Frage von billigheimer008,

Direktversicherung als GF kündigen und auszahlen lassen

Bin seit 1994 alleiniger GF/Gesellschafter einer GmbH. Habe 1995 eine Direktversicherung für mich abgeschlossen. 01/2000 kam ein zweiter GF / Gesellschafter mit 50%iger Beteiligung hinzu. Versicherungsbeiträge wurden noch bis 12/2006 aus der GmbH bedient. Danach wurde die Versi an mich abgetreten die Beiträge habe ich selbst entrichtet. Will nun alles kündigen , da die Erträge katastrophal sind. Versicherung (ERGO) will da nicht so recht ran, da ich für eine gewisse nicht die alleinige Beherrschung in der GmbH inne hatte. Kann mir in dem Sonderfall jemand helfen ? Danke vielmals vorab.

Antwort
von barmer,

Hallo,

zunächst mal ist es wenig klug, eine LV aus der Zeit hoher Garantiezinsen mit Steuerfreiheit bei Ablauf zu kündigen. Dass außerdem die Verluste bei Kündigungen hoch sind, dürfte auch bekannt sein.

Und dass eine Direktversicherung weder zu kündigen noch abzutreten ist, ist auch wahr. ERGO würde einen Fehler machen, wenn sie den Vertrag auszahlt.

Versicherungstechnisch wäre es am sinnvollsten, den Vertrag fortzuführen (ohne Dynamik und Zusatzversicherungen, die Geld kosten). Zur Not beitragsfrei stellen.

Wie lange dauert es denn noch bis zum 60. ?

Viel Glück

Barmer

Kommentar von billigheimer008 ,

Danke für die Antwort. Mir ging es eigentlich nur darum, warum das alleinige Beherrschungsrecht nicht gegeben sein soll, wenn ich die Gesellschaft 6 Jahre zu 100% besessen habe. Alle anderen "Nachteile" mit dem vorzeitigen kündigen sind mir bekannt und mittlerweile egal, wenn ich auf die bisherige Ertragsseite nach 18 Jahre Beitragseinzahlung schaue. Dann bin ich voll und ganz bedient. MfG

Kommentar von barmer ,

Ja, aber 2000 - 2006 waren Sie vermutlich nicht mehr beherrschend. Ob das hier überhaupt wichtig ist, kann man so allgemein ohne Kenntnis der Arbeits-, Gesellschafts- und Versicherungsverträge nicht sagen. Ist eine Kündigung nicht im Versicherungsvertrag ausdrückloich ausgeschlossen ?

Ich wiederhole mch es wäre ein Fehler.

Antwort
von alfalfa,

Ohne Akteneinsicht ist das nicht möglich rechtssicher zu beantworten und würde auch gegen die Forensregeln widerstossen. Da ist auf jeden Fall der Vertrag, der Gesellschafter- und Arbeitsvertrag zu prüfen.

Das ist ein Fall für einen Fachanwalt oder einen zugelassenen Versicherungsberater nach § 34eGewO. Diese Berufsgruppen sind dazu authorisiert.

Gerne weiteres per PN.

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