Frage von Hodhod, 65

Doppelte Haushaltführung - aber muss ich trotzdem nachzahlen?

Unser versteuerndes Einkommen ist 13680. Ich habe ein Kind, ich bin Pendler und komme ich nur am Wochenende hach Hause. Ich habe Steuererklärung gemacht und ich war überrascht, dass ich nachzahlen muss. Im Brief vom Finanzamt stand auch: zu versteuern mit progressionsvorbehalt gemäß § 32b EStG nach dem splittingtariffestzusetzende Einkommensteuer……750 Euro. Ist das normal. Ich verdiene sehr wenig und trotzdem muss ich nachzahlen ?

Antwort
von wfwbinder, 22

Du schreibst im Bescheid steht etwas von Progressionsvorbehalt.

Warst Du in dem betreffenden Jahr eine Zeit in ALG I?

Gab es in dem Jahr Elterngeldbezug?

Das wären Gründe für Einnahmen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen. Also Elterngeld und ALG I sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt, werden also für die Ermittlung des Steuersatzes mitgerechnet.

Antwort
von Gaenseliesel, 30

Rat2010  gab dir schon den einzig richtigen Hinweis - nimm die Unterlagen ( Kopie der Steuererklärung und Steuerbescheid ) und geh zu einer Lohnsteuerhilfe. Evtl. Fehler entdeckt der Fachmann bei Kontrolle sofort.

Manchmal spart man echt am falschen Ende !  

Antwort
von Snooopy155, 31

Es fehlen halt wie üblich, wesentliche Angaben. Für welches Kalenderjahr ist der Einkommensteuerbescheid? Da Progressionsvorbehalt eine Rolle spielt gab es in jedem Fall noch andere Einkünfte. Und von einem sehr geringen Verdienst zu sprechen bei einem Jahresbruttoeinkommen von über 30 000 € ist ebenfalls schwer nachvollziehbar. Da im Bescheid des FA nichts von den Kosten für die dopelte Haushaltsführung steht, wurden diese auch alle anerkannt, soweit sie deklariert wurden. An diesem Sachverhalt wird auch die Nachprüfung des Bescheids wenig ändern.

Antwort
von Paulchen1966, 31

Hoert sich an wie falsch berechnet. Zuerst einmal Einspruch einlegen, nicht das du da die Frist verstreichen laesst.

Dannach genau nachschauen wo was falsch sein kann, hier kann man den Lohnsteuerverein nehmen, aber gelinde gesagt ich halte nicht viel von denen ! Nicht weil es Geld kostet, sondern ich hatte die mal gehabt, und wenn ich da einen Steuerberater sagen muss wo und welche Abzuege es denn sonst so noch gibt und der nicht von allein darauf kommt, sondern erst dann sagt, achja stimmt das kann man auch machen, also dann ist so ein Verein fuer den ich Geld zahlen soll nutzlos

Antwort
von Rat2010, 37

Inwieweit die Werbungskosten für das betreffende Jahr richtig ermittelt wurden, kann ich nicht abschätzen.

Die Nachzahlung liegt jedenfalls an Einkünften, für die kein Steuerabzug erfolgte. Tendenziell Arbeitslosengeld oder was in der Richtung.

Das hast du jedenfalls in deiner Frage geschrieben. Solche Einkünfte hast du unter Progressionsvorbehalt. Wenn dazu wie in deinem Fall weitere (steuerpflichtige) Einkünfte dazukommen, werden diese höher besteuert.

Kommentar von Hodhod ,

Werbungskosten sind niedrig. z. B. die Kosten für Unterkunft sind 900 Euro aber ich zahle 340 Euro monatlich für den zweiten Wohnsitz.

Kommentar von Rat2010 ,

Wichtig ist, was 2015 war und da gab es wohl noch Einkünfte unter Progressionsvorbehalt.

Hört sich, was die DHH anbelangt, etwas unsicher an. Lohnsteuerhilfevereine sind auf so was (fast) spezialisiert. Wenn du keinen kennst, der sich mit so was auskennt, dürfte das für dich die richtige Alternative sein.

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