Frage von microgeo, 41

Die Unternehmensberatung McKinsey soll der Bundesregierung bei der Bewältigung der Flüchtlingskrise helfen, ist das wirtschaftlich sinnvoll oder nicht?

McKinsey werde zunächst unentgeltlich aushelfen... Gehören solche Aufgaben nicht auch rein rechtlich gesehen alleine in die Hände des Staats?

Antwort
von wfwbinder, 41

Die Bundesregierung beschäftigt jedes Jahr externe Berater wie Anwälte, Professoren, Unternehmensberatungen für Millionenbeträge, obwohl die Ministerien tausende von Juristen und andere Akademiker beschäftigen.

Natürlich sollten die Beschäftigten in den Ministerien ausreichen, aber man legt wohl Wert auf externes Wissen.

Antwort
von Mikkey, 34

Wenn man eine Firma mit der Analyse der Probleme betraut, soll man ihr eine entsprechende Provision zahlen. Eine solche Mauschelei "unentgeltlich aushelfen" ist Unsinn und festigt den Ruf der BRD als Bananenrepublik.

Antwort
von LittleArrow, 31

McKinsey wird sicherlich nicht in dem Sinne helfen, dass staatliche Aufgaben übernommen werden.

Diese Firma ist aber besser in der Lage, zu analysieren, querzudenken, Handlungsalternativen zu bewerten und kritische Anmerkungen vorzubringen, als dies in manchen Amtsstuben geschehen kann, die oft durch Bedenkenträger, Parteienproporz, gezielter Indiskretion gegenüberJournaille und vorgefertigte Vorgesetztenmeinungen gelähmt sind.

Antwort
von gammonwarmal, 21

Ich habe beruflich mit den Meckies zu tun gehabt.

Unabhängig davon, was ich von McKinsey halte:

Die machen ja lediglich Erhebungen und entwickeln daraus Vorschläge.

Dann könnte man ja die wirtschaftliche Sinnhaftigkeit von Vorschlägen der Grünen oder der FDP anzweifeln, wenn die sich mit Themen der Politik beschäftigen und Lösungsvorschläge machen. Die werden ja auch nicht immer angenommen :-))

Also ist das doch erst einmal unkritisch.

Antwort
von Niklaus, 23

Leider ist es en Unsitte unserer Regierungen der letzten Jahrzehnte geworden Unternehmensberatungen mit Dingen zu beauftragen, wofür die Politiker eigentlich bezahlt werden. Das mit den Flüchtlingen ist keine Einzelfall. Ich finde das in den meisten Fällen falsch.

Kommentar von gammonwarmal ,

In der Schlussfolgerung bedeutet das also, dass jedes Unternehmen, dass einen Unternehmensberatung beauftragt, Manager beschäftigt, die für etwas bezahlt werden, das sie nicht leisten?

Kommentar von Niklaus ,

Deine Schlussfolgerung ist leider nicht logisch. Ministerien sind keine Unternehmen. In Ministerien arbeiten sehr viel Menschen, die dafür bezahlt werden Lösungen für die Bürger zu erarbeiten. Früher wurden auch keine Unternehmensberatung für irgendwelche Problem herangezogen und die Lösungen und Gesetze der Politiker waren sinnvoller und nachhaltiger.  Aber selbst bei vielen Unternehmen finde ich Unternehmensberatung für überflüssig. Ich habe selbst gesehen, was UB mit einem Unternehmen machen. Ich denke der Einsatz von UB ist eine Alibifunktion des Managements. Man hat eine Zielrichtung und die soll dann von einem unabhängigen Dritten bestätigt werden. Dann lässt sie sich besser durchsetzen.  Weil sie ja von einem Experten kommt. Aber lassen wir diese Diskussion.

 

Antwort
von gerdGeld, 30

An sich können externe Berater helfen, SItuationen zu bewerten und unterstützend einzugreifen. Aber du hast natürlich recht, dass ein Staat darauf achten sollte seine Kompetenzen nicht aus der Hand zu geben.

Kommentar von gammonwarmal ,

An welcher Stelle wird denn bei einer Untersuchung Kompetenz aus der Hand gegeben?

Antwort
von Privatier59, 31

Wie kann denn McKinsey helfen? Bauen die eine Insel zur Bewältigung des Flüchtlingsstroms oder traktieren die nur mit ihrem üblichen Blabla? Wieso sollte Schwafeln zu Rechtsproblemen führen? Niemand ist gezwungen, dem zuzuhören. Auch die Bundesregierung nicht.

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