Frage von Niklaus, 7

Drei8 einfache Fragen zum Thema Geld.

Wissenschaftler haben Menschen in aller Welt drei simple Fragen zum Thema Geld gestellt. Das Ergebnis ist wirklich erschreckend. Kann das sein, herrscht wirklich solch ein Finanzanalphabetismus in Deutschland und der Welt.

Hier die Fragen: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/geldanlage-vergleich-offenbart-er...

Antwort
von Finanzschlumpf, 1

Und es gibt ja noch viel komplexere Dinge.

In dem Zusammenhang fällt mir ein, dass es z.B. in der Schweiz Bestrebungen gibt, eine Volksabstimmung über die Einführung von Vollgeld gibt.

D.h. die tolle Demokratie führt dann dazu, dass das Volk etwas beschließt, was 1. nicht geht und 2. kaum einer der Abstimmenden versteht......

Antwort
von Rat2010,

Hast du dir die Studie angeschaut? Ich konnte nicht glauben, dass bei Frage 2 wirklich ...Zins auf Ihr Konto beträgt 1 Prozent... steht. dann wären es sicher weniger als 53 % gewesen, denn ohne zu wissen ob das Konto im plus oder im minus ist, ist die Frage nicht beantwortbar. Im Original steht "savings account" also Sparpkonto.

Ich habe die Studie überflogen und ich denke, dass as Ergebnis garn nicht so schlecht ist. Wer Aktienfonds nicht kennt (vielleicht auch Aktien) kreuzt bei der 3. Frage "weiss ich nicht" an und das waren weltweit schon mal 37,3 %. In Staaten wie Russland, in denen breite Bevölkerungsschichten noch nie Geld angelegt haben oder in Staaten, in denen wie in den USA die Mehrheit netto Schulden hat, kennen sicher weniger Menschen Aktienfonds als in Deutschland oder der Schweiz.

Dass 79,5 % die Frage zu den Zinsen und 54 % die Frage zur Inflation richtig beantworteten, wird von den nur 46,8 % bei den Aktienfonds nochmals deutlich nach unten gezogen.

Dass Deutschalnd das weltweit beste Ergebnis gebracht hat, sollte man mal den Leuten von PISA erzählen.

Die Studie ist interessant. das Ergebnis aus meiner Sicht belanglos, weil so eigentlich erwartbar. Noch drei Fragen und man hat auch unter Hochschulabsolventen im Fachbereich Betriebswirtschaft kein gutes Ergebnis.

Fragen die sie nicht angehen (weil z. B. das Thema der Diversivikation bei Anlagen nur was für die anderen sind, man hat ja Schulden) können sie auch nicht korrekt beantworten. Die Allgemeinbildung, vor allem auch die mathematische, ist wirklich schlecht. Bei der Studie wirkt sich aber auch aus, dass man das, was man nicht braucht, wieder vergisst.

Antwort
von INSTWAB,

Es ist leider typisch für unsere Gesellschaft.

Irgendwann werden die Leute wissen wie alla Daily Soaps heißen, aber an den Dingen des täglichen Bedarfs scheitern.

Manche würden ja schon am Preisvergleich zwischen einer 500 Gramm und einer 250 Gramm Packung scheitern, wenn nicht der 100 Gramm preis aufgedruckt sein müsste.

Antwort
von Privatier59,

Mich wundert das nicht und ich glaube, derartige Unkenntnis wundert an sich niemand der mit wachem Blick durch die Welt geht. Davon leben ja im übrigen ganze Geschäftszweige: Würde etwa Fahrzeugleasing im Bereich von Privatkunden irgendeine Bedeutung haben, wenn Kunden in der Lage wären auszurechnen, um wieviel teurer das Leasen eines Autos gegenüber dem Kauf ist? Stattdessen freut man sich darüber, ein Auto im Wert von 30 oder 40 TEUR für 300 Euro Monatsrate "bekommen" zu können. Erst wenn dann das dicke Ende naht wird vielen klar, worauf sie sich eingelassen haben.

Kommentar von GAFIB ,
Davon leben ja im übrigen ganze Geschäftszweige:

So ist es, sogar weite Teile der Finanzbranche leben davon - "Intransparenz" heisst hier das Zauberwort. Und "Desinformation" kommt oft noch dazu.

Wenn die Menschen lediglich wüßten, dass man z.B. die Rendite, die der MARKT erzeugt, nur genau 1 x verteilen kann, dann würden die Leute sicher viel stärker darauf achten, wer alles abzweigt davon.

Antwort
von freelance, 1

die Zahlen sind schon erstaunlich auf den 1. Blick. Erinnere ich mich jedoch an die Schulzeit oder die Diskussionen, die ich habe, wenn es um Investments geht, dann muss ich erkennen, dass bei der Prozentrechnung viele schon in den Jugendjahren keine Ahnung hatten. Daher verwundert mich das nicht.

Wenn man dann nun in Frage 2 Zins und Inflation kombiniert, dann wundert mich das auch nicht, denn das ist eine Komplexitätsstufe mehr.

Dass dann viele bei 3 keine Ahnung mehr haben, wundert mich am wenigsten.

Ich hätte mit einem etwas geringeren Prozentsatz gerechnet, aber mit einem hohen allemal.

Antwort
von wfwbinder,

Was mich bei solchen Auswertungen interessiert,ist die Frage, ob es vor 10, 20, 30 und 40 Jahren das gleiche Ergebnis gegeben hätte.

In einer Zeit wo sich Leute um eine kaufmännische Lehrstelle bewerben, die im Bewerbungsgespräch die Frage: "wenn ich einem Kunden für eine Rechnung von 100,- Euro für schnelle Zahlung 3 % Skonto gebe, wieviel Geld bekomme ich?" nicht beantworten können, kann es kein Wunder sein, dass die Leute nicht wissen, was sie auf dem Konto haben, wenn sie mehr als ein Jahr 2 % Zinsen p.A. bekommen.

Was auch soannend ist, 47 % der befragten wissen nicht, wie Zinsrechnung beim Sparbuch funktioniert und sprechen aber wie selbstverständlich über Fonds, Hedge Fonds, Goldanlagen usw.

Antwort
von Angelsiep,

Ich nehme an, daß die 3. Frage von den wenigsten beantwortet werden kann. Da die für die meisten Menschen Aktienhandel uninteressant ist. Die 1. 2 Fragen kann man rechnen.

Antwort
von althaus,

Ich muss ehrlich zugeben, es liegt einfach daran, daß das kein Interesse besteht die Finanzprodukte zu verstehen und sich auch keine Mühe gegeben wird sich auch irgend eine Produktinformation auch mal richtig durchzulesen. Daher muss es auch mal geschehen, daß viele auf die Nase fallen, weil sie irgendwas in den Bedingungen übersehen haben. Was nicht passiert wäre, wenn sie auch richtig zugehört hätten. Lieber googelt man stundenlang nach einem Auto statt sich mal 10 Minuten mit den Finanzen zu befassen. Leider ist das so.

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community