Frage von VBonn,

Doppelte Haushaltsführung / Mann im Ausland

Hallo zusammen,

ich habe vor Kurzem geheiratet. Mein Mann arbeitet im Ausland und hat auch dort seinen Wohnsitz. Ich wohne & arbeite in D. Dieser "Zustand" hat auch schon vor der Eheschliessung bestanden. Koennen wir doppelte Haushaltsfuehrung geltend machen? Miete / Reisekosten absetzen?

Vielen Dank fuer hilfreiche Tips & Viele Gruesse

Antwort von EnnoBecker,
2 Mitglieder fanden diese Antwort hilfreich

Na das ist jetzt mal eine knackige Frage.

Zuallererst: Wer von euch beiden will denn Aufwendungen für eine doppelte Haushaltsführung ansetzen?

Hat dein Mann in Deutschland AUCH einen Wohnsitz oder NUR im Ausland?

Wenn das geklärt ist, kommen die nächsten Fragen.

Kommentar von VBonn,

Er hat NUR einen Wohnsitz im Ausland (F). ...ich habe keinen Schimmer, WER optimalerweise WAS ansetzten koennte / sollte...mit franzoesischen Steuergeschichten kenne ich mich noch weniger aus als mit deutschen... :-/

...vielen Dank fuer das (schnelle) Engagement! :-)

Kommentar von EnnoBecker,

Das vereinfacht die Sache natürlich enorm, hat aber ein für euch leider unangenehmes Ergebnis:

Dein Mann kann aus zwei Gründen keine Aufwendungen für einen doppelten Haushalt ansetzen: Erstens hat er keinen doppelten Haushalt und zweitens keine Einkünfte in Deutschland.

In Frankreich mögen die Regeln anders aussehen, da kenne ich mich nicht aus.

Und du kannst aus mindestens einem Grund keine Aufwendungen für einen doppelten Haushalt ansetzen: Du hast auch keinen doppelten Haushalt.

Und um das alles noch so richtig leidfähig zu machen: Für eine Ehegattenveranlagung muss neben einer Ehe auch noch die Voraussetzung gegeben sein, dass beide Ehepartner unbeschränkt steuerpflichtig sind.

Eure Ehe ist damit für das deutsche Steuerrecht nicht existent; du gibst eine Steuererklärung mit Einzelveranlagung ab und dein Mann maximal eine für beschränkt Steuerpflichtige (falls er nämlich Einkünfte hat, die in Deutschland zu besteuern sind).

Es wäre hier höchstens noch zu prüfen, ob eine unbeschränkte Steuerpflicht nach § 1 (3) EStG in Frage käme.

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