Frage von SoniaBglz, 18

Dreiecksgeschäft zwischen 3 EU-Staaten

Guten Tag, ich habe eine Firma in Spanien und möchte Produkte nach Portugal verkaufen. Mein Lieferant ist in Deutschland. Mein portugiesischer Kunde bekommt die Ware, die bei mir in Spanien bestellt wird, von meinem deutschen Lieferanten geliefert. Der Lieferant übernimmt die Transportkosten bis nach Portugal und beliefert meinen Kunden. So viel ich weiss, handelt es sich hier um ein Dreicksgeschäft. Alle 3 Mitglieder arbeiten mit UST-ID Nr, demnach schreibt Deutschland mir eine mehrwertsteuerfreie Rechnung. Ich berrechne die Ware bei Ankunft auch steuerfrei, richtig? Was muss ich noch beachten? Müssen in der Rechnung irgendwelche Bemerkungssäzte bzgl. dem Dreieckshandel geschrieben werden etc. ? Vorab vielen Dank für Ihre Hilfe.

Antwort
von wfwbinder, 18

Ich antworte mal so:

Die Ware geht direkt nach Portugal, berührt Spanien nicht.

Damit schreibt der deutsche die die Rechnung o. Steuer, weil innerem. Lieferung an einen durch USt-ID identifizierten Unternehmer.

Ebenso du selbst.

Der portugiesische Abnehmer muss im Reverse Charge Verfahren Zahlen und ggf. als Vorsteuer abziehen.

Kommentar von EnnoBecker ,
Die Ware geht direkt nach Portugal, berührt Spanien nicht.

Braucht man auch nicht für ein innergemeinschaftliches Drecksgeschäft.

Kommentar von wfwbinder ,

Um ehrlihc zu sein, habe ich mir über 2eck, 3eck, oder fünfeck keine Gedanken gemacht, sondern wollte nur bprüfen ob einer zahlen muss und wenn ja, wer?

Der Portugiese.

Kommentar von EnnoBecker ,

Um ehrlich zu sein, finde ich diese Drecksgeschäfte so furchtbar, dass ich mich nie ernsthaft damit befasst habe.

Wenn irgendwann mal ein solcher Fall auftaucht, muss ich es wohl - und dann weiß ich auch, was da genau passiert. Bis dahin muss das Problembewusstsein genügen.

Einfach mal bei Radeisen nachfragen.

Antwort
von EnnoBecker, 12

Oh, und ich denk noch so "oh, vier Antworten....."

Schauen wir erstmal, ob es ein ig Dreiecksgeschäft ist:

Ein innergemeinschaftliches Dreiecksgeschäft liegt vor, wenn

1. drei Unternehmer (JA) über denselben Gegenstand (JA) Umsatzgeschäfte abschließen (JA) und dieser Gegenstand unmittelbar vom ersten Lieferer an den letzten Abnehmer gelangt (JA),

2. die Unternehmer in jeweils verschiedenen Mitgliedstaaten für Zwecke der Umsatzsteuer erfasst sind (JA),

3. der Gegenstand der Lieferungen aus dem Gebiet eines Mitgliedstaates in das Gebiet eines anderen Mitgliedstaates gelangt (JA) und

4. der Gegenstand der Lieferungen durch den ersten Lieferer oder den ersten Abnehmer befördert oder versendet wird (JA).


Prima. Ist also eins. Rechtsfolgen?


Die Steuer für die Lieferung an den letzten Abnehmer wird von diesem geschuldet, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Der Lieferung ist ein innergemeinschaftlicher Erwerb vorausgegangen (JA),

2. 1der erste Abnehmer ist in dem Mitgliedstaat, in dem die Beförderung oder Versendung endet, nicht ansässig (JA). 2Er verwendet gegenüber dem ersten Lieferer und dem letzten Abnehmer dieselbe Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die ihm von einem anderen Mitgliedstaat erteilt worden ist als dem, in dem die Beförderung oder Versendung beginnt oder endet (JA),

3. der erste Abnehmer erteilt dem letzten Abnehmer eine Rechnung im Sinne des § 14a Abs. 7, in der die Steuer nicht gesondert ausgewiesen ist (Müssen wir wohl voraussetzen), und

4. der letzte Abnehmer verwendet eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer des Mitgliedstaates, in dem die Beförderung oder Versendung endet (Müssen wir wohl voraussetzen).

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