risiko gering ist, das Eigenkapital entsprechend hoch und man ein wenig über die Zukunft sagen könnte, da man schon einen längerfristigen Arbeitsplatz hat. Anderen würde ich empfehlen sich das zu überlegen und vorerst Eigenkapital anzusammeln. Für ein Einfamilienhaus mit Grundstück mit einer einigermaßen guten Lage und** gutem Zustand** braucht man schon 400.000 Euro. Neu sogar 500.000 Euro, wenn man nicht gerade auf dem Land wohnt wo sonst keiner wohnen will. Ich würde euch raten erst einmal zu sparen und dann überlegen ob ihr wirklich ein Leben lang zu sammen bleiben wollt, denn nur dann macht es auch Sinn darüber nachzudenken was gemeinsam zu kaufen. Dein Gedanke Miete ist rausgeworfenes Geld kann ich nicht nachvollziehen, denn der Miete steht eine Wohnung die man nutzen kann gegenüber. Ein Traumauto ist eher rausgeworfenes Geld, denn schon im ersten Jahr verliert es bis zu 35% an Wert und in 4 Jahren ist es nicht einmal die hälfte Wert. Das sit Kapitalvernichtung pur, auch wenns gefällt. Mit einer Eigentumswohnung oder Haus kommt man nicht billiger als in Miete, denn man hat Instandhaltungskosten, die nicht zu vernachläßigen sind und die können enorm sein, wenn man nicht möchte das das Anwesen verrottet und enorm an Wert verliert.

Antwort
von freelance, 17

das Eigenkapital ist gering. Wenn ihr im Moment 2k Euro p.M. auf die Seite bringt, dann spart noch einige Monate.

Das ganze kann gutgehen oder auch nicht. Auf der Finanzierungsseite könnte das passen. Das Problem sehe ich eher in eurem Alter. Könnt ihr absehen, ob ihr zusammenbleibt, ob es bald Kinder gibt, ob einer von euch arbeitslos wird etc. Wenn ein Verdiener ausfällt, wird es schnell eng. Wenn es bei euch zu einer Krise kommt in der Beziehung, dann wird die Immobilie mglw. schnell verkauft - oder sollte es. Und dann ist all die Mühe umsonst gewesen, denn dann fressen die Gebühren das in der Immo angesparte Vermögen auf.

Vermutlich werdet ihr auch mit der Preisvorstellung kein gutes Objekt finden (zumindest ein EFH).

Antwort
von Privatier59, 12

Ich liebe Immobilienanlagen! Wenn andere Sonntag haben, schreibe ich Nebenkostenabrechnungen und eben während des Fußballspiels rief eine Mieterin an um mir mitzuteilen, dass seit 3 Tagen der Küchenabfluß verstopft ist. Aber bei Dir soll es ja nicht um eine Mietsache gehen, sondern um eine eigengenutzte Immobilie.

Mit der Immobiliensituation im Rheinland kenne ich mich etwas aus. Ich wohne in Köln. Daher darf ich mir das Urteil erlauben, dass man auch für 220.000 Euro hier kein schönes Einfamilienhaus bekommt und schon gar keins in guter Lage. Alte Bruchbuden am A... der Welt mag man vielleicht gerade noch für diesen Betrag ergattern können, müßte aber dann den gleichen Betrag für die Sanierung reinstecken. Für ein "schönes" EFH solltest Du mal die Vorstellungen verdoppeln, verdreifachen oder vervierfachen. Dann hat sich die Sache vermutlich erledigt.

Mit 15.000 EUR Eigenkapital kannst Du vermutlich noch nicht mal die Kaufnebenkosten voll bezahlen. Du stehst also beim Kaufpreis ohne eigenes Geld da. Nun sind 4.400 Euro Nettoeinkommen ja schon ein schöner Betrag. Wenn der Job bombensicher ist, wird da die finanzierende Bank großzügig sein, ob so großzügig, dass man Dir den Kaufpreis voll finanziert, wage ich dennoch zu bezweifeln. Ich würde eher noch etwas sparen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Mit 15.000 EUR Eigenkapital kannst Du vermutlich noch nicht mal die Kaufnebenkosten voll bezahlen.

Ich hab damals eine 110%-Prozent-Finanzierung durchgekriegt. Kein EK, aber zwei gute Gehälter. Manchmal klappt das.

Ich würde eher noch etwas sparen.

Ooooch, doch keine Protzkarre?

Kommentar von Privatier59 ,

Hab ein Foto von der 110%ig finanzierten Latifundie gefunden:

http://www.google.de/imgres?imgurl=http%3A%2F%2Fhytta.de%2Fgarten%2FVogelhaus-3%...

Kommentar von EnnoBecker ,

Nee, das andere. 1995 ging das noch.

Antwort
von EnnoBecker, 14

Also ich hab mich durchgekämpft und fasse wie folgt zusammen:

Protagonists LAG will Grundstück kaufen, Preis um die 150k mit Aussicht auf nachfolgende Kosten für Sanierung usw.

Protagonist selbst will sich lieber ne Karre für 25k kaufen, weil er meint, dass er dies nach dem Studium verdient habe. Für beides hat er nicht genug Geld oder Lust und fragt hier nach der Ansicht der Forenteilnehmer.

Man beachte dabei den letzten Satz:

Ich träume von meinen Traumauto , sie w
Antwort
von vulkanismus, 13

Was soll man mit sowas anfangen. Die eigenen Erfahrungen schildern? Abraten? Zuraten?

Ich weiss nicht mehr wer das gesagt hat: Leben ist das, was mit einem geschieht.

Weisst Du, ob der Verdienst so bleibt? Seid Ihr in fünf Jahren noch beisammen usw. usw.

Es ist Dein Leben, nicht das Deiner Freundin.

Kommentar von EnnoBecker ,

Also doch lieber eine Dose für 25k kaufen?

Leben ist das, was mit einem geschieht.

Sehr schön, das gefällt mir. Man könnte ja erst mal gucken und später zurückspulen, oder?

Kommentar von vulkanismus ,

Yow, und dann den ganzen Sch... nochmals so machen.

Antwort
von HilfeHilfe, 13

das solltest du mit deiner alten auseinanderdisskutieren !

Etwas passt nicht. 2k sparen aber nur 15 k EK haben...

Denkst du deine Freundin hat dich 3 jahre durchgefüttert um dann zu hören; ne schatz ich will nen geilen karren und keine größere butze

denk mal nach: größer butze = heirat = kind = weniger geld = kein traumauto sondern familenkutsche...

trenn dich von ihr !

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