Frage von nikki1024,

Durchschnittliche Gewinnbeteiligung der Geschäftsführer beim StartUp

Ich bin gerade dabei ein Unternehmen zu gründen. In unserem Team sind 3 Gründer, die alle drei Geschäftsführer in der GmbH werden sollen. Nun haben wir einen Investor an Board, der 30% der Anteile besitzt. Da wir 3 die Firma nur nebenberuflich betreiben, haben wir beschlossen nur jeweils 200€ Fixgehalt (Deckung der Spensen) zu fordern, dafür aber eine hohe Gewinnbeteiligung.

Was meint ihr, wie viel Gewinnbeteiligung (in Prozent) pro Geschäftsführer angemessen ist?

Antwort von obelix,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

nachdem bei so einer Frage und der Entscheidung die Gesellschafter mitreden (ihr seid ja Geschäftsführer), werdet ihr den Vertrag auch mit dem Investor besprechen müssen.

200 Euro halte ich für absurd, vor allem auch das nebenberufliche. Wer macht denn bitte die Arbeit? Wer leitet die Firma?

Wenn die Firma keinen Gewinn (vor Steuern) erwirtschaftet, dann werdet ihr 0% bekommen. Und ohne den Businessplan zu kennen, kenne ich auch die Grössen nicht, die Bezahlung der anderen Mitarbeiter etc.

Damit ist eine Aussage schwer möglich. Ich könnte aus dem Bauch sagen: nehmt max 50% des Gewinns (vor Steuern) als Tantieme für euch - nur welche Aussagekraft hat das?


Bei dem Thema würde ich einen Steuerfachmann hinzuziehen, denn es gibt verdeckte Gewinnausschüttungen. In dem Bereich seid ihr schnell angekommen und das mag das Finanzamt gar nicht gerne.

Kommentar von nikki1024,

Wir werden zwei Geschäftsführer haben, die in den ersten Monaten der Gründung Vollzeit arbeiten werden bis alles steht, danach nur noch Teilzeit. Da es sich um ein Online-Startup handelt, bei dem nach der Erstellung etc. das meiste automatisch laufen wird, ist Vollzeit nicht notwendig. Es handelt sich dabei nämlich hauptsächlich um eine Online-Plattform. Telefonisch erreichbar sind wir trotzdem tagsüber und der Rest kann abends erledigt werden - das Ganze ist schon gut durchdacht. 200€ war nur als Spesenerstattung gedacht.

Mehr Informationen möchte ich hier öffentlich nicht preisgeben - es geht schließlich nicht jeden etwa an.

Deine Einschätzung mit max. 50% reicht mir eigentlich schon denn ich brauchte nur eine Grobe Einschätzung was ich denen vorschlagen kann. Ich habe persönlich gedacht 10% für jeden von uns macht 30% insgesamt. Jetzt werde ich allerdings mit 15% für jeden in die Verhandlung gehen - runterhandeln können sie mich immer noch! ;)

Vielen Dank also für deine Antwort!

Kommentar von EnnoBecker,

200 Euro halte ich für absurd

Da fehlt sicher nur das k.

Mister Nostradamus dachte sicher, das sei klar....

Kommentar von nikki1024,

Das war eine ernst gemeinte Frage von mir. Ich finde es schade, dass du es ins Lächerliche ziehst.

Ich habe erst später herausgefunden, dass es in Deutschland sehr viele verschiedene Möglichkeiten der Gewinnbeteiligung gibt. Daher wusste ich nicht, dass es noch andere Formen gibt. Deshalb habe ich mich auch an Finanzfrage.net gewendet, um in der Hinsicht Hilfe zu bekommen.

Kommentar von EnnoBecker,

Und für diese Antwort hast du jetzt zwei Tage gebraucht?

Ich habe den Bezugstext noch mal gelesen, und nochmal, mal langsam, mal schnell, mit unterschiedlicher Betonung.

Bitte hilf mir; Wo ist da auch nur ansatzweise etwas Lächerliches zu erkennen? Ich erkenne nur, dass du sie nicht verstanden hast. Du stellst dich her, nennst keine Sachverhalte und erwartest auf Grund dieser dünnen Faktenlage eine gute...sorry, nein; ich "hilfreiche" Antwort.

Deshalb habe ich mich auch an Finanzfrage.net gewendet

Als Geschäftsführer sollte man auch die lokale Sprache beherrschen. Gewendet wird das Heu, du hast dich gewandt. Und statt schon den Gewinn auszugeben hättest du eher nach "Gesellschafter-Geschäftsführer" matr^^googeln sollen.

Es bleibt dabei: Ohne Sachverhalt keine Antwort. Das kannst du dann meinetwegen auch lächerlich nennen.

Antwort von FREDL2,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ihr wollt das tatsächlich ohne Steuerberater durchziehen? Dann gute Nacht! Bei der ersten Betriebsprüfung fliegt euch das Ding um die Ohren.

Gerade die GmbH bietet derart viele Fallstricke, ein steuerlicher Laie kann das nicht leisten. Ob neben- oder hauptberuflich spielt überhaupt keine Rolle - sofern der unabdingbare Geschäftsführervertrag das hergibt. Und sehr viele andere Sachen mehr.

Antwort von EnnoBecker,
1 Mitglied fand diese Antwort hilfreich

Ich hab lange über der Frage gesessen und drauf rumgedacht. Was ist wohl gemeint? Ich weiß es bis jetzt noch nicht genau.

Eine Gewinnausschüttung kann der GF nicht bekommen, sondern nur die Gesellschafter. Nun steht da aber Gewinnbeteiligung und nicht -ausschüttung, aber ist das auch gemeint? Es liest sich irgendwie so, dass die GF auch gleichzeitig Gesellschafter sind. Also GGF.

Eine Gewinnbeteiligung ist natürlich Arbeitslohn. Der gängige Begriff hierfür lautet Tantieme. Bei GGF ist hier eine steuerliche Begrenzung zu beachten, die ich aber hier nicht erläutern mag, sonst sitze ich noch am Abend daran und beantworte Rückfragen. Besprecht das lieber mit dem Steuerberater.

Bei Missachtung der steuerlichen Regeln wird bei falschen Tantiemen eine vgA fingiert mit der Folge, dass die Gesellschaft sie nicht als Aufwand absetzen kann und die GGF sie als Kapitalvermögen versteuert, aber nicht mit dem Abgeltungssteuersatz, sondern mit dem persönlichen.

Heißes Eisen, das man nicht ohne Schutzhandschuhe, auf denen groß "Steuerberater" steht, anfassen sollte.

Kommentar von nikki1024,

Ich dachte mit Gewinnausschüttung wäre klar, dass es eine Tantieme sein soll. Ich habe bereits Kontakt zu zwei Unternehmensberatern und einem Steuerberater, die das Rechtliche ganz gut regeln sollten. Ich habe mich letztendlich doch umentschieden und werden aus verschiedenen Gründen für die beiden Geschäftsführer doch ein festes Gehalt von 1.500 Euro + Tantieme einplanen. Alleine dadurch hätten wir nach 5 Monaten - egal ob die Firma nach einem Jahr pleite geht - unser Eigenkapital + Gewinn wieder raus. Des Weiteren ist der Investor nicht an kleinen Investitionen interessiert und deshalb hilft das Gehalt dabei die Investitionssumme nach oben zu treiben. Ein bisschen Gehalt als Aufwandsentschädigung kann ja generell auch nie schaden.

Allerdings habe ich unter folgendem Link gelesen, dass die Tantieme maximal 25% des Gehalts ausmachen darf: http://www.bundesfinanzministerium.de/nn_39850/DE/BMF__Startseite/Service/Glossa...

Damit wäre ja eine reine Gewinnbeteiligung als Tantieme gar nicht möglich, oder?

Kommentar von EnnoBecker,

Ich dachte mit Gewinnausschüttung wäre klar, dass es eine Tantieme sein soll.

Na was?
Und ich dachte dann eben, mit meiner Antwort wäre klar, was ich eigentlich sagen wollte.

Sind wir hier bei esoterikfrage.net? Nein? Warum schreibst du dann nicht, was du meinst, sondern machst auf Nostradamus?

Den Link hab ich nicht besucht, weil ich das fast nie mache (hier fragen - hier antworten), aber das mit den 25% hast du richtig herausgefunden. Es gibt aber noch mehr Fallen. Ich denke dann mal, dass klar ist, was ich meine....

Antwort von TopJob,

So pauschal kann man das nicht einfach sagen. Die Frage ist, ob ihr in den ersten Jahren überhaupt eine Gewinnausschüttung durchführen wollt oder lieber das Geld reinvestieren wollt. Schließlich ist in der Anfangsphase die Finanzierung des Unternehmens fast das größte Problem. Die Frage ist zudem, was im Vertrag mit dem Investor geregelt ist.

Alles in Allem bin ich nicht der große Fan von fixen Ausschüttungvereinbarungen, vor allem dann nicht, wenn man auf das Geld nicht dringend angewiesen ist (als nebenberufliche Tätigkeit sollte das der Fall sein).

Kommentar von EnnoBecker,

Kann es sein, dass du hier GF und Gesellschafter verschwurbelst?

Nur so ne Frage....

Kommentar von nikki1024,

Bisher ist nur die Finanzierungszusage gegeben - Die genauen Details müssen noch besprochen werden, deshalb auch meine Frage, wie viel Gewinnbeteiligung ich dem Investor vorschlagen soll.

Sehe ich genauso. Nun werden wir aus o.g. Gründen jedoch ein Fixgehalt mit Tantieme (falls in dieser Höhe möglich) nehmen.

Danke für deine Antwort!

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