Frage von PeterBeretta, 384

Ehegatte nicht im Grundbuch aber auf der Eigentümerversammlung

Hallo, auch auf die Gefahr hin dass dieses Thema bereits abgehandelt wurde, mir reichen die bisherigen Antworten ohne Quellenbezug leider nicht. Die Eigentümerin einer Eigentumswohnung bringt grundsätzlich ihren Ehemann, der nicht im Grundbuch steht, mit zur Versammlung. Er stimmt zwar nicht ab, beteiligt sich aber rege und nervig an den Diskussionen. Hat der Verwalter unabhängig vom Willen der Versammelten die rechtliche Möglichkeit, den Ehegatten nicht zur Versammlung zuzulassen? Kann er also die Teilnahme verbieten? Wenn ja, bitte mit Quellennachweis. Danke Peter Beretta

Antwort
von Privatier59, 384

Das Problem ist allgemeiner Natur: Darf man als Wohnungseigentümer einen Nichteigentümer mit zur WEG-Versammlung bringen? Wie üblich drücken sich die Juristen um jede klare Antwort herum und geben ein "Es kommt drauf an" zum besten:

http://www.anwalt-mietrecht.de/wohnungseigentum/anwesenheitsrecht-eigentuemerver...

Ankommen soll es insbesondere darauf, ob ein berechtigtes Interesse besteht. So weit ich sehen konnte ist noch nicht entschieden, ob dieses berechtigte Interesse auch allein darin bestehen könnte, dass der Ehegatte ein elendiger Schwätzer ist und das Reden für seine mundfaule bessere Hälfte mit übernehmen soll. Dein Fall schreit geradezu nach höchstrichterlicher Klärung!

Antwort
von freelance, 340

die Quelle liegt in der Eigentümerversammlung und den entsprechenden Abstimmungen, Vereinbarungen, Statuten selbst.

Wenn dort festgelegt ist, dass dort nur Eigentümer anwesend sein dürfen, dann ist das so. Wenn dort steht, dass dort auch Ehepartner von Eigentümern anwesend sein dürfen, dann dürfen die auch mit.

In meiner Wohnanlage waren bisher auch Mieter erlaubt bei den Versammlungen. Abstimmen durften sie nicht. Nun wurde per 1. Jan. vereinbart, dass die Mieter nicht mehr erwünscht sind. Diese Änderung wurde von einem Eigentümer eingebracht, darüber abgestimmt und so verabschiedet.

Der Verwalter kann also nur das zulassen oder verbieten, was ihm auferlegt wurde.

Im Gesetz steht dazu nichts.

Antwort
von Zitterbacke, 291

Nein. Wenn du und die anderen Eigentümer das so festlegen , wird das beim nächsten Mal so sein.

Hast du das beim Verwalter schon angesprochen ??

...unabhängig vom Willen der Versammelten... Es sollte schon ein Mehrheitsbeschluß gefasst werden.

Aber diese nicht stimmberechtigte Person solltest du auch einfach übersehen !!

Gruß Z... .

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community