Frage von Graugnom25,

Doppelte Haushaltsführung bis zum endgültigen Umzug - Ausland

Hallo,

ich habe noch einmal eine Frage zur doppelten Haushaltsführung und wer die angeben darf.

Folgende Situation: Wir haben bei in Deutschland am gleichen Ort gearbeitet. Nun habe ich einen Job im Ausland angetreten. Meine Frau hat kann am gleichen Ort 4 Monate später anfangen zu arbeiten. Sie bleibt aber die 4 Monate noch in Deutschland und arbeitet normal weiter.

Ich reise zum Arbeitsbeginn meines Jobs ins Ausland. Meine Frau kommt das erste Mal ca. 1 Monat später in die neue Heimat. Der gesamte Umzug findet statt, wenn meine Frau ins Ausland kommt.

Frage: Kann meine Frau bei der Einkommenssteuererklärung eine doppelte Haushaltsführung für die 4 Monate bis zum endgültigen Umzug ins Ausland angeben? Ab wann - ab dem Zeitpunkt, an dem ich im Ausland bin oder ab dem Zeitpunkt, an dem sie zum ersten Mal bei mir im Ausland war?

Der Lebensmittelpunkt meiner Frau hat sich mit dem Zeitpunkt des Arbeitsstartes von mir ins Ausland verlagert: Ehemann im Ausland und Jobangebot 4 Monate später. Oder sehe ich das falsch?

Danke für Eure Hilfe!

Viele Grüße, Graugnom

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Antwort
von expermondo, 5

Hallo Graugnom25,

Schau mal bitte hier:
Steuern Steuererklärung

Antwort
von Mikkey,

Prinzipiell lässt sich das machen, es dürfte nicht schädlich sein, wenn die vorherige Hauptwohnung zur DHF-Unterkunft umfunktioniert wird. Das beibehalten der bisherigen Wohnung ist ja eindeutig beruflich begründet.

Allerdings wird, wenn die Wohnung teurer ist, als eine übliche Wohnung mit nicht mehr als 60², nur die anteilige Miete anerkannt.

Der Beginn ist auf jeden Fall bei der Begründung der neuen Wohnung zu sehen, auch wenn die Frau dort nach 1 Monat erstmalig auftaucht.

Wichtig ist zu begründen, warum die neue Wohnung den Lebensmittelpunkt bildet. Evtl. könnte es Nachfragen geben, wie denn die neue Wohnung bewohnt wurde, wenn der Umzug (mit Möbeln?) erst nach 4 Monaten erfolgt.

Das Vorstehende gibt meine Gedanken zu den mir bekannten Regelungen wieder. Da bei Nichtanerkennung der DHF ein anständiger Betrag verlustig gehen kann, würde ich eine Beratung beim Steuerberater empfehlen. Die dürfte mMn nicht übermäßig teuer sein.

Kommentar von FREDL2 ,

@Mikkey: wie kommts, dass Du hier so schwungvoll Antwort gibst und zu Deinem ähnlichen Thema selber keine wusstest?

Kommentar von Mikkey ,

Zum einen lernt man immer dazu,

zum Anderen habe ich mir bzgl. DHF einiges an Informationen angelesen. Die mir unbekannten Informationen wurden hier nicht angefragt.

Im Auslandszusammenhang habe ich selbst bereits einmal eine DHF geltend machen können - das beschränkte sich mangels Kosten jedoch auf den Heimflug.

Kommentar von FREDL2 ,

@Mikkey: gut zu wissen. Dann muss ich künftig nicht mehr alleine ;-)

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