ehevertrag wenn der partner selbstständig ist und ein haus bestizt
mein verlobter und ich wollen in ein paar wochen heiraten. er arbeitet in im betrieb seiner eltern und hat von seiner oma ein haus geerbt und das bauen wir gerade neu aus.den betrieb haben die eltern aufgebaut und mein verlobter wird ihn später übernehmen. jetzt soll ein ehevertrag gemacht werden, damit ich im falle einer scheidung den betrieb nicht zerstören kann. was sollte ich bei dem ehevertrag beachten um nicht ganz schlecht da zu stehen??? und beim haus soll ich auch nicht im grundbuch stehen, doch meine eltern und ich haben schon einiges geld mit in bau gesteckt.was kann ich da beachten, in bezug auf den ehevertrag?
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Fangen wir vielleicht beim einfachen an, denn das gilt mit oder ohne Ehevertrag: Das Haus dass Dein Verlobter von seiner Oma geerbt hat gehört ihm. Auch ohne Ehevertrag. Deshalb ist es wichtig, dass wir eine klare, schriftliche Vereinbarung trefft, welche euch im Falle eines Streites davor bewahrt, Euch bis auf die Messer über dieses Objekt zu streiten. Diese Vereinbarung muss zum einen die Höhe Eurer Investitionen verbindlich festhalten und zum andern festlegen, wie dieser Anteil im Falle einer Auszahlung zu bewerten ist. Zum Beispiel könnte man den Gesamtanteil zu Beginn festhalten und dann festhalten, dass Du bei einer allfälligen Auszahlung den % Anteil am zukünftigen Wert des Hauses bekommst.
Was den Ehevertrag betrifft, so ist dieser nicht wirklich zwingend notwendig, denn auch hier gilt, dass der Betrieb in erster Linie Ihm gehört, wenn er ihn von seinen Eltern bekommt. Ein Ehevertrag will Dich also nur in Deiner Zugewinnbeteiligung beschneiden, was natürlich in meinen Augen schon ein gewisses "Geschmäckle" hat. Aber seis drumm, Du willst ihn ja heiraten.
Als Ausgleich für Deinen Verzicht musst Du deshalb einen angemessenen, von Kinderversorgung unabhängien Unterhaltsbeitrag ausbedingen. Quasi ein Rente auf den verzichteten Zugewinnanteil. Das gibt die Möglichkeit trotzdem von dem gemeinsam getragenen Risko zu profitieren und ihm die Chance, Dich am Ende der Ehe nicht auszahlen zu müssen.
Aber im Gegensatz zu meinem Tipp für das Haus, kannst Du beim Ehevertrag (so Du ihn willst) ganz Deinem Herzen folgen. Du kannst im Extremfall auch auf alles verzichten. Ich mag das nicht bewerten - das liegt ganz an Deiner Einstellung.
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Da musst du dich anwaltlich beraten lassen. Da gibt es sooooo viele Fallstricke.
Ich würde mir aber schon irgendwie das bisher ins Haus gesteckte Geld und auch die Arbeit dazu dokumentieren lassen, denn schließlich erfährt das Haus mit durch dich und finanzieller Hilfe deiner Eltern eine Wertsteigerung.
Bei Scheidung heißt es schließlich, dass die Wertgegenstände, die zum Zeitpunkt der Eheschließung mit in die Ehe gebracht wurden, aus dem Zugewinn wieder herauszurechnen sind. Außerdem zählt Geschenktes und Ererbtes nicht zum Zugewinn.
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