Frage von serginho,

Durch AG bezahlte Bahncard 100 bei Kündigung

Hallo zusammen,

ich brauche Eure nette Hilfe.

Mein Arbeitgeber hat mir im Oktober 2011 die erste Bahncard 100 und im Oktober 2012 die zweite Bahncard 100 gekauft. Ich fuhr täglich zur Arbeit damit. Ich habe nun zum 31.12.2012 gekündigt. Der AG wollte von mir die Rückgabe meiner zweiten Bahncard 100. Die beiden Karten sind auf meinem Namen aber die Kosten sind aus dem Firmenkonto abgebucht worden.

In meinem Jahreslohnabrechnung 2012 hat der AG nun die Gesamtkosten für beiden Bahncards100 als Arbeitgeberleistung für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte des ANs angegeben. Für beide Karten ist ein Betrag von ca. 7800€ eingetragen.

Ich habe dem Arbeitgeber darum gebeten diese Summe anzupassen, da ich mit der letzten Bahncard100 nur 3 Monaten gefahren bin und danach gekündigt habe. Der AG will die Bahncard100 bei der DBahn zurückgeben und den Restwert zurückerstattet bekommen. Ist der AG nicht in der Pflicht diese Summe anteilig auszuweisen? Wie soll ich da vorgehen?

Ich habe bisher geweigert die Bahncard100 zurückzugeben, da der AG meine Jahreslohnabrechnung nicht korrigiert hatte.

  1. Habe ich Steuerliche Nachteile wenn diese Gesamtsumme von 7800€ für die Bahncard100 auf meinem Lohnzettel 2012 stehen bleibt?

  2. Muss ich die Bahncard in dieser Situation überhaupt zurückgeben? Ich habe eine Korrektur gefordert und dem AG klar geschrieben dass ich erst nach dem Korrektur die Karte zurückgeben werde. Ist es mein Recht? oder eine hat mit der anderen nicht zu tun?

  3. Was passiert wenn ich die Bahncard100 nicht zurückgeben würde? Der AG droht mit Gericht.

Vielen Dank Viele Grüße

Harry

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Antwort
von qtbasket,

Da du das Arbeitsverhältnis fristgemäß gekündigt hast, bist du verpflichtet allen arbeitsvertraglichen Pflichten, hier den sog. Nebenpflichten fristgemäß nachzukommen. Dazu gehört auch die Rückgabe aller Arbeitsmittel, und dazu rechnet sich auch die Bahncard.

Deine Steuerpflicht ist nicht die Angelegenheit deines Arbeitgebers, vielmehr musst du in der Steuererklärung wahrheitsgemäß deine Werbungskosten angeben : hier hat dein Arbeitgeber deine Fahrtkosten übernommen, also steht dir steuerlich eigentlich nichts zu !

Dein Arbeitgeber dorht dir mit dem Arbeitsgericht : Das ist legitim !!! Der Arbeitsrichter wird dich im Gütetermin auffordern, sofort !!!, deinen vertraglichen Nebenpflichten nachzukommen. Da jede Partei in der ersten Instanz ihre Gerichtskosten selbst bezahlen muss, entstehen dir zusätzliche Kosten. Außerdem kann der Arbeitgeber seinen Schaden gelten machen. Eventuell auch in einer Zivilklage - das bedeutet noch mehr Ärger und Kosten für dich.

Fazit: Dein Rechtsstandpunkt in dieser Angelegenheit ist falsch, du solltest sofort handeln und die Bahncard zurückgeben um weitere Ansprüche gegen dich zu vermeiden.

Antwort
von FREDL2,

Du wirst Dich langfristig nicht weigern können die BC an den AG zurückzugeben. Der AG kann aber auch die Eintragungen auf der Lohnsteuerbescheinigung nicht mehr ändern.

  1. Ja, die hättest Du. Deswegen lass Dir den genauen Zeitpunkt der Rückgabe quittieren. Je früher Du das Teil an den Vor-AG zurückgibst, desto besser. Mit diesem Beleg kannst Du dem Finanzamt gegenüber argumentieren und den eingetragenen geldwerten Vorteil korrigieren.

  2. Ja, das ist anzunehmen. Entsprechendes wird im Arbeitsvertrag, bzw. Überlassungsvertrag für die BC verzeichnet sein.

  3. Den Prozess wirst Du verlieren, wenn 2. zutrifft. Analog dazu kannst Du mal kurz drüber nachdenken, was wäre, wenn Du einen Firmenwagen hättest und Dich weigern würdest, den zurückzugeben. Na?

Antwort
von RudolfHansen,

das gericht wird das so in deinem sinne klären........ wie in 1 und zwei angenommen.....wenn der geldwerte vorteil entfällt muss er auch so ausgewiesen werden, dies wäre bei der üBERLASSUNG EINES Firmenwagens ähnlich... Ich habe sowas in einem AG Prozess Güteverhandlung mal mgesehen das ging alles Ruckzuck,,,, bla bla bla dies und das muss noch herausgegeben werden dies und das wired mit soundsoviel verrechnet und ausgegelichen das hat keine 5 minuten gedauert-....... Ich würde den AG darauf hinweisen das man bereit ist ihm die Karte auszuhöändigen und er die Korrektur des geldwerten Vorteils spätestens in der Güteverhandlung ausgedrückt bekommt........man kann aTERNATIV DAS fINANZAMT BEFRAGEN die haben ja auch handlungsspielraum

Kommentar von obelix ,

das Finanzamt hat Handlungsspielraum? Nenn mir das Finanzamt und ich bewerbe mich dort oder ich zieh dahin!

Kommentar von FREDL2 ,

@obelix: Du hast das verstanden? ich hielt die Antwort für r***nek auf speed.

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