Frage von angest44,

Dienstwagen und Nachweis von weniger werdenden Fahrten zum Arbeitgeber

ich habe als Festangestellter einen Dienstwagen. Bisher wird über die 1%/ 0,03%-Regel besteuert (geldwerter Vorteil).

Meine Tätigkeit wird sich ab April ändern. Ich werde sowohl ein Homeoffice haben wie auch mehr zum Kunden fahren.

  • Wie regle ich das mit der 0,03%-Komponente, wenn ich nur noch 1- bis 2-mal pro Woche zum Arbeitgeber fahre?
  • Wie weise ich nach, dass ich weniger zum Arbeitgeber fahren muss (Fahrtenbuch)?
  • wie ist das mit der Entfernungspauschale bei so wenigen Fahrten?
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Antwort
von expermondo, 5

Hallo angest44,

Schau mal bitte hier:
arbeitgeber Dienstwagen

Antwort
von FREDL2,

In bestimmten Fällen - dazu gehören die home-officer - müssen nur die tatsächlichen Fahrten zu versteuert werden. Das wären dann mit 0,002% des Bruttolistenpreises pro Entfernungskilometer (BFH, Urteil vom 4.4.2008, Az. VI R 85/04, BStBl. 2008 II S. 887; BFH-Urteil vom 28.8.2008, VI R 52/07, BStBl. 2009 II S. 280).

Nochmalige Bestätigung dessen mit BFH-Urteil vom 22.9.2010, Az. VI R 57/09, DB 2011 S. 30.

Allerdings muss Dein AG das nicht mitmachen. Wenn der nicht will, versteuerst Du nach wie vor 0,03% und kannst erst mittels der ESt-Erklärung auf die 0,002% mindern.

Die Einzelbewertung mit 0,002% ist nur dann günstiger, wenn an weniger als 15 Tagen im Monat (15 x 0,002% = 0,03%) und demzufolge an weniger als 180 Tagen im Jahr (12 x 15 Tage) mit dem Firmenwagen zur Arbeit gefahren wird.

Der Nachweis kann entweder mit einem Protokoll der Zeiterfassung der Firma geführt werden, oder mit einem Fahrtenbuchähnlichen Aufzeichnung.

Als Werbungskosten kannst Du natürlich dann auch nur die wenigeren Fahrten absetzen. Was sonst?

Kommentar von angest44 ,

ich denke, damit sind all meine Fragen beantwortet.

Danke für die Ausführungen.

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