Frage von samantha1, 4

Die Grundbucheintragung läuft auf den Bruder, besteht Anspruch bei Geschwistern?

Bei meinem Freund wurde das Elternhaus auf den älteren Bruder eingetragen, er hat aber selbst ca. 150.000 Euro mit finanziert, wurde aber notariell niergends eingetragen. Meine Frage im Fall eines Verkaufs oder Zwangsversteigerung kommt man an seinen Anteil noch ran?

Antwort
von wfwbinder, 4

Das Haus gehört dem Bruder (lt. Grundbuch), es besteht keine Grundschuld für Deinen Freund.

Worauf sollte er einen Anspruch stützen?

Hat er Belege für seine Zahlungen?

Hat er einen Vertrag mit Bruder, oder Eltern?

Warum hat er sich auf so eine Regel eingelassen?

Gibt es eine Vereinbarung über andere Vermögensteile der Eltern?

Ohne zusätzliche Angaben, wie es zu dieser ganzen Sache gekommen ist, kann man keinen Tipp geben, ausser, dass die Regelung wie beschrieben Deinem Freund keine Chance gibt an sein Geld zu kommen, ausser der Bruder zahlt freiwillig

Kommentar von samantha1 ,

Ja es gibt Belege die dokumentieren dass er die Ratenzahlungen für das Haus die letzten Jahre bezahlt hat. Die Eltern hatten vor vielen Jahren ein Haus per Zwangsversteigerung verloren, daher wollte der Sohn die Ratenzahlungen für das "neue Haus" bezahlen, da er aber erkrankt ist und arbeitsunfähig wurde, konnte er die volle Höhe der Rückzahlung nicht alleine bewältigen, daher ist mein Freund eingesprungen. Da mein Freund gehofft hat dass sein Bruder einmal wieder ins Berufsleben eintreten kann, wollte er die Umschreibung mit den gesamten Schulden nicht, da aber der Bruder wohl nicht mehr arbeiten kann muss sich nun etwas ändern.

Antwort
von Franzl0503, 4

samantha1:

Hat "man" gegen den Bruder (Alleineigentümer) einen rechtskräftigen vollstreckbaren Titel (Urteil, notarielles Schuldanerkenntnis) erwirkt, bestehen folgende Möglichkeiten:

Pfändung des Verkaufspreises im Falle einer Veräusserung,

Pfändung des Übererlöses aus der Zwangsversteigerung,

unter bestimmten Voraussetzungen bereits jetzt eine Zwangshypothek auf dem Grundstück eintragen zu lassen.

Läßt der Bruder v o r h e r die von ihm nachweislich eingebrachten 150 000 € durch eine Eigentümergrundschuld für sich selbst grundbuchlich sichern, kommt "man" nur nachrangig zum Zuge, falls überhaupt noch was übrig bleibt.

Kommentar von wfwbinder ,

Die einfachste Form, wäre wohl das notarielle Schuldanerkenntnis. nach Möglichkeit mit Grundschuldeintrag. Denn die gerichtlichen Schritte, die Du andeutest, würden die Familie zerreissen.

Kommentar von Franzl0503 ,

wfwbinder: Eine außergerichtliche einvernehmliche ist einer gerichtlichen Lösung stets vorzuziehen, das sehe ich ebenso.

Antwort
von Privatier59, 2
man an seinen Anteil

An welchen Anteil denn? Ohne Eintragung eines Grundpfandrechts oder als Miteigentümer besteht rein rechtlich KEINERLEI Beziehung zum Grundstück. Er ist Darlehensgeber und sonst nichts. Er könnte daher sein gesamtes Geld verlieren.

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